Philip Froissant

Philip Froissant gewann 2023 den Deutschen Fernsehpreis für seine Rolle als Kaiser Franz Joseph in Die Kaiserin. Neben Deutsch, Englisch und Französisch beherrscht er Bairisch, Berlinerisch und Wienerisch, als Kaiser von Österreich war also wenigstens der Dialekt kein Problem.

Biografie von Philip Froissant

Philip Froissant kommt im oberbayerischen Bad Tölz zur Welt, seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Franzose. Neben Deutsch spricht er Englisch und Französisch, dazu beherrscht er Bairisch als Dialekt seiner Heimat sowie Berlinerisch und Wienerisch. Außerdem singt er, sowohl Chansons als auch klassisch.

Seine ersten Schritte auf der Bühne macht er 2017 am Jungen Residenztheater in München in „Lilja 4-ever“, einer Bühnenfassung des Films von Lukas Moodysson. Danach spielt er weiter an Münchner Bühnen, unter anderem an den Münchner Kammerspielen.

Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule

Von 2018 bis 2022 studiert Philip Froissant an der Otto-Falckenberg-Schule in München, einer der bekanntesten Schauspielschulen im deutschsprachigen Raum. Schon während des Studiums kommen erste Rollen vor der Kamera dazu, darunter der Film „Grrrl“ (2020).

Die Ausbildung ist noch nicht abgeschlossen, als ihn Netflix für zwei große Produktionen besetzt. Beide entstehen zwischen 2020 und 2022 und machen ihn binnen kurzer Zeit einem internationalen Publikum bekannt.

Der Thriller „Schwarze Insel“

Seine erste große Filmrolle spielt Philip Froissant in dem Netflix-Thriller „Schwarze Insel“ (2021). Als Jonas Hansen spielt er einen jungen Mann, der auf einer Nordseeinsel lebt und dort zur Schule geht. Als eine neue Lehrerin auf die Insel kommt, interessiert sie sich auffällig für ihn, und Jonas ahnt bald, dass hinter ihrer Zuwendung etwas Dunkles steckt.

Der Film erscheint im August 2021 weltweit bei Netflix. Damit ist Froissant schon einem breiten Publikum bekannt, als die Dreharbeiten zu seiner nächsten großen Rolle beginnen.

Kaiser Franz in „Die Kaiserin“

In Die Kaiserin (2022-2026) spielt Philip Froissant Franz Joseph von Österreich-Ungarn, den jungen Kaiser von Österreich. Franz soll die bayerische Herzogin Helene heiraten, verliebt sich aber in ihre jüngere Schwester Elisabeth, gespielt von Devrim Lingnau. Als Herrscher will er sein Reich aus dem Krimkrieg heraushalten und muss sich dabei gegen seine Mutter Sophie und seinen ehrgeizigen Bruder Maximilian durchsetzen.

In der zweiten Staffel verliert Franz seine kleine Tochter Sophie und zieht am Ende selbst in den Krieg gegen Frankreich und Piemont. Die dritte und letzte Staffel startet im November 2026 und zeigt ihn als traumatisierten Mann, der nach dem Krieg seine Frau zurückweist und eine Affäre beginnt.

Für seine Darstellung des Kaisers gewinnt Philip Froissant 2023 den Deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler. Die erste Staffel wird im selben Jahr mit dem International Emmy als beste Dramaserie ausgezeichnet.

„Eine Billion Dollar“ und Kino mit Christian Petzold

In der Serie Eine Billion Dollar (2023) nach dem Roman von Andreas Eschbach spielt Philip Froissant die Hauptrolle. Die Serie erzählt von einem jungen Fahrradkurier, der unerwartet ein Vermögen von einer Billion Dollar erbt und damit zum Spielball mächtiger Interessen wird.

2025 ist er in „Miroirs No. 3“ von Christian Petzold an der Seite von Paula Beer und Barbara Auer im Kino zu sehen. Für 2026 ist der Film „Die Akte Elisabeth Käsemann“ angekündigt, außerdem steht er für den Kurzfilm „Parapapa“ vor der Kamera.

Philip Froissant Privatleben

Philip Froissant lebt in München. Über sein Privatleben spricht er in der Öffentlichkeit nicht, ob er in einer Beziehung lebt, ist nicht bekannt.

Durch seine Eltern wächst er mit der deutschen und der französischen Kultur auf, was sich auch in seinem Namen zeigt. Bevor er den Kaiser spielte, stand er am Jungen Residenztheater auf der Bühne, das in der Münchner Residenz liegt, dem früheren Sitz der Wittelsbacher, aus deren Familie auch die echte Sisi stammte.

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