Um seinem Stottern beizukommen, startet der sechsjährige Ezra Miller eine Ausbildung zum professionellen Opernsängern, doch schon bald entdeckt er seine Vorliebe für die Schauspielkunst. In zahlreichen von Kritikern bejubelten Coming-of-Age-Filmen und Dramen hat er schon einen bleibenden Eindruck hinterlassen und das DC-Universum kann sich darüber freuen, den talentierten Schauspieler für die Titelrolle in „The Flash“ an Land gezogen zu haben.
Der Sohn einer Köchin und eines Verlegers wächst gemeinsam mit seinen beiden älteren Schwestern in New Jersey auf. Im Alter von sechs Jahren beginnt er eine Ausbildung zum professionellen Opernsänger. Sie soll ihm dabei helfen sein Stottern zu überwinden, für das er in der Schule von den Mitschülern gemobbt wird.
Zwar besucht Ezra die Rockland Country Day School und The Hudson School, bricht die Ausbildung jedoch ab, nachdem seine Schauspielkarriere mit dem ersten Dramafilm „Afterschool“ (2008) startet. Darin spielt er einen Internet-süchtigen Schüler, der zwei Mitschülerinnen filmt während sie an einer Überdosis sterben.
Kurz drauf folgt die Rolle des Damien in David Duchovnys Californication, für die er 2008 fünf Mal vor der Kamera steht, der Film „Meet the Rizzos“ an der Seite von Julianna Margulies und Andy Garcia und ein Gastauftritt in Law & Order: Special Victims Unit (beides 2009). Im gleichen Jahr ergattert er die wiederkehrende Rolle des Tucker Bryant in Royal Pains und ebenso Rollen in den Filmen „Beware the Gonzo“ (2010) und „Every Day“ (2010) mit Liev Schreiber und Helen Hunt.
In dem Familiendrama „Und trotzdem ist es meine Familie“ (2011) spielt er neben Ellen Barkin uns Demi Moore bevor er dann für die Buchadaption „We Need to Talk About Kevin“ (2011) als verstörter, bösartiger Sohn von Schauspielkollegin Tilda Swinton mit positiver Kritik nach Veröffentlichung beim Cannes Film Festival überschüttet wird.
2012 folgt der Coming-of-Age-Film „The Perks of Being a Wallflower“ in dem Ezra den homosexuellen Patrick an der Seite von Emma Watson und Logan Lerman spielt, die Klassiker-Verflimung „Madame Bovary“ (2014) in dem er die Rolle des Leon Dupuis' verkörpert und das von Kritikern bejubelte Drama „The Stanford Prison Experiment“ (2015), der die wahren Begebenheiten des gleichnamigen psychologischen Gefängnis-Experiments erzählt, bei dem vierundzwanzig Männer in Wärter und Gefangene eingeteilt wurden und welches vorzeitig abgebrochen werden musste.
An der Seite von Komikerin Amy Schumer spielt er in „Trainwreck“ einen Praktikanten bei einer Zeitschriftenagentur, der bei seinen Eltern lebt und vergisst Schumers Charakter vor einem Stelldichein zu berichten, dass er Minderjährig ist, worauf sie ihren Job verliert.
Zur Überraschung vieler Fans von The CWs The Flash, in der Schauspieler Grant Gustin den flitzenden Superhelden spielt, übernimmt Ezra Miller den Part auf der großen Leinwand des DC-Universum-Franchises. Das erste Mal kann man ihn im roten Anzug in „Batman v Superman: Dawn of Justice“ (2016) sehen, ebenfalls im gleichen Jahr in „Suicide Squad“, 2017 in „Justice Leauge“ und 2018 in der Hauptrolle in „The Flash“.
Zudem ist der junge Schauspieler einer der größten Fans der Harry-Potter-Bücher, was ihn zu seiner Rolle des Credence Barebone in dem Spin-off „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ (2016) führt.
Ezra identifiziert sich als queer und steht auch offen zu seiner Cannabis-Vorliebe. Er fühlt sich zu jung, um in einer monogamen Beziehung zu leben und sagt dafür fehlen ihm noch „die richtigen Werkzeuge“.