Eugene Levy
Eugene Levy bei der Verleihung der 78. Creative Arts Emmy Awards 2026 im Peacock Theater. Los Angeles, 05.09.2026
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Eugene Levy

Ein amüsanter Aspekt ist, dass Eugene Levy oft als Amerikas Lieblingsvater wahrgenommen wird, obwohl er kanadisch ist und seine Kinder bewusst in einem normalen Umfeld großzog. Ein weiterer interessanter Umstand liegt in seiner interreligiösen Ehe, da seine Frau protestantisch ist.

Biografie von Eugene Levy

Eugene Levy wurde in Hamilton in der kanadischen Provinz Ontario geboren und wuchs als eines von drei Kindern in einer jüdischen Familie auf. Seine Mutter arbeitete als Hausfrau und stammte ursprünglich aus Schottland und der Vater war Vorarbeiter in einer Automobilfabrik und hatte sephardische Wurzeln.

Schon in der Schulzeit zeigte sich sein Interesse an Komik und Auftritten. An der Westdale Secondary School gewann er mit humorvollen Wahlplakaten die Wahl zum Schülersprecher. Danach studierte er Soziologie an der McMaster University in seiner Heimatstadt. Dort traf er auf künftige Kollegen wie Ivan Reitman und Martin Short. Als Vizepräsident der Filmgruppe der Universität sammelte er erste praktische Erfahrungen hinter und vor der Kamera.

Anfänge im Theater und Second City

Nach dem Studium begann Eugene Levy seine professionelle Laufbahn auf der Bühne. 1972 und 1973 spielte er in einer Produktion des Musicals „Godspell“ die Rolle von Jesus. Die Besetzung umfasste unter anderem Gilda Radner, Andrea Martin und Victor Garber.

Anschließend schloss er sich dem Ensemble des „Second City“ in Toronto an. Dort entwickelte er über zwei Jahre hinweg seine Fähigkeiten in der Improvisationskomödie. Gemeinsam mit Kollegen wie John Candy und Joe Flaherty erprobte er verschiedene Figuren.

Durchbruch mit SCTV

Von 1976 bis 1984 gehörte Eugene Levy zur Stammbesetzung der Sketch-Comedy-Serie SCTV. Er verkörperte dort zahlreiche wiederkehrende Figuren. Besonders bekannt wurde er als der einfältige Nachrichtensprecher Earl Camembert, der neben dem seriöseren Kollegen Floyd Robertson die belanglosen Meldungen vortrug. Die Figur trug karierte Anzüge und eine auffällige Frisur. Eine weitere markante Rolle war, der Las-Vegas-Komiker Bobby Bittman mit goldenen Ketten und typischen Phrasen. Levy arbeitete auch als Autor an der Serie mit und erhielt dafür zwei Emmy-Auszeichnungen. Viele der Figuren entstanden aus gemeinsamer Improvisation im Team.

Filmrollen in den 1980ern und 1990ern

Parallel zur Fernseharbeit übernahm Eugene Levy Nebenrollen in Kinokomödien. In „National Lampoon's Vacation“ (1983) spielte er einen Autoverkäufer. In „Splash“ (1984) trat er als Gegenspieler von Tom Hanks und Daryl Hannah auf. Weitere Auftritte folgten in „Club Paradise“ (1986) und „Armed and Dangerous“ (1986) an der Seite von John Candy.

In den 1990er Jahren verstärkte sich seine Präsenz in Hollywood-Produktionen. In „Father of the Bride“ (1991) und dem Nachfolger „Father of the Bride Part II“ (1995) war er an der Seite von Steve Martin zu sehen.

Zusammenarbeit mit Christopher Guest

Ab Mitte der 1990er Jahre entstand eine enge Zusammenarbeit mit Christopher Guest. Gemeinsam schrieben und spielten sie mehrere Mockumentary-Filme. In „Waiting for Guffman“ (1996) übernahm Levy die Rolle des Zahnarztes Dr. Allan Pearl, der in einer Kleinstadtproduktion mitspielt.

In „Best in Show“ (2000) spielte er den Hundebesitzer Gerry Fleck mit zwei linken Füßen, dessen Frau von Catherine O'Hara dargestellt wurde. Der Film begleitet verschiedene Teilnehmer einer Hundeschau und deren skurrile Eigenheiten.

In „A Mighty Wind“ (2003) verkörperte er den Folk-Musiker Mitch Cohen, der nach einer schwierigen Trennung wieder auftritt.

American Pie und weitere Erfolge

Einen breiteren Bekanntheitsgrad brachte die Rolle des Vaters Noah Levenstein in „American Pie“ (1999). Levy spielte den gutmütigen und etwas ungeschickten Vater von Jim, der seinem Sohn mit peinlichen, aber ehrlichen Ratschlägen zur Seite steht. Die Figur erschien in allen Teilen der Reihe, darunter den Kinofilmen und den Direct-to-Video-Filmen. Er ist der einzige Darsteller, der in allen acht Produktionen der Reihe mitwirkte.

Weitere Filme wie „Serendipity“ (2001), „Bringing Down the House“ (2003) und „Cheaper by the Dozen 2“ (2005) folgten.

Schitt's Creek

Gemeinsam mit seinem Sohn Dan Levy entwickelte Eugene Levy die Serie Schitt's Creek (2015-2020). Er spielte darin den ehemaligen Videotheken-Magnaten Johnny Rose in 80 Episoden. Die Figur verliert ihr Vermögen und zieht mit der Familie in eine heruntergekommene Kleinstadt, die sie einst als Scherz gekauft hatte. Johnny versucht, die Familie zusammenzuhalten und neue Wege zu finden. Seine Frau Moira wird von Catherine O'Hara dargestellt, der Sohn David von Dan Levy und die Tochter Alexis von Annie Murphy. Die Tochter Sarah Levy spielte die Kellnerin Twyla. Die Serie verbindet Situationskomik mit der Entwicklung der Figuren über sechs Staffeln. Levy war auch als Co-Creator, Autor und Executive Producer beteiligt.

Eugene Levy Privatleben

Seit 1977 ist Eugene Levy mit Deborah Divine verheiratet. Das Paar lernten sich in den 1970er Jahren kennen und zog die beiden Kinder in Toronto auf, fernab vom Hollywood-Betrieb. Der Sohn Dan Levy und die Tochter Sarah Levy wurden beide selbst Schauspieler und arbeiteten mit dem Vater an Schitt's Creek. Affären sind nicht bekannt.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.515 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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