Ein interessanter Fakt über Gary Lewis ist, dass er vor seiner Schauspielkarriere als Straßenreiniger und in einer Bibliothek arbeitete, bevor er ein Studium der Sozialwissenschaften absolvierte.
Sein erster Job ist Straßenkehrer, doch nach und nach kommt Gary Lewis seiner wahren Passion auf die Schliche. Sein Bruder, ein Highschoollehrer, ermuntert ihn zu lesen, was zu einem Job in der Bibliothek führt. Aus der Lesesucht entwickelt sich das Interesse an der Schauspielerei und erste Versuche im Laientheater.
Mit 32 Jahren entscheidet der Schotte sich dazu, alles auf eine Karte zu setzen und es im Showbusiness zu schaffen. Er steht im Raindog Theatre auf der Bühne, doch den Durchbruch verschafft ihm eine Bekanntschaft: auf einer Lesung lernt der Schauspieler den Filmemacher Peter Mullan kennen, der ihn 1991 für seinen Kurzfilm „Close“ engagiert. Mit dieser Starthilfe läuft die Filmkarriere an. Was er in jungen Jahren verpasst hat, holt er in kürzester Zeit nach: seine Filmographie weist zahlreiche Filme und Gastauftritte in Serien auf.
Im Jahr 2000 spielte Gary Lewis die Rolle des Jackie Elliot im Film „Billy Elliot“ (2000). Jackie ist ein verwitweter Bergarbeiter, der Schwierigkeiten hat, die Leidenschaft seines Sohnes Billy für das Ballett zu akzeptieren. Anfangs lehnt er Billys Ambitionen ab, da er traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit vertritt. Im Laufe des Films durchläuft Jackie jedoch eine tiefgreifende Veränderung und unterstützt schließlich die Träume seines Sohnes.
Seit 2014 ist er als Colum MacKenzie in der Serie Outlander zu sehen. In der Serie spielte er die Rolle des Colum MacKenzie, des Anführers des MacKenzie-Clans. Colum ist bekannt für seine Weisheit und Führungsstärke, trotz seiner körperlichen Einschränkungen aufgrund einer genetischen Erkrankung. Seine Präsenz und Autorität sind im gesamten Clan spürbar, und er navigiert geschickt durch die politischen Intrigen seiner Zeit. Seine Beziehung zu seinem Bruder Dougal MacKenzie, gespielt von Graham McTavish, ist komplex und vielschichtig, geprägt von Loyalität und gelegentlichen Konflikten.
Gary Lewis hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Bekannt ist, dass er Vater eines Sohnes namens Maarten Stevenson ist. Er lebt weiterhin in Schottland und schätzt die Nähe zu seinen Wurzeln. Seine Erfahrungen aus der Jugend und seine Verbundenheit zur Arbeiterklasse beeinflussen nach wie vor seine Rollenwahl und sein Verständnis für die von ihm dargestellten Charaktere. Diese Authentizität spiegelt sich in seinen vielfältigen und nuancierten Darstellungen wider.
| Preis | Kategorie | Werk | Jahr | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| BAFTA Film Award | Bester Nebendarsteller | „Billy Elliot“ | 2001 | Nominiert |
| London Critics Circle Film Award | Bester britischer Schauspieler des Jahres | „Billy Elliot“ | 2001 | Nominiert |
| Screen Actors Guild Award | Herausragende Leistung eines Casts in einem Kinofilm | „Billy Elliot“ | 2001 | Nominiert |