Ron Rifkin
ALIAS RON RIFKIN as Arvin Sloane ALIAS Mandatory credit line: Image courtesy Ronald Grant Archive / Mary Evans
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Ron Rifkin

Öfter mal wird er mit dem Darsteller Joel Grey verwechselt, darum wurde dieser als Gastdarsteller zu Alias geladen, wo er einen Mann spielt, der nach einer Gehirnwäsche denkt, er sei Rifkins Figur Arvin Sloane.

Biografie von Ron Rifkin

Ron Rifkin geboren als Saul M. Rifkin wuchs als ältestes von drei Kindern einer Einwandererfamilie in New York auf. Sein Vater Herman stammte aus Russland, seine Mutter Miriam betreute den Haushalt.

Rifkin wurde streng orthodox-jüdisch erzogen und blieb dem Glauben verbunden, verließ die Kirche jedoch im Alter von 32 Jahren.

Nach der Schule wandte er sich der Schauspielerei zu und studierte an der HB Studio in New York.

Anfänge im Fernsehen

In den 1970er Jahren arbeitete sich Rifkin mit Gastrollen in Serien wie Gidget (1965-1966) und Kojak (1973-1978) langsam nach oben. Eine erste wiederkehrende Rolle bekam er als Nick, der Freund der Hauptfigur, in der Sitcom One Day at a Time (1975-1984), in der er in 14 Episoden zu sehen war. Sein Charakter wurde als freundlicher und verlässlicher Partner angelegt, der der Familie Halt gibt. Die Figur starb jedoch in der Auftaktepisode der siebten Staffel durch einen Unfall mit einem betrunkenen Fahrer.

Von 1983 an verkörperte er in 9 Episoden in der Serie Falcon Crest (1981-1990) den Anwalt Phillip Erikson. In der Serie verhalf er dem Weingut-Clan immer wieder aus rechtlichen Zwangslagen und wurde später Opfer einer Verschwörung.

In Die Fälle der Rosie O'Neill (1990-1992) war er über 34 Episoden hinweg als Staatsanwalt Jonah Becker zu sehen.

Theaterkarriere und Auszeichnungen

Seine größte Leidenschaft galt stets der Bühne, auf der er seit den 1960er Jahren regelmäßig stand. Besonders fruchtbar war seine Zusammenarbeit mit dem Autor Jon Robin Baitz. Im Jahr 1991 gewann seine Darstellung in Baitz' Stück „The Substance of Fire“ gleich mehrere Auszeichnungen, darunter den Obie, den Drama Desk und den Lucille Lortel Award.

1992 folgte mit „Three Hotels“ eine weitere Zusammenarbeit, die ihm eine erneute Nominierung einbrachte.

1998 erhielt er den „Tony Award“ für die beste Nebenrolle in einem Musical als Herr Schultz im Broadway-Revival von „Cabaret“. In dieser Rolle verkörperte einen zurückhaltenden deutschen Buchhalter, der während der NS-Zeit an einer illusionslosen Liebe festhält. Sein Porträt des traurigen Außenseiters, der seine jüdische Identität lange verleugnet, gilt als eine seiner reifsten Leistungen.

Weitere Bühnenrollen übernahm er in Stücken von Arthur Miller, Neil Simon und David Hirson.

Durchbruch im Film

Ab den frühen 1990er Jahren übernahm Rifkin auch in größeren Filmproduktionen prägende Nebenrollen. In „JFK - Tatort Dallas“ (1991) verkörperte er den Chauffeur Jack Zapruder, der die berühmten Filmaufnahmen des Attentats machte.

An der Seite von Woody Allen war er in „Ehemänner und Ehefrauen“ (1992) und „Manhattan Murder Mystery“ (1993) zu sehen.

In „L.A. Confidential“ (1997) spielte er den ehrgeizigen Bezirksstaatsanwalt Ellis Loew, der im korrupten Los Angeles der 1950er Jahre seine Karriere über Wahrheit stellt.

Es folgten der Großagent in „Verhandlungssache“ (1998) und der betrügerische Bankchef in „Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum“ (2000). In „Glauben ist alles!“ (2000) gab er den älteren Rabbi, der mit Zweifeln an seinem Glauben ringt. Danach folgten Rollen in „The Majestic“ (2001) und „Der Anschlag“ (2002), wo er den Berater des Präsidenten unter Druck zeigte.

Welterfolg mit "Alias"

Den größten Erfolg seiner Fernsehkarriere feierte Rifkin als Arvin Sloane in der Agentenserie Alias (2001-2006). In insgesamt 105 Episoden verkörperte er den charismatischen und berechnenden Chef der verdeckten Geheimorganisation „SD-6“.

Sloane gab sich nach außen als väterlicher Mentor der jungen Agentin Sydney Bristow, gespielt von Jennifer Garner, entpuppte sich aber als skrupelloser Stratege. Im Verlauf der Serie verlor Sloane alles, was ihm wichtig war, und rutschte in eine obsessive Suche nach einem geheimnisvollen Artefakt ab. Am Ende der Geschichte wurde er zu einer tragischen Figur, die für ihre Verbrechen in einer unterirdischen Gruft endet.

Familiendrama "Brothers & Sisters"

Direkt nach dem Ende von Alias wechselte Rifkin in die Familienserie Brothers & Sisters (2006-2011). In 110 Episoden übernahm er die Rolle des Saul Holden, des älteren Bruders von Familienmatriarchin Nora Walker, dargestellt von Sally Field.

Saul war ein treuer und zurückhaltender Familienberater, der das Familiengeschäft mitführte und vor allem die William Walker General Goods Company. Im Verlauf der Serie kämpfte er mit der Offenlegung von Finanzbetrügereien der Familie und geriet mit dem Gesetz in Konflikt.

Ein zentraler Handlungsbogen war sein Coming-out in fortgeschrittenem Alter und seine Auseinandersetzung mit der Liebe eines Mannes. 2009 erlitt die Figur zudem eine HIV-Diagnose.

Gastauftritte und späte Karriere

Neben seinen Hauptrollen blieb Rifkin ein gefragter Gastdarsteller. In Emergency Room - Die Notaufnahme (1994-2009) war er in 9 Episoden als der ehrgeizige Arzt Dr. Carl Vucelich zu sehen, der auf Kosten von Patienten forscht und deswegen scheitert.

In Sex and the City gastierte er in einer Episode als Verleger, der Carrie aus eigennützigen Motiven umgarnt. Für Law & Order: Special Victims Unit kehrte er zwischen 2011 und 2014 in 6 Episoden als Anwalt Marvin Exley zurück, der kontroverse Mandanten mit Genuss verteidigt.

In Limitless (2015-2016) übernahm er in 12 Episoden die wiederkehrende Rolle des Executives Brian Sands. Auch in New Amsterdam (2018-2023) war er ab 2018 in 7 Episoden als Patient und Milliardär zu sehen.

Im Kino erschien er 2018 in „A Star Is Born“ an der Seite von Bradley Cooper. 2020 spielte er im Kurzfilm "Daddy" einen trauernden Witwer, der im Plaza Hotel einen Trauertag mit einem jungen Begleiter verbringt.

Ron Rifkin Privatleben

Rifkin war seit 1966 mit der Modedesignerin Iva March Rifkin verheiratet, die 2023 nach langer Ehe verstarb. Das Paar blieb kinderlos und galt in New Yorker Künstlerkreisen als großzügiges Gastgeberduo, das in einem weitläufigen Loft in Tribeca lebte.

Zu seinen engsten Freunden zählte die Schauspielerin Sarah Jessica Parker, die den Abend vor ihrer Hochzeit in Rifkins Haus verbrachte.

Über Affären oder Skandale ist nichts bekannt, da Rifkin sein Privatleben stets konsequent von der Öffentlichkeit abschirmte.

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