Ralph Ineson ist durch seine markante Stimme und seine Rollen in Produktionen wie „Game of Thrones“ und „Peaky Blinders“ einem internationalen Publikum bekannt geworden.
Ralph Ineson wuchs in Leeds auf und besuchte zunächst die Woodleigh School in North Yorkshire, gefolgt von der Pocklington School in East Yorkshire. An der Lancaster University studierte er Theaterwissenschaften am Furness College. Nach seinem Abschluss arbeitete er in den frühen 1990er-Jahren als Lehrer und Trainer am York Sixth Form College.
Seine Schauspielkarriere begann mit kleinen Rollen in britischen Fernsehserien wie The Bill und Playing the Field. Seinen Durchbruch erzielte er mit der Rolle des Chris Finch in der BBC-Serie The Office (UK) (2001-2003), wo er als selbstbewusster und oft unangenehmer Kollege auftrat. Diese Rolle machte ihn einem breiteren Publikum bekannt. Es folgten Auftritte in Serien wie Coronation Street und Spooks. Seine Fähigkeit, komplexe Charaktere darzustellen, wurde zunehmend anerkannt.
International bekannt wurde Ralph Ineson durch seine Rolle als Amycus Carrow in den letzten drei „Harry Potter“-Filmen (2009-2011).
In der Erfolgsserie Game of Thrones spielte Ralph Ineson die Rolle des Dagmer Cleftjaw, einem erfahrenen Krieger der Eiseninseln und loyalen Gefolgsmann der Familie Greyjoy. Dagmer tauchte erstmals in Staffel 2 auf. Er übernahm eine wichtige Rolle in Theon Greyjoys erstem Versuch, sich als Anführer zu beweisen. Gemeinsam mit Theon plante und führte Dagmer die Eroberung von Winterfell durch, was weitreichende Folgen für alle Beteiligten hatte. Ineson stellte Dagmer als pragmatischen und kampferprobten Strategen dar, der Theon zwar unterstützte, aber auch subtil manipulierte, um seine eigenen Ziele zu verfolgen.
2015 übernahm er die Hauptrolle des William im Horrorfilm „The Witch“ (2015), wo er einen streng religiösen Familienvater im Neuengland des 17. Jahrhunderts verkörperte. Diese Rolle festigte seinen Ruf als vielseitiger Schauspieler. Weitere bedeutende Rollen folgten in Filmen wie „The Green Knight“ (2021) und „The Tragedy of Macbeth“ (2021).
Ralph Ineson zeigte seine Vielseitigkeit in verschiedenen Genres. In „Ready Player One“ (2018) spielte er Rick, einen Antagonisten in einer dystopischen Zukunft. In „The Ballad of Buster Scruggs“ (2018) trat er als geheimnisvoller Charakter im Segment „Near Algodones“ auf.
2019 verkörperte er General Nikolai Tarakanov in der Miniserie Chernobyl (2019), einem sowjetischen Offizier, der mit den Folgen der Nuklearkatastrophe kämpft. Seine Darstellung wurde für ihre Authentizität und Tiefe gelobt. In „The Northman“ (2022) spielte er eine Nebenrolle als Kapitän Volodymyr.
Neben der Schauspielerei ist Ralph Ineson auch als Synchronsprecher tätig. Er lieh seine Stimme Charakteren in Videospielen wie „Assassin's Creed IV: Black Flag“ als Charles Vane und „Final Fantasy XVI“ als Cidolfus Telamon. Seine markante Stimme wurde auch in Dokumentationen und Werbespots eingesetzt. In „Diablo IV“ sprach er die Figur Lorath Nahr.
Ralph Ineson war in mehreren Werbekampagnen zu sehen und zu hören. Besonders bekannt ist seine Stimme in den Werbespots für „Dacia“, die in Großbritannien ausgestrahlt wurden. 2024 sprach er in einem Spot für „Prostate Cancer UK“ die Rolle eines Grills.
Ralph Ineson ist seit 2003 mit Ali Milner verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. Die Familie lebt in Southfields, London.
Ineson ist ein begeisterter Fan des Fußballvereins Leeds United und unterstützt den Club regelmäßig. Ein interessanter Fakt ist, dass er vor seiner Schauspielkarriere als Lehrer und Crickettrainer tätig war. Zudem ist seine Stimme so markant, dass sie in vielen Werbespots und Dokumentationen eingesetzt wird.