Katharina Blaschke

Katharina Blaschke spielt seit 2005 in SOKO Wismar die Rechtsmedizinerin Dr. Helene Sturbeck und war vielen zuvor schon als Frau Dornfelder aus Um Himmels Willen bekannt. Nach eigener Schätzung hat sie vor der Kamera bereits rund 450 Leichen untersucht und schläft trotzdem wunderbar, weil die Täter in der Serie ja alle gefasst werden.

Biografie von Katharina Blaschke

Katharina Blaschke ist gebürtige Hamburgerin und legte ihr Abitur an einem humanistischen Gymnasium der Hansestadt ab. Wie viele ihrer Kollegen kam sie über das Schultheater zur Schauspielerei, das sie nach eigener Aussage regelrecht angefixt hat.

Für das Studium zog sie nach München und belegte an der Ludwig-Maximilians-Universität Theaterwissenschaft. Parallel schloss sie die Otto-Falckenberg-Schule ab, eine der renommiertesten Schauspielschulen des Landes.

Ausbildung mit Stimme und Körper

Neben dem Schauspiel bildete sich Blaschke an einer Schule für die Alexander-Technik aus, einer Methode für bewusste Haltung und Bewegung. Gesangsunterricht nahm sie unter anderem bei Wolfgang Büttner, was ihr später auf Musicalbühnen zugutekam.

Diese breite Ausbildung prägt ihre Arbeit bis heute. Sie wechselt mühelos zwischen Komödie, Musiktheater und Krimi und arbeitet sich für Rollen gern gründlich in fremde Fachgebiete ein.

Auf den großen Bühnen

Ihre Theaterlaufbahn führte sie an das Nationaltheater Mannheim, das Schillertheater Berlin sowie an das Deutsche Schauspielhaus und das Thalia Theater in Hamburg. Hinzu kamen Engagements am Deutschen Theater in München, an den Komödien in Düsseldorf und Dresden und am Markgräflichen Theater Bayreuth.

Bei den Barockfestspielen in Potsdam spielte sie die Göttin Juno als Sprechrolle in Vivaldis Oper „La Fida Ninfa“, eine Arbeit, bei der sie nach eigener Erinnerung vor Rührung oft auf der Seitenbühne stand. 2022 war sie im Hamburger Hansa-Theater im Musical „Cabaret“ zu sehen, 2024 in der Krimikomödie „Cluedo“ an der Komödie am Kurfürstendamm.

Kino und erste Serienrollen

Ihren ersten Kinofilm drehte Blaschke mit Marcus O. Rosenmüllers düsterer Krimikomödie „Der tote Taucher im Wald“ (2000), in der sie die Gattin des Schlachters spielte. Im selben Jahr stand sie für „Harte Jungs“ und „Gripsholm“ vor der Kamera.

Im Fernsehen gehörte sie von 2001 bis 2008 zur Besetzung von „Die Anstalt“, einer Serie über eine psychiatrische Klinik, in der sie in 27 Episoden auftrat. Gastrollen hatte sie unter anderem in „Ritas Welt“ (1999) und später in „Notruf Hafenkante“.

Frau Dornfelder und Cynthia Husen

Einem großen Publikum wurde sie als Frau Dornfelder in der ARD-Klosterserie „Um Himmels Willen“ bekannt, die sie ab 2008 bis zum Serienende 2021 immer wieder spielte. Ab 2009 kam die wiederkehrende Rolle der Cynthia Husen in „Der Landarzt“ hinzu, die sie bis 2013 übernahm.

Krimireihen blieb sie parallel treu. Sie spielte 2009 im Kieler Tatort „Borowski und die Sterne“, 2019 bei „Wilsberg“ und 2022 in „Ein starkes Team“, 2024 folgte ein Gastauftritt in „Die Kanzlei“.

Dr. Helene Sturbeck in „SOKO Wismar“

Seit 2005 gehört Blaschke zum Ensemble von SOKO Wismar. Zunächst trat ihre Figur als Notärztin auf, danach wurde Dr. Helene Sturbeck zur Rechtsmedizinerin, die im Obduktionssaal oft das entscheidende Puzzleteil eines Falls liefert.

Sturbeck erklärt Revierleiter Jan Reuter die Todesursachen mit großer Ruhe und unternimmt immer wieder Anläufe, ihn auch privat für sich zu gewinnen. Auf die Frage, warum sie stets allein im Obduktionssaal arbeitet, antwortete Blaschke trocken, wie sie Reuter sonst allein erwischen solle.

Die Zahl der untersuchten Leichen schätzt sie inzwischen auf rund 450. Für ihre Szenen liest sie Fachbücher und befragt ihren Bruder, der wie schon ihr Vater als Arzt arbeitet.

Katharina Blaschke Privatleben

Blaschke lebt in Berlin, ist aber oft in ihrer Heimatstadt Hamburg. An Wismar schätzt sie den Hafen, die Backsteingotik und den trockenen Humor der Menschen an der Küste.

Eigentlich lebt sie weitgehend vegetarisch, bei Matjesbrötchen in Wismar macht sie aber gern eine Ausnahme. Vom Ruhestand hält sie wenig, denn Schauspieler sterben nach ihrer Überzeugung in den Stiefeln, sofern man sie lässt.

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