Jasmin Savoy Brown
29. Juli 2026, West Hollywood, Kalifornien, USA: Jasmin Savoy Brown trifft zur Premiere von „Teenage Sex and Death at Camp Miasma" in der DGA ein.
© IMAGO/ZUMA Press Wire

Jasmin Savoy Brown

Jasmin Savoy Brown spielt seit 2021 die junge Taissa in Yellowjackets und gehört als Mindy Meeks-Martin zu den festen Gesichtern der Horrorreihe Scream. Wer nachts im Schlaf Erde isst und tagsüber Filmmördern die Regeln erklärt, muss sich vor der Unterwelt am Broadway jedenfalls nicht mehr fürchten.

Biografie von Jasmin Savoy Brown

Jasmin Savoy Brown ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Sängerin und Sprecherin, die in Alameda in Kalifornien zur Welt kommt. Aufgewachsen ist sie allerdings in Springfield im Bundesstaat Oregon, als Tochter eines afroamerikanischen Vaters und einer weißen Mutter mit irischen Wurzeln.

Ihre erste Rolle spielt sie bereits mit vier Jahren in einem Musical ihrer Kirchengemeinde, und von da an lässt sie die Bühne nicht mehr los. In ihrer Jugend singt sie im Oregon Children's Choir, steht bei der Upstart Crow Youth Theatre auf der Bühne und wirkt beim Portland Shakespeare Project mit. Daneben lernt sie Gitarre, Klavier und Geige.

Erste Rollen in Serien

Nach dem Schulabschluss zieht Brown nach Portland, um sich ganz auf die Schauspielerei zu konzentrieren. Vor der Kamera steht sie erstmals 2013 in einer Episode der Mysteryserie Grimm, die passenderweise in Oregon gedreht wird. Im selben Jahr folgt ein kurzer Auftritt in The Fosters.

2014 ist sie in einer Episode von Brooklyn Nine-Nine zu sehen und dreht kleinere Kinofilme wie „Laggies“ und „The Record Keeper“. Große Aufmerksamkeit bringen diese ersten Jahre noch nicht, wohl aber jede Menge Erfahrung an wechselnden Drehorten. Nebenbei steht sie weiter in Musicals und kleineren Theaterproduktionen auf der Bühne, bevor das Fernsehen endlich anklopft.

Durchbruch mit „The Leftovers“

Der Durchbruch gelingt ihr 2015 mit der Rolle der Evangeline Murphy, genannt Evie, in der HBO-Serie The Leftovers (2015-2017). In der zweiten Staffel lebt Evie mit ihrer Familie in der texanischen Kleinstadt Jarden, in der bei dem mysteriösen Massenverschwinden niemand verschwunden ist. Ausgerechnet dort verschwindet Evie eines Nachts zusammen mit zwei Freundinnen spurlos.

Die Suche nach den Mädchen treibt die Handlung der Staffel an und stellt die Bewohner der Stadt auf eine harte Probe. Erst spät stellt sich heraus, dass Evie ihre Familie freiwillig verlassen hat, um sich einer Sekte anzuschließen. Insgesamt spielt Brown in 13 Episoden mit, an der Seite von Justin Theroux und Carrie Coon.

Von „Stitchers“ bis „For the People“

2016 übernimmt sie in Stitchers die wiederkehrende Rolle der Nina und spielt in sieben Episoden mit. 2017 folgt ein Gastauftritt als Amanda Joseph in Grey's Anatomy. Im selben Jahr verkörpert sie in der Shakespeare-Serie Will die Dichterin Emilia Bassano, die in London um ihren Platz unter lauter Männern kämpft. Emilia gilt manchen Forschern als mögliche Muse hinter Shakespeares Sonetten, und die Serie spielt genüsslich mit dieser Vermutung. Nach nur einer Staffel ist dann allerdings Schluss.

Ihre erste feste Hauptrolle bekommt Brown 2018 in der Justizserie For the People (2018-2019) aus der Produktion von Shonda Rhimes. Als Allison Adams arbeitet sie als junge Pflichtverteidigerin am Bundesgericht für den südlichen Bezirk von New York. Allison ist ehrgeizig und idealistisch und muss doch lernen, dass vor Gericht nicht immer die Wahrheit gewinnt.

Parallel spricht sie Lena Freemaker in zwei Episoden der Animationsserie „Lego Star Wars: All-Stars“ und spielt 2018 in drei Episoden der Netflix-Serie „Love“ die junge Annie. Später leiht sie in Final Space der Figur Evra ihre Stimme.

Taissa in „Yellowjackets“

Seit 2021 spielt Brown in Yellowjackets die junge Taissa Turner, als Erwachsene wird die Figur von Tawny Cypress dargestellt. Taissa (jung) ist 1996 die ehrgeizigste Spielerin im Fußballteam der Wiskayok High School und hat ihr Leben samt Stipendium und Jurastudium bereits fest geplant. Nach dem Flugzeugabsturz in der kanadischen Wildnis drängt sie darauf, Hilfe zu holen, statt untätig auf Rettung zu warten.

Bald schlafwandelt Taissa, isst im Schlaf Erde und sieht einen Mann ohne Augen. Zugleich wächst ihre heimliche Liebe zu Van (jung), die bei einem Fußmarsch von Wölfen schwer verletzt wird. In der dritten Staffel übernimmt Taissa im Prozess gegen Coach Ben die Rolle der Anklägerin und zieht ausgerechnet die Karte, die sie zur Henkerin macht.

Die vierte und letzte Staffel startet am 20. November 2026 bei Paramount+, und Brown ist wieder mit dabei. Brown erzählt in Interviews, dass sie sich in Taissa wiederfindet, weil auch sie mit einer religiösen Erziehung und ihrer queeren Identität ringen musste.

Mindy in „Scream“

Im Kino wird Brown mit der Horrorreihe Scream einem großen Publikum bekannt. In „Scream“ (2022) spielt sie Mindy Meeks-Martin, die Nichte des Filmnerds Randy aus den ersten Filmen. Mindy hat das Wissen ihres Onkels geerbt und erklärt den anderen die Regeln der Fortsetzungen, während der Mörder mit der Maske umgeht.

In „Scream 6“ (2023) zieht Mindy mit ihrem Zwillingsbruder Chad, gespielt von Mason Gooding, nach New York und überlebt nur knapp einen Angriff in der U-Bahn. Für „Scream VII“ (2026) kehrt sie als einzige der vier jungen Hauptfiguren zurück, nachdem Jenna Ortega und Melissa Barrera ausgestiegen sind. Sie hoffe, dass die vier eines Tages wieder gemeinsam vor der Kamera stehen, und sei es erst in zwanzig Jahren.

Eine Hauptrolle übernimmt sie 2021 im Horrorfilm „Sound of Violence“. Darin spielt sie Alexis, die nach einem traumatischen Erlebnis ihr Gehör zurückgewinnt, Töne als Farben wahrnimmt und für ihre Musik schließlich zur Mörderin wird. 2023 folgt ein Gastauftritt im Thriller „Missing“, 2026 ist sie in der Horrorkomödie „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ zu sehen.

Videospiele und Broadway

Auch in Videospielen ist Brown aktiv, denn dort werden ihre Bewegungen ebenso aufgezeichnet wie ihre Stimme. In „Wolfenstein: Youngblood“ (2019) spielt sie mit Stimme und Körper die Hackerin Abby Walker, in „Spider-Man: Miles Morales“ (2020) die Erfinderin Phin Mason.

Am 1. September 2026 gibt sie ihr Debüt am Broadway und spielt im Musical „Hadestown“ die Eurydike an der Seite von Kayko als Orpheus. Das Stück hatte sie 2021 selbst vom obersten Rang aus gesehen, als die Theater nach der Pandemie wieder öffneten. Ihr Bühnenpartner habe ihr geholfen, die Angst vor dem Versagen zu überwinden, erzählt sie. Für die Zukunft ist zudem der Science-Fiction-Horrorfilm „Green Bank“ angekündigt, in dem sie neben Tatiana Maslany die Hauptrolle spielt.

Jasmin Savoy Brown Privatleben

Brown bezeichnet sich als queer und verwendet sowohl weibliche als auch geschlechtsneutrale Pronomen. Im März 2023 machte sie ihre Beziehung zu ihrer Partnerin Anouk mit gemeinsamen Fotos auf Instagram öffentlich, was unter Fans für reichlich Aufregung sorgte.

Neben der Schauspielerei macht sie Musik und veröffentlicht eigene Lieder wie „Orange Wine“ auf YouTube. Ihre Liebe zur Bühne stammt noch aus dem Kirchenmusical ihrer Kindheit, das sie bis heute als Startpunkt ihrer Karriere nennt. Eine kleine Ironie hat ihr Lebenslauf trotzdem, denn die Frau, die bei Yellowjackets nachts Erde isst, singt am Broadway nun ausgerechnet über eine hungrige junge Frau in der Unterwelt.

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