Lou Ferrigno wurde durch seine ikonische Rolle als grüner Hulk in The Incredible Hulk bekannt und beeindruckte nicht nur mit Muskeln, sondern auch mit Ausdauer in Hollywood.
Lou Ferrigno wuchs in Brooklyn auf und erlitt im Kindesalter eine Ohreninfektion, die zu einem dauerhaften Hörverlust von 75% führte.
Inspiriert von Comic-Helden wie Hulk und Spider-Man begann er im Alter von 13 Jahren mit dem Gewichtstraining. Da er sich keine professionellen Gewichte leisten konnte, fertigte er eigene aus einem Besenstiel und mit Zement gefüllten Eimern an. Nach dem Abschluss der St. Athanasius Grammar School besuchte er die Brooklyn Technical High School.
Nach seinem High-School-Abschluss gewann Lou Ferrigno 1971 den IFBB Mr. America-Titel und wurde 1973 jüngster Gewinner des IFBB Mr. Universe. 1974 belegte er den zweiten Platz beim Mr. Olympia-Wettbewerb und wurde im folgenden Jahr Dritter.
Seine Versuche, Arnold Schwarzenegger zu übertreffen, wurden im Dokumentarfilm „Pumping Iron“ festgehalten, der ihn international bekannt machte.
Trotz dieser Erfolge reichte das Preisgeld nicht aus, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, weshalb er zeitweise als Schlosser arbeitete. In den frühen 1990er Jahren kehrte er zum Bodybuilding zurück und nahm 1992 und 1993 erneut am Mr. Olympia teil, bevor er sich 1995 endgültig vom Wettkampf zurückzog.  
Seinen größten Bekanntheitsgrad erreichte Lou Ferrigno durch die Darstellung des Hulk in der Fernsehserie The Incredible Hulk, die zwischen 1978 und 1982 lief und in füfn Staffeln auf 82 Episoden kam. In dieser Rolle verkörperte er den grünen Riesen, während Bill Bixby den Wissenschaftler David Banner spielte. Die Serie zeigte die tragische Geschichte eines Mannes, der auf der Suche nach einem Heilmittel für seine unkontrollierbare Wut ist, die ihn in das monströse Wesen verwandelt.
Anno 1983 spielte er die Titelrolle in dem Film „Hercules“, einer Neuinterpretation des klassischen Mythos, in der er den legendären Helden darstellte, der sich epischen Herausforderungen stellt.
Im Jahr 1989 übernahm er die Rolle des Sinbad in „Sinbad of the Seven Seas“ (1989), einem Fantasy-Abenteuer, das auf den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht basiert.
In den folgenden Jahren hatte Lou Ferrigno zahlreiche Gastauftritte in verschiedenen Serien und Filmen. Er trat in Shows wie The Fall Guy und The New Mike Hammer auf und hatte eine wiederkehrende Rolle in der Sitcom King of Queens, wo er sich selbst spielte.
Im Jahre 2003 hatte er einen Cameo-Auftritt als Sicherheitsbeamter in dem Marvel-Film „Hulk“ (2003), einer Neuverfilmung des Hulk-Stoffes.
Auch in Werbespots trat er auf:
Lou Ferrigno ist seit 1980 mit Carla Ferrigno verheiratet, und das Paar hat drei Kinder: Shanna Ferrigno, Brent Ferrigno und Lou Ferrigno Jr. Trotz seines Hörverlusts entwickelte er eine beeindruckende Karriere und wurde zu einer Inspiration für viele Menschen mit Behinderungen.
Neben seiner Schauspiel- und Bodybuilding-Karriere arbeitete er auch als persönlicher Fitnesstrainer und half zahlreichen Klienten, ihre körperlichen Ziele zu erreichen.