Glenn Close
Glenn Close als Patty Hewes in der Serie Damages.
© 2009 FX

Glenn Close

Schon die Kindheit des Damages-Stars wäre einen oscarnominierten Film wert. Als Glenn Close 13 Jahre alt war, eröffnete ihre Vater eine Klinik in dem afrikanischen Land, das heute als Zaire bekannt ist, und leitete sie für 16 Jahre. Die Schauspielerin und ihre Geschwister lebte abwechselnd in Afrika und in einem Schweizer Internat. Glenn Close besitzt mehrere Hunde und nimmt diese oft zu Filmsets mit. Während einer Theateraufführung in ihrer Jugend fiel sie aufgrund eines zu engen Korsetts in Ohnmacht.

Biografie von Glenn Close

Glenn Close wurde in Connecticut, geboren. Ihr Vater war ein renommierter und erfolgreicher Arzt, der häufig im Ausland tätig war. Nach der High School besuchte sie das College of William and Mary, wo sie ihr Talent für die Schauspielerei entdeckte. Erste Erfolge feierte sie auf der Theaterbühne, bevor sie sich dem Film und Fernsehen zuwandte.

Der Durchbruch im Film

In dem Film „Eine verhängnisvolle Affäre“ aus dem Jahre 1987 stellte sie Alex Forrest dar, eine Frau, deren obsessive Liebe zerstörerische Folgen hatte. Alex war intelligent, aber psychisch instabil, und ihr Verhalten eskalierte im Verlauf des Films.

Glenn Close erlangte internationale Bekanntheit durch ihre Rolle in dem FIlm„Gefährliche Liebschaften“ (1988), in der sie die Marquise de Merteuil spielte. Diese Figur war eine manipulative Aristokratin, die mit Intrigen und Machtspielen ihre Umgebung kontrollierte.

Ein weiterer Meilenstein war ihre Darstellung von Cruella de Vil in „101 Dalmatiner“ (1996), wo sie die exzentrische, aber gefährliche Antagonistin des Films spielte.

Erfolg im Fernsehen

Im Fernsehen erlangte Glenn Close besondere Aufmerksamkeit für ihre Rolle in Damages (2007–2012). Sie verkörperte Patty Hewes, eine brillante, aber skrupellose Anwältin, die keine Grenzen kannte, um ihre Ziele zu erreichen. Patty war ein komplexer Charakter, der sowohl Macht als auch moralische Grauzonen verkörperte.

In der Serie The Shield (2005) spielte sie Monica Rawling, eine Polizeichefin, die für Gerechtigkeit kämpfte, jedoch oft auf Widerstand stieß. Monica war eine mutige und entschlossene Figur, die trotz Rückschlägen niemals aufgab.

Ihre Vielseitigkeit zeigte sich auch in Tehran, wo sie als Special Agent ihre strategischen Fähigkeiten demonstrierte.

Spätere Filmkarriere

In „Albert Nobbs“ (2011) spielte Glenn Close die Titelrolle, eine Frau, die sich im 19. Jahrhundert als Mann ausgab, um arbeiten zu können. Diese Rolle war von tiefem emotionalem Schmerz und dem Streben nach Akzeptanz geprägt.

In „The Wife“ (2017) stellte sie Joan Castleman dar, die Ehefrau eines erfolgreichen Schriftstellers, die im Schatten ihres Mannes lebte. Joan war eine ruhige, aber starke Frau, die nach Jahrzehnten der Zurückhaltung ihre eigene Stimme fand.

Im FIlm „Hillbilly-Elegie“ verkörperte Close die Großmutter einer zerrütteten Familie, die mit harter Liebe und Pragmatismus ihre Familie zusammenhielt.

Engagement für die Bühne und andere Medien

Neben ihrer Arbeit in Film und Fernsehen blieb Glenn Close der Bühne treu und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Theaterarbeit. Sie war unter anderem in der Rolle der Norma Desmond im Musical „Sunset Boulevard“ zu sehen.

Auch als Produzentin war Glenn Close tätig, besonders bei Projekten, die sich mit sozialen und psychologischen Themen befassten. Ihr Engagement für die Rechte von Frauen und die psychische Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Karriere.

Glenn Close Privatleben

Glenn Close war dreimal verheiratet und ist Mutter einer Tochter, Annie. Ihre Tochter arbeitet ebenfalls als Schauspielerin und hat mit ihr zusammengearbeitet.

Close engagiert sich für wohltätige Zwecke, insbesondere im Bereich der psychischen Gesundheit. Sie lebt ein zurückgezogenes Leben und konzentriert sich auf ihre Familie und kreative Projekte.

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