Luke Hemsworth
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Luke Hemsworth

Luke Hemsworth spielt in The Terminal List: Dark Wolf und der zweiten Staffel von The Terminal List den skrupellosen CIA-Mann Jules Landry, nachdem er zuvor über vier Staffeln den Sicherheitschef in Westworld gab. Als ältester der drei Brüder stand er zwar als Erster vor der Kamera, muss für einen gemeinsamen Film mit Chris Hemsworth aber nach eigener Aussage rund zwei Jahre Vorlauf einplanen.

Biografie von Luke Hemsworth

Luke Hemsworth wurde in Melbourne geboren und wuchs als ältester von drei Brüdern auf. Die beiden Jüngeren kennt inzwischen fast jeder, denn auch Chris Hemsworth und Liam Hemsworth stehen vor der Kamera.

Luke war allerdings der Erste in der Familie, der eine Rolle im Fernsehen bekam. Sein Handwerk lernte er an der Schauspielschule NIDA in Sydney, die als die bekannteste des Landes gilt.

Karrierebeginn in Australien

Seine Karriere begann 2001 mit der Rolle des Nathan Tyson in der Seifenoper „Neighbours“, in der er bis 2002 in zehn Episoden einen jungen Fußballspieler verkörperte. Der Teenager kämpft dort mit den typischen Problemen des Erwachsenwerdens und mit dem Druck, sportlich zu bestehen.

2008 kehrte er in einer neuen Rolle als John Carter für drei weitere Episoden in die Serie zurück. Dazwischen sammelte er Gastauftritte in „The Saddle Club“ (2003), in zwei Episoden von „Blue Heelers“ (2004) und in drei Episoden von „Last Man Standing“ (2005).

Es folgten kleinere Einsätze in „All Saints“, „Satisfaction“ und „Winners & Losers“. 2012 spielte er in der Miniserie „Bikie Wars: Brothers in Arms“ den Rocker Gregory Campbell, genannt Shadow, der in einen blutigen Bandenkrieg gerät.

Vom Parkett zurück vor die Kamera

Nach den ersten Rollen legte Luke die Schauspielerei vorübergehend auf Eis, weil die junge Familie ein festes Einkommen brauchte. Er lernte das Handwerk des Bodenlegers, gründete eine eigene Firma und baute sie über mehrere Jahre auf.

Erst als er das Geschäft verkaufte, setzte er wieder ganz auf die Schauspielerei, ein riskanter Schritt mit kleinen Kindern zu Hause. Den Ausschlag gab nach eigener Aussage sein Bruder Chris, dessen schneller Aufstieg ihm klar vor Augen führte, was er selbst wollte.

Für den Umzug in die USA sparte er unter anderem als Fitnesstrainer am Londoner Set von „Thor: The Dark World“, wo er kurzfristig für den Trainer seines Bruders einsprang. Eine Qualifikation dafür hatte er nicht, aber weil er schon immer viel trainierte, war die Zusage für ihn „keine große Überlegung“.

Erste Kinofilme

2014 startete Lukes Filmkarriere gleich mit drei Produktionen. In „The Anomaly“ spielte er den Agenten Richard Elkin, der in eine Verschwörung verwickelt ist, und in „The Reckoning“ ermittelte er als Detective Jason Pearson.

Im schwarzhumorigen Thriller „Kill Me Three Times“ verkörperte er den Mechaniker Dylan Smith, der in kriminelle Machenschaften hineingezogen wird. Danach folgten die Science-Fiction-Filme „Infini“ (2015) über eine Rettungseinheit auf einer fernen Raumstation und „The Osiris Child“ (2016), in dem er den Gefangenen Travek spielte.

Durchbruch mit „Westworld“

Kurz nach dem Umzug nach Los Angeles bekam Luke die Hauptrolle in einem Pilotfilm, wurde aber nach wenigen Probetagen wieder entlassen, weil er angeblich nicht authentisch genug nach New York klang. Er dachte bereits über eine Rückkehr nach Australien nach, als ihn die HBO-Serie Westworld (2016-2022) besetzte.

Als Ashley Stubbs leitet er die Sicherheit des Themenparks und sorgt dafür, dass Gäste unversehrt bleiben und auffällige Hosts schnell eingesammelt werden. Stubbs ist pflichtbewusst und wortkarg und hält sich aus den Machtkämpfen im Konzern lieber heraus.

In der ersten Staffel sucht er im Auftrag von Theresa Cullen nach einem verschwundenen Host und gerät in einen Hinterhalt der Ghost Nation. Später zeigt sich, dass er selbst ein Host ist, den Dr. Robert Ford zum Schutz von Bernard Lowe gebaut hat, und er bleibt bis zur vierten Staffel an Bord.

Von Wild Bill Hickok bis Thor

Im Western „Hickok“ (2017) übernahm Luke die Titelrolle des Revolverhelden Wild Bill Hickok, der sich als Marshal in Abilene behaupten muss. In „Crypto“ (2019) verkörperte er Caleb Duran, den Bruder eines Ermittlers, der in einer Kleinstadt einer Geldwäsche auf die Spur kommt.

In „Thor: Ragnarok“ (2017) tauchte er in einem Gastauftritt als Schauspieler auf, der in einem Theaterstück in Asgard den Gott Thor darstellt. Neben ihm spielten Matt Damon als falscher Loki und Sam Neill als falscher Odin.

In „Thor - Love and Thunder“ (2022) wiederholte er die Rolle, diesmal mit Melissa McCarthy als Hela an seiner Seite. Der älteste Bruder spielt damit eine Parodie auf die bekannteste Rolle des mittleren.

Vom Drama bis zum Actionfilm

Im Drama „Bosch & Rockit“ (2022) spielte er den kleinen Marihuana-Dealer Bosch, der mit seinem Sohn eine scheinbare Urlaubsfahrt entlang der Küste unternimmt. In Wahrheit sind beide auf der Flucht, denn Bosch muss sich einem korrupten Polizisten aus seiner Vergangenheit stellen.

In der Comedyserie Young Rock spielte er 2021 in zwei Episoden den Trainer Erickson, in „Next Goal Wins“ (2023) hatte er eine Nebenrolle als Keith. In „Bad Hombres“ (2023), den er auch als ausführender Produzent begleitete, verkörperte er den psychopathischen Kriminellen Donnie, der zwei Männer für einen schmutzigen Auftrag anheuert.

Action mit Liam Hemsworth und Russell Crowe

Im Kriegsthriller „Land of Bad“ (2024) stand er gemeinsam mit seinem Bruder Liam vor der Kamera. Als Sergeant Abel gehört er zu einem Team der Delta Force, das im feindlichen Gebiet in einen Hinterhalt gerät und auf den Drohnenpiloten Reaper angewiesen ist, gespielt von Russell Crowe.

Im selben Jahr übernahm er in „Gunner“ die Titelrolle des Kriegsveteranen Lee Gunner, der nach einer Haftstrafe seine Söhne zurückgewinnen will und auf ein verstecktes Drogenlabor stößt. Mit Morgan Freeman an seiner Seite muss er die entführten Jungen aus den Händen der Kriminellen befreien.

Im Kampfsportdrama „Beast“ (2026) arbeitete er erneut mit Crowe zusammen, der das Drehbuch mitgeschrieben hat. Luke spielt Gabriel Stone in der Geschichte eines früheren Champions, der für einen letzten Kampf in den Käfig zurückkehrt, und betonte bei der Premiere, wer von Leuten wie Crowe nicht lerne, würde „eine große Chance verpassen“.

Jules Landry in „The Terminal List“

In der Vorgeschichte The Terminal List: Dark Wolf, die ab dem 27. August 2025 bei Prime Video lief, spielt Luke den CIA-Mann Jules Landry. Der selbstverliebte Agent arbeitet später als freier Auftragnehmer und verbirgt hinter seiner muskulösen Fassade eine gefährlich instabile Persönlichkeit.

In den sieben Episoden holt Jules in Budapest Mohammed Farooq aus einer brenzligen Lage und gibt sich später an der Seite von Ben Edwards, gespielt von Taylor Kitsch, als Kurier eines Terrornetzwerks aus. Luke beschrieb die Rolle als „legalisierten Wahnsinn“, weil er als Schauspieler die Erlaubnis bekomme, verrückt zu sein.

Seit dem 21. Oktober 2026 ist er in der zweiten Staffel der Hauptserie The Terminal List erneut als Jules Landry zu sehen. Dort gehört er zum CIA-Team, das in Marokko und Beirut nach Mo sucht, und James Reece, gespielt von Chris Pratt, begegnet ihm von Anfang an mit Misstrauen.

Jules setzt dabei vor allem auf psychologische Kriegsführung und hält jeden anderen für genauso verdorben wie sich selbst. Luke reizte nach eigener Aussage die Frage, ob man das Publikum dazu bringen kann, einen grundsätzlich schrecklichen Menschen zu mögen.

Krokodile in „Deadloch“

In der zweiten Staffel der Krimikomödie Deadloch, die am 20. März 2026 startete, zieht die Handlung von Tasmanien in die Gegend um Darwin. Luke spielt dort den exzentrischen Jason Wade, dem der Tierpark „Jason Wade's Land of Crocs and Other Animals“ gehört.

Wade ist zugleich Star seiner eigenen Abenteuershow „Jason Wade's Adventures Down Under“, in der er sich als furchtloser Krokodilbändiger inszeniert. Die Serienschöpferinnen Kate McLennan und Kate McCartney nannten die Besetzung nach seiner Verpflichtung schlicht „perfekt“.

Werbung mit Luke Hemsworth

2018 machte „Tourism Australia“ mit angeblichen Trailern zu einer Fortsetzung von „Crocodile Dundee“ von sich reden, die sich beim Super Bowl als Werbespot entpuppten. Den Hauptspot bestritten Chris Hemsworth, Margot Robbie und Danny McBride.

Im Oktober 2018 folgte die Fortsetzung der Kampagne mit Luke als Führer über das angebliche Filmset, das für den nie gedrehten Film errichtet wurde. Der Spot gehörte zu einer Werbeoffensive über 36 Millionen australische Dollar, die mehr Urlauber aus den USA anlocken sollte, und die Marketingchefin nannte seine Besetzung „ein Kinderspiel“.

Luke Hemsworth Privatleben

Luke ist seit 2007 mit Samantha verheiratet, das Paar hat vier Kinder namens Holly, Ella, Harper und Alexandre. Nach rund sieben Jahren in Los Angeles zog die Familie 2020 zurück nach Australien.

Interesse an der Schauspielerei haben nach seinen Worten alle Kinder gezeigt, doch ausgerechnet das jüngste Kind will unbedingt vor die Kamera, was er ihm eher auszureden versucht. Die älteste Tochter singt dafür so gut, dass sie nach seiner Einschätzung eher bei der Musik bleiben wird.

Ein gemeinsamer Film der drei Brüder steht schon lange auf seiner Wunschliste, scheitert aber an ganz praktischen Problemen. Chris müsse man dafür etwa zwei Jahre im Voraus buchen, scherzte Luke, und schon sich gegenseitig zum Anschauen der eigenen Arbeiten zu bewegen, sei unter den Brüdern „der eigentliche Kampf“.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.515 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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