Als erste afroamerikanische Darstellerin erhielt sie 1977 einen Emmy als beste Nebendarstellerin in einer Serie für ihre Rolle der Matilda in der Serie Roots. Die 1942 geborene Darstellerin verstarb im Januar 2018 in ihrer mexikanischen Wahlheimat.
Geboren wurde sie 1942 in Memphis, Tennessee. Nach einer Ausbildung als Schauspielerin in New York und London erwarb sie einen Master-Abschluss der Universität von Minnesota, mit Skandinavistik im Nebenfach.
Ihr Kameradebüt gab sie 1969 in der Seifenoper „Springfield Story“. Die große Aufmerksamkeit stellte sich dann 1977 mit eben jener Rolle in der bekannten Miniserie ein, doch auch wenn sich die Darsteller über Preise und mehr als 100 Millionen Zuschauer freuen durften, größere Rollenangebote folgten nicht. „Ich dachte, dass 'Roots' ein Segen für alle schwarzen Darsteller und Darstellerinnen sein würde“, sagte sie 1977 in einem Interview. „Doch das war nicht der Fall. Mein Telefon legte nicht kurz danach los. Und ich denke auch nicht, dass es vielen anderen geholfen hat.“
Dennoch schaffte es Olivia Cole immer wieder, aufsehenerregende Rollen zu ergattern. Unter anderem durfte sie sich 1979 über eine weitere Emmy-Nominierung für die Rolle in der Miniserie „Backstairs at the White House“ freuen. Immer wieder war sie als wiederkehrender Gast in namhaften Serien zu sehen, darunter „Brewster Place“ und „L.A. Law“. 1995 ging sie nach einer Gastrolle in „Mord ist ihr Hobby“ in Rente von der Mattscheibe.
Er verstarb im vergangenene Dezember. 2008 kehrte sie für einen Auftritt als Momma T in dem Film „First Sunday“ zurück vor die Kameras.
Sie verstarb am 19. Januar in ihrer Wahlheimat in Mexiko, über die ein Freund von ihr der New York Times sagte: „Wenn man mit ihr die Straße entlang ging, begrüßten sie immer rund 15 Leute, ich denke, sie kannte jeden in der Stadt.“
Ihre einzige Ehe ging sie mit Richard Venture ein, die beiden waren von 1971 bis 1984 verheiratet. Sie lebte die letzten 35 Jahre ihres Lebens in San Miguel de Allende, einer Stadt mit großer Künstlercommunity in Mexiko. Dort hob sie einen erfolgreichen Shakespeare-Club aus der Taufe und hatte ein aktives Sozialleben mit großem Freundeskreis.