Martin Freeman wurde als Darsteller von Dr. John Watson in der Serie Sherlock berühmt. Viele Kinogänger kennen ihn jedoch auch aus den Filmen der Hobbit-Triologie.
Er ist das jüngste von fünf Kindern. Er wächst in Hampshire, im Süden Großbritanniens auf. Sein Vater Geoffrey ist ein Marineoffizier, der sich von der Mutter Philomena trennt, als Martin ein Kind ist. Im Alter von zehn Jahren verliert Martin Freeman seinen Vater aufgrund eines Herzinfarkts und zieht daraufhin zurück zu seiner Mutter und seinem Stiefvater. Viele Mitglieder seiner Familie zieht es ins künstlerische Fach, sein Bruder Tim Freeman ist in den 80er Jahren Mitglied einer Kunst-Pop-Gruppe, sein anderer Bruder, Jamie, ist Musiker und Web Designer, ein Cousin, Ben Norris, ist Stand Up-Komiker.
Der Schauspieler wird römisch-katholisch erzogen und obwohl seine Familie nicht strikt gläubig ist, prägt ihn diese Erziehung nach eigenen Angaben sehr. Als Kind muss Martin Freeman eine Hüftoperation über sich ergehen lassen.
Freeman tritt im Alter von 15 Jahren einer Jugend-Theatergruppe bei, aber erst ein paar Jahre später traut er sich eine Karriere in diesem Bereich zu. Er besucht die Central School of Speech and Drama in London.
Seine ersten Schritte auf der Mattscheibe macht der Darsteller in kurzen Serienauftritten, darunter Gastrollen in The Bill und This Life im Jahr 1997. 2000 gehört er zum Cast der britischen Sketch-Comedy Bruiser. Im selben Jahr beehrt er die britisch-belgische Serie „Lock, Stock...“ für zwei Episoden. Daran schließt sich eine kleine Rolle in dem britischen Film „The Low Down“ an und ein kurzer Auftritt in der ebenfalls britischen Serie Black Books.
Mit dem Jahr 2001 werden die Rollen für Martin Freeman größer. So ergattert er eine wichtige Rolle in dem Film „Men Only“ an der Seite von Stephen Moyer. Auch bei der Fernsehversion BBC-Sitcom „World of Pubs“ ist er 2001 mit von der Partie.
Einen Schritt über den großen Teich macht er im Jahr 2002 für den Sacha Baron Cohen-Film „Ali G in da House“, in dem er als Ricky C auftritt.
Es folgen Auftritte in TV-Serien und -Filmen, darunter Helen West und „The Debt“.
In dem Liebesfilm „Love Actually“ mit Hugh Grant und Emma Thompson erscheint er in der Rolle des John, der als Lichtmodell bei Erotik-Filmen arbeitet und auf diesem Wege Judy (Joanna Page) kennenlernt.
2001 ergattert er eine Hauptrolle als Tim Canterbury in der UK-Comedy-Serie The Office UK an der Seite von Ricky Gervais. Zwei Jahre später ist er als Lord Shaftesbury in der historischen Mini-Serie „Charles II: The Power & the Passion“ zu sehen.
Eine kleine Rolle ohne Text hat Martin Freeman in der Horror-Komödie „Shaun of the Dead“ (2004). Eine Serienhauptrolle bekommt er als Mike in Hardware. Viele Fans kann er sicher mit seiner Rolle des Arthur Dent in dem Erfolgsfilm „The Hitchhiker's Guide to the Galaxy“ (2005) („Per Anhalter durch die Galaxie“) gewinnen.
Im Jahr 2005 übernimmt er die Hauptrolle in der BBC-Serie The Robinsons. Die nächsten Jahre stehen ganz im Zeichen des Films für Martin Freeman. Dazu gehören Rollen in „Confetti“, „Breaking & Entering“, „The Good Night“, „The All Together“ sowie „Hot Fuzz“.
Eine kurze Rückkehr in die Serienwelt unternimmt er im Jahr 2009 mit der Mini-Serie Boy Meets Girl, um sich anschließend wieder der großen Leinwand zuzuwenden. Zu seinen Filmen dieser Zeit gehören „Nativity!“ und „Swinging with the Finkels“.
2010 landet er die Rolle des Dr. Watson in der britischen Serie Sherlock.
Im Oktober 2010 wird öffentlich, dass Martin Freeman für die Rolle des Bilbo Baggins in der Filmreihe „The Hobbit“ vorgesehen war, allerdings aufgrund von Terminproblemen mit der Serie Sherlock absagen musste. Weniger Wochen später ist ein Konsens gefunden und Regisseur Peter Jackson sagt in diesem Zusammenhang, dass es für ihn nie einen anderen Bilbo gegeben hätte. Die Filmreihe „The Hobbit“ umfasst drei Filme, „An Unexpected Journey“, „The Desolation of Smaug“ und „There and Back Again“.
2014 spielt er in der Anthologie-Serie Fargo als Lester Nygaard mit. Es folgt die Rolle des Phil Rask in der Serie StartUp. Außerdem ist er Teil des Marvel Cinematic Universe, wo er die Figur Everett Ross spielt in in „Captain America: Civil War“ oder „Black Panther“ zu sehen ist.
Martin Freeman ist mit der Schauspielerin Amanda Abbington liiert und hat zwei Kinder mit ihr. Martin Freeman ist Vegetarier.