Isabelle Adjani, die Französin mit algerischen und deutschen Vorfahren, die in den frühen 70ern und 80ern zahlreichen Herren der Schöpfung schlaflose Träume bescherte, ergatterte mit der Rolle der Adèle Hugo in „L'histoire d'Adèle H.“ (1975) ihre erste Oscar-Nominierung und war damals die jüngste Hauptdarstellerin (heute die zweitjüngste), die nominiert wurde, mehr als ein Jahrzehnt später folgte die zweite für ihre Hauptrolle in „Camille Claudel“ (1988).
Auf den ersten Erfolg übernahm sie Rollen in Hollywoodfilmen wie „The Driver“ (1978) oder „Nosferatu: Phantom der Nacht“ (1979). Auch in deutschen Produktionen hat die Schauspielerin mitgewirkt, wie beispielsweise in der französischen Ko-Produktion „Possession“ (1981) oder „Die Bartholomäusnacht“ (1994). Neben Sharon Stone und Kathy Bates stand Adjani für den Thriller „Diabolisch“ (1996) vor der Kamera.
Anschließend erschien sie in weiteren Filmen, wie „Bon Voyage“ oder von der Kritik hochgelobten Literaturverfilmung „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ (2003), konnte aber nicht mehr an die Erfolge ihrer früheren Schaffensjahre anknüpfen. Erst 2010 überzeugte Adjani in „Heute trage ich Rock!“, mit dem sie einige Filmpreise und Kritikerlob erntete. Bis heute ist Isabelle Adjani die einzige Schauspielerin, die den französischen Filmpreis César fünf mal in Empfang nehmen konnte. In Frankreich wird sie im Sommer in dem Film „David et Madame Hansen“ (2012) zu sehen sein.
Adjani hat mit dem Kameramann Bruno Nuytten einen gemeinsamen Sohn. Der Vater ihres zweiten Sohnes ist der Schauspieler Daniel Day Lewis.