Linda Lavin
Linda Lavin besucht die 2022 Roundabout Theatre Company Gala im Ziegfeld Ballroom am 06. März 2023 in New York City. Foto: M10s TheNews2
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Linda Lavin

Linda Lavin wurde vor allem durch ihre Rolle als Alice in der Sitcom Alice bekannt, in der sie eine alleinerziehende Mutter mit viel Herz und Durchsetzungsvermögen spielte. Wenn Linda Lavin eine Suppe wäre, hätte sie vermutlich genauso viel Würze, Charme und 70er-Jahre-Flair wie eine Szene aus Alice. Ein wenig bekannter Fakt: Sie besaß zeitweise ein Restaurant in New York, das von Kritikern gelobt wurde.

Biografie von Linda Lavin

Linda Lavin wurde in Portland geboren. Ihre Eltern, beide musikalisch begabt, förderten früh ihr Interesse an den darstellenden Künsten. Bereits im Alter von fünf Jahren stand sie erstmals auf der Bühne.

Nach dem Abschluss der High School schrieb sie sich am College of William and Mary in Virginia ein. Dort vertiefte sie ihr Studium in Theaterwissenschaften und schloss 1959 mit einem Bachelor of Arts ab. Während ihrer College-Zeit sammelte sie umfangreiche Bühnenerfahrungen und erhielt ihre Mitgliedschaft in der „Actors' Equity Association“.

Anfänge der Karriere

Nach ihrem Umzug nach New York City in den frühen 1960er Jahren begann Linda Lavin, sich in der Theaterszene einen Namen zu machen. Sie trat in Off-Broadway-Produktionen auf und zeigte ihr musikalisches Talent in verschiedenen Musicals. 1966 erhielt sie eine bemerkenswerte Rolle in dem Musical „It's a Bird… It's a Plane… It's Superman“, in dem sie das Lied „You've Got Possibilities“ interpretierte.

1969 wurde sie für ihre Leistung in „Last of the Red Hot Lovers“ für einen Tony Award nominiert.

Durchbruch mit der Sitcom "Alice"

1976 erhielt Linda Lavin die Hauptrolle in der Fernsehserie Alice (1976-1985), die auf dem Film „Alice Doesn't Live Here Anymore“ von 1974 basierte. In der Serie verkörperte sie Alice Hyatt, eine verwitwete Mutter, die in einem Diner arbeitet, um ihren Sohn zu unterstützen. Ihre Darstellung machte sie landesweit bekannt und brachte ihr zwei Golden Globe Awards in den Jahren 1979 und 1980 ein. Zudem wurde sie 1979 für einen Primetime Emmy Award nominiert. Während der neun Staffeln der Serie trat sie in über 200 Episoden auf.

Weitere Fernsehauftritte

Nach dem Ende von „Alice“ setzte Linda Lavin ihre Fernsehkarriere mit verschiedenen Rollen fort. In der Sitcom Room for Two (1992-1993) spielte sie die Rolle der Edie Kurland, einer Mutter, die mit ihrer Tochter zusammenlebt. Sie hatte auch Gastauftritte in Serien wie The Sopranos (1999-2007), Law & Order: Criminal Intent (2001-2011) und The OC (2003-2007). In der Serie B Positive (2020-2022) übernahm sie die Rolle der Norma, einer Bewohnerin eines Pflegeheims, und trat in 34 Episoden auf.

Kurz vor ihrem Tod trat Linda Lavin als Sybil in der Serie Mid-Century Modern auf. Ihr Tod wurde in der Serie gewürdigt.

Filmkarriere

Neben ihrer Arbeit im Fernsehen war Linda Lavin auch in verschiedenen Filmen zu sehen. In „The Muppets Take Manhattan“ (1984) hatte sie einen denkwürdigen Auftritt als Ärztin, die Kermit behandelt. Weitere Filmrollen umfassten Auftritte in „The Back-up Plan“ (2010), „Wanderlust“ (2012) und „The Intern“ (2015). In „Being the Ricardos“ (2021) spielte sie die ältere Version von Madelyn Pugh, einer der ersten weiblichen Autorinnen des Fernsehens.

Theaterarbeiten und Auszeichnungen

Linda Lavin kehrte regelmäßig zum Theater zurück und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Bühnenarbeiten. 1987 gewann sie den Tony Award als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in „Broadway Bound“ von Neil Simon. Sie erhielt weitere Tony-Nominierungen für ihre Auftritte in „The Tale of the Allergist's Wife“ (2000) und „The Lyons“ (2012).

Linda Lavin Privatleben

Linda Lavin war dreimal verheiratet. Ihre erste Ehe mit Ron Leibman endete 1981. 1982 heiratete sie den Schauspieler Kip Niven, den sie während der Dreharbeiten zu Alice kennengelernt hatte. Diese Ehe wurde 1992 geschieden.

2005 heiratete sie den Musiker und Künstler Steve Bakunas, mit dem sie bis zu ihrem Tod zusammenlebte. Gemeinsam gründeten sie das Red Barn Studio Theatre in Wilmington, North Carolina, und engagierten sich für die lokale Kunstszene. Obwohl sie keine eigenen Kinder hatte, war sie eine liebevolle Stiefmutter und unterstützte die Kinder von Kip Niven nach dem Verlust ihrer Mutter.

Linda Lavin starb am 29. Dezember 2024 in Los Angeles.

Nominierungen und Auszeichnungen für Linda Lavin

Jahr Auszeichnung Kategorie Titel Status
2015 Critics' Choice Television Award Best Guest Performer in a Drama Series Linda Lavin
2012 Tony Award Best Actress in a Play Linda Lavin
2010 Tony Award Best Actress in a Play Linda Lavin
2001 Tony Award Best Actress in a Play Linda Lavin
1998 Tony Award Best Featured Actress in a Play Linda Lavin
1987 Tony Award Best Actress in a Play Linda Lavin 🏆
1970 Tony Award Best Featured Actress in a Play Linda Lavin
Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.287 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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