Eric Roberts
Ein Archivfoto vom 5. Oktober 2018 zeigt den US-amerikanischen Schauspieler Eric Roberts bei einer Veranstaltung auf dem roten Teppich.
© IMAGO/Anadolu Agency

Eric Roberts

Eric Roberts ist ein oscarnominierter Schauspieler, der für seine Rolle in Runaway Train (1985) eine Nominierung für den Academy Award als bester Nebendarsteller erhielt und später als Salvatore Maroni in The Dark Knight (2008) sowie als wiederkehrende Figur in Serien wie Suits (2011-2019) und Code Black (2015-2018) einem breiteren Publikum bekannt wurde. Eric Roberts hat einmal behauptet, dass er in Russland „wie Elvis" sei, was er auf seine oscarnominierte Rolle in Runaway Train und seine Tae-Kwon-Do-Filme aus den späten 1980er Jahren zurückführt, weshalb er bei einem Besuch in Moskau sogar Bodyguards anheuern musste, weil er auf der Straße eine solche Menschenmenge auslöste.

Biografie von Eric Roberts

Eric Roberts wurde in eine Familie geboren, die von einer komplizierten Vater-Sohn-Beziehung geprägt war und in der er einen Großteil seiner Jugend getrennt von seiner Mutter und seinen Schwestern verbrachte. Sein Vater war ein Mann, der von Neid auf den frühen Erfolg seines Sohnes getrieben war und Eric in einer Weise kontrollierte, die dessen spätere Sicht auf Loyalität und Verantwortung nachhaltig prägte.

Mit siebzehn Jahren verließ Eric seine Heimat in Richtung New York, um dort eine Schauspielkarriere zu verfolgen, was ihn in Kreise brachte, in denen er mit späteren Größen wie Christopher Walken und Mickey Rourke verkehrte.

Durchbruch und Oscar-Nominierung

Seinen ersten großen Erfolg feierte Eric Roberts mit der Hauptrolle in „King of the Gypsies“ (1978), für die er eine Nominierung für den „Golden Globe“ erhielt und schlagartig zu einem der gefragtesten jungen Schauspieler seiner Generation wurde.

Es folgte die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Bob Fosse an dem kontroversen Drama „Star 80“ (1983), in dem Roberts die Rolle des zwielichtigen Playboy-Models Paul Snider verkörperte und dafür erneut für den „Golden Globe“ nominiert wurde.

Der endgültige künstlerische Durchbruch gelang ihm 1985 mit „Runaway Train“, in dem er an der Seite von Jon Voight einen entflohenen Häftling spielte und für seine Darstellung eine Nominierung für den „Academy Award“ als bester Nebendarsteller erhielt.

Die dunklen Jahre und der Kampf mit der Sucht

Trotz seiner frühen Erfolge geriet Eric Roberts in den späten 1980er Jahren in eine tiefe persönliche Krise, die von einer schweren Kokainsucht und einem daraus resultierenden Autounfall geprägt war, bei dem er nur knapp mit dem Leben davonkam. Diese Sucht hatte verheerende Auswirkungen auf seine Karriere, da er zeitweise nicht in der Lage war, Angebote wahrzunehmen oder sich auf Dreharbeiten zu konzentrieren, und führte schließlich zum Verlust des Sorgerechts für seine Tochter.

Roberts hat in seinen späteren Interviews offen über diese Zeit gesprochen und die Sucht als eine Kraft beschrieben, die ihn beinahe vollständig zerstört hätte. Erst durch die Unterstützung seiner späteren Frau Eliza Roberts und eine 1995 begonnene Abstinenz gelang es ihm, seinen Alkohol- und Drogenkonsum zu beenden und eine neue Stabilität zu finden.

Kontinuierliche Karriere im Film

Nach seiner persönlichen Krise etablierte sich Eric Roberts als einer der produktivsten Schauspieler Hollywoods, der in den folgenden Jahrzehnten in über 700 Film- und Fernsehproduktionen mitwirkte.

Zu seinen bekannteren Rollen aus dieser Phase zählen der Gangster Salvatore Maroni in „The Dark Knight“ (2008), der Geschäftsmann Mickey Wolfmann in „Inherent Vice“ (2014) und der Auftragnehmer James Munroe in „The Expendables“ (2010).

Fernsehrollen und wiederkehrende Auftritte

Im Fernsehen hat Eric Roberts eine Vielzahl von wiederkehrenden Rollen übernommen, darunter Charles Forstman in sechs Episoden der Serie Suits, wo er einen zwielichtigen Investor verkörperte, der die Anwaltskanzlei unter Druck setzt.

In der zweiten Staffel von Code Black (2015-2018) spielte er in mehreren Episoden den Chirurgen Vincent Savetti, der mit den Herausforderungen eines überlasteten Krankenhauses konfrontiert wird.

Weitere Gastauftritte führten ihn unter anderem zu CSI: Crime Scene Investigation, wo er in zwei Episoden als mysteriöser Geschäftsmann zu sehen war, sowie zu Hawaii Five-0 und Brooklyn Nine-Nine.

Filmrollen der letzten Jahre

In „Babylon - Rausch der Ekstase“ (2022) von Regisseur Damien Chazelle trat er in einer Nebenrolle auf, die die Dekadenz des frühen Hollywoods illustriert, während er in „Jurassic Domination“ (2022) als Teil eines Ensembles in einem Science-Fiction-Szenario zu sehen war.

Die Tragikomödie „Hippo“ (2023) bot ihm eine weitere Gelegenheit, seine komödiantische Seite zu zeigen, indem er als Erzähler durch eine absurde Geschichte führt.

Eric Roberts Privatleben

Eric Roberts ist seit 1992 mit Eliza Roberts verheiratet, die nicht nur seine Ehefrau, sondern auch seine Managerin und engste Vertraute ist und ihm half, seine Suchtprobleme zu überwinden.

Aus einer früheren Beziehung mit Kelly Cunningham stammt seine Tochter Emma Roberts, die ebenfalls eine erfolgreiche Schauspielkarriere eingeschlagen hat und mit der er ein kompliziertes, aber von gegenseitigem Respekt geprägtes Verhältnis pflegt.

Zu den amüsanteren Fakten über Roberts gehört, dass er einst in einem Werbespot für einen Automobilhersteller auftrat, in dem er einen Parkwächter spielte, der mit übermäßigem Eifer Fahrzeuge abschleppen lässt.

Eine weitere Kuriosität ist, dass er der einzige nicht-britische Schauspieler ist, der in der Science-Fiction-Serie Doctor Who die Rolle des Master verkörperte, was ihn in Fan-Kreisen zu einer bleibenden Randnotiz macht.

Darsteller Updates