Jeff Bridges ist lange Zeit dafür bekannt sich öfter den ein oder anderen Joint zu genehmigen. Vor allem in seinen Teenager-Jahren droht der Konsum von Marihuana aus dem Ruder zu laufen. Erst seit den Dreharbeiten zu „The Big Lebowski“ reduziert er den Gras-Genuss.
Das schauspielerische Talent ist Jeff Bridges sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Nicht nur, dass seine Eltern beide in der Branche aktiv sind, er steht bzw. liegt schon im Alter von vier Monaten zum ersten Mal vor der Kamera. An der Seite seiner Mutter Dorothy und seinem Bruder Beau Bridges macht der kleine Jeff die ersten Krabbelversuche im Showbusiness im Film „The Company She Keeps“. Einige Jahre später zieht sein Vater LLoyd Bridges gleich und flimmert zusammen mit seinen Söhnen in der Fernsehserie Abenteuer unter Wasser über die Mattscheibe.
Nach seinem Schulabschluss und dem Militärdienst bei der Küstenwache geht Jeff Bridges umgehend nach New York, um dort Schauspielunterricht zu nehmen und anschließend in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten. Schon nach ein paar Jahren wird klar, dass er der Talentierteste der Familie ist. Im Alter von 22 Jahren feiert Jeff seinen großen Durchbruch. Mit der Darbietung in der Tragikomödie „Die letzte Vorstellung“ erntete nicht nur viel Applaus, sie bescherte ihm zudem seine erste Oscarnominierung. Außerdem ist die Rolle des Duane Jackson mit den für ihn so typischen Charaktereigenschaften konnotiert, für die seine Fans ihn kennen und lieben lernen: draufgängerisch, schurkenhaft und meist unberechenbar. Seine natürliche Unbekümmertheit und sein immerwährendes Grinsen öffnen ihm die Türen zu reichlichen Engagements in den Folgejahren. Die bedeutsamsten unter ihnen sind die Filme „Fat City“, „In schlechter Gesellschaft“, „Der letzte Held Amerikas“ und „The Iceman Cometh“. 1974 erhält er seine nächste Oscarnominierung als draufgängerischer Kleinganove an der Seite von Clint Eastwood im Roadmovie „Die Letzten beißen die Hunde“.
Auch wenn ihn all diese Rollen nicht in die oberste Liga Hollywoods katapultieren, bleibt er weiterhin sehr beschäftigt. Vor allem in den 80er Jahren ist Jeff Bridges in so gut wie jedem Genre vertreten. Egal ob als Videospiel-Programmierer im Science-Fiction-Film „Tron“ (1982), als Alien mit ausdrucksloser Mine in „Starman“ (1984), als optimistischer Erfinder Preston Tucker in „Tucker - Ein Mann und sein Traum“ oder als sich abmühender Musiker an der Seite von Bruder Beau und Michelle Pfeiffer in „Die fabelhaften Baker Boys“ (1989), er versteht es mit seinen Rollen zu verschmelzen.
Endgültig Filmgeschichte schrieb Bridges Ende der 90er mit dem Coen-Brüder-Film „The Big Lebowski“. Noch heute huldigen Fans auf der ganzen Welt ihrem Helden, dem Dude, der sich von White Russians zu ernähren scheint. Seine vierte erfolglose Oscar-Nominierung erhält er für seine Darbietung in „Rufmord - Jenseits der Moral“. Zu seinen jüngsten Aufträgen gehören Rollen als Robert Downey Jr.s Erzfeind in „Iron Man“ (2008) und als Bill Django in „Männer, die auf Ziegen starren“. Im Alter von 60 Jahren trägt seine Arbeit endlich Früchte. Jeff Bridges wird für seine beeindruckende Darstellung des alkoholabhängigen Country Sängers Bad Blake verdientermaßen mit dem Oscar belohnt.
Es folgt die Neuauflage einer seiner bekanntesten Rollen aus der Anfangszeit seiner Karriere, nämlich die des Kevin Flynn in „Tron“ (2010). Der Western „True Grit - Vergeltung“ beschert ihm 2010 seine nächste Oscar-Nominierung. Fleißig wie Jeff ist, ruht er sich nicht lang aus und schließt sich dem Team von „Hüter der Erinnerung - The Giver“ und „Hell or High Water“ an.
Jeff Bridges heiratet 1977 Susan Geston, die er am Set von „Rancho Deluxe“ trifft. Inzwischen haben die beiden drei Töchter, Isabella (geboren 1981), Jessica (geboren 1983) und Hayley (geboren 1985).
Er ist leidenschaftlicher Hobbyfotograf und versucht sich in seiner Freizeit als Cartoon-Zeichner und Musiker.