Renee Zellweger gewann zwei Oscars für ihre schauspielerische Leistung: 2004 als Beste Nebendarstellerin für Unterwegs nach Cold Mountain und 2020 als Beste Hauptdarstellerin für ihre Darstellung von Judy Garland in Judy. Während der Dreharbeiten zu Bridget Jones arbeitete Renée Zellweger undercover in einem Londoner Verlag, um sich auf ihre Rolle vorzubereiten. Sie war so überzeugend, dass niemand merkte, dass sie eine berühmte Schauspielerin war.
Renee Zellweger wurde Texas geboren und wuchs in einer multikulturellen Familie auf, was ihr eine vielfältige Perspektive auf das Leben vermittelte. Schon früh zeigte sie Interesse an der Schauspielerei und nahm während ihrer Schulzeit an Theateraufführungen teil.
Nach ihrem Abschluss an der Katy High School schrieb sich Zellweger an der University of Texas at Austin ein, wo sie 1991 ihren Bachelor-Abschluss in Englisch machte. Während ihres Studiums entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Schauspielerei und beschloss, eine Karriere in der Filmindustrie zu verfolgen. Ihre ersten Rollen waren kleinere Auftritte in Filmen wie „Confusion - Sommer der Ausgeflippten“ (1993) und „Reality Bites - Voll das Leben“ (1994).
Der Durchbruch gelang Zellweger mit ihrer Rolle in „Jerry Maguire - Spiel des Lebens“ (1996), in dem sie Dorothy Boyd spielte, die alleinerziehende Mutter eines kleinen Jungen. Dorothy ist eine loyale und unterstützende Partnerin des Sportagenten Jerry Maguire (Tom Cruise).
Im Jahr 2001 übernahm Zellweger die Rolle der Bridget Jones in „Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück“. Bridget ist eine liebenswerte, aber unsichere Frau in ihren Dreißigern, die mit ihrem Gewicht, ihrem Liebesleben und ihrem Job kämpft. Ihre authentische Darstellung machte sie weltweit bekannt und führte zu zwei Fortsetzungen.
Ein weiterer Meilenstein in Zellwegers Karriere war ihre Darstellung von Roxie Hart in „Chicago“ (2002). Roxie ist eine ehrgeizige Tänzerin und Sängerin, die des Mordes an ihrem Liebhaber beschuldigt wird. Durch ihre manipulative und charmante Art versucht sie, die Aufmerksamkeit der Medien und die Sympathie der Jury zu gewinnen.
Für ihre Rolle in „Unterwegs nach Cold Mountain“ (2003) gewann Zellweger den „Oscar“ als beste Nebendarstellerin. Sie spielte Ruby Thewes, eine starke und unabhängige Frau, die der Protagonistin Ada Monroe (Nicole Kidman), hilft, eine Farm während des Bürgerkriegs zu bewirtschaften. Ruby bringt praktische Fähigkeiten und Lebensweisheit in Adas Leben und wird zu einer unverzichtbaren Freundin.
Nach einer Pause kehrte Zellweger 2019 mit der Rolle der Judy Garland in „Judy“ zurück. Sie verkörperte die legendäre Sängerin und Schauspielerin in den letzten Monaten ihres Lebens. Ihre Darstellung der verletzlichen und dennoch entschlossenen Künstlerin brachte ihr den „Oscar“ als beste Hauptdarstellerin ein.
Im Jahr 2022 übernahm Zellweger die Rolle der Pam Hupp in der Miniserie The Thing About Pam. Pam Hupp ist eine Frau aus Missouri, die im Mittelpunkt einer Mordermittlung steht.
Renée Zellweger heiratete den Country-Sänger Kenny Chesney am 9. Mai 2005 auf den Amerikanischen Jungferninseln. Die Ehe sorgte für große Aufmerksamkeit in den Medien, da sie völlig überraschend kam. Nach nur vier Monaten beantragte Zellweger die Annullierung der Ehe unter der Begründung "Betrug" (fraud), was zu Spekulationen über die Hintergründe führte. Später erklärte Zellweger, dass dieser juristische Begriff lediglich eine Standardformulierung sei und nicht im wörtlichen Sinne zu verstehen sei. Die Ehe wurde im Dezember 2005 offiziell annulliert, sodass sie in rechtlicher Hinsicht nie als verheiratet galten.
Kenny Chesney äußerte sich später dazu und erklärte, dass er sich durch die Ehe eingeengt fühlte und nicht bereit für die damit verbundenen Verpflichtungen war. Zellweger selbst hat seitdem selten über diese Beziehung gesprochen und betonte, dass sie und Chesney weiterhin freundschaftlich verbunden seien.
Abseits der Leinwand engagiert sich Zellweger für wohltätige Zwecke und setzt sich für verschiedene soziale Anliegen ein. Sie ist bekannt für ihre Diskretion in Bezug auf ihr Privatleben und meidet oft das Rampenlicht. In den letzten Jahren wurde ihre Beziehung zu dem britischen TV-Moderator Ant Anstead öffentlich bekannt.
| Preis | Kategorie | Werk | Jahr | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Oscar | Beste Hauptdarstellerin | „Judy“ | 2020 | Gewonnen |
| Oscar | Beste Nebendarstellerin | „Unterwegs nach Cold Mountain“ | 2004 | Gewonnen |
| Oscar | Beste Hauptdarstellerin | „Chicago“ | 2003 | Nominiert |
| Oscar | Beste Hauptdarstellerin | „Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück“ | 2002 | Nominiert |
| BAFTA | Beste Hauptdarstellerin | „Judy“ | 2020 | Gewonnen |
| BAFTA | Beste Nebendarstellerin | „Unterwegs nach Cold Mountain“ | 2004 | Gewonnen Darsteller Updates |