Emma Stone
Emma Stone besucht die Kinds Of Kindness New York Premiere im Museum of Modern Art in New York, New York, USA, am 20. Juni 2024.
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Emma Stone

Ihre markante, raue Stimme ist das Resultat einer Säuglingskolik, eines Zustandes des chronischen Schreiens als Baby. Das Ganze dauert sechs Monate und resultiert darin, dass sich Knötchen auf ihren Stimmbändern bilden.

Biografie von Emma Stone

Emma Stones erste Schauspielversuche sind zunächst unspektakulär. Eine Nebenrolle in „The New Partridge Family“ als Laurie Partridge und einen Gastauftritt in der Krimiserie Medium absolviert sie in ihrem Debütjahr als Schauspielerin. 2006 folgen weitere einmalige Gastauftritte, in denen sie auch ihre komödiantische Seite demonstrieren kann: The Suite Life of Zack and Cody, Malcolm in the Middle und Lucky Louie

Mit Drive angelt sie sich eine größere Serienrolle neben Nathan Fillion und Amy Acker. Leider nehmen die amerikanischen Zuschauer das Projekt nicht an: Die Serie, in der ein illegales Straßenrennen durch die USA im Vordergrund steht, wird nach nur sechs Episoden eingestellt

Doch dieser Misserfolg ist nur ein kleiner Stolperstein in der Karriere der 1988 geborenen Schauspielerin. Bereits 2007 sorgt sie mit ihrer Rolle als Jules in „Superbad“ für Furore und stiehlt die Herzen so mancher Kinobesucher. Nicht jeder Auftritt wird jedoch ein Hit: „The Rocker - Voll der (S)Hit“ macht seinem Namen alle Ehre und floppt gewaltig an den Kinokassen; insgesamt spielt die Komödie mit Rainn Wilson („Super“, The Office (UK)) in der Hauptrolle nur 8,7 Millionen Dollar ein. Es folgen Rollen in den Komödien „House Bunny“, „Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen“ und „Paperman

Die Zombiekomödie „Zombieland“ und damit die Figur Wichita bedeuten einen neuen Karriereschub für den eigentlich natürlich blonden Rotschopf. In der charmanten Screwball-Komödie Einfach zu Haben (Originaltitel „Easy A“) schlüpft Stone dann in die Rolle der Olive, eines Mädchens, das Außenseitern und schüchternen Jungs gegen Bezahlung zu behaupten erlaubt, mit ihr angebandelt zu haben. Regie führt Will Gluck, der die Schauspielerin außerdem zu einen Cameo-Auftritt in dem Film „Freunde mit gewissen Vorzügen“ mit Justin Timberlake und Mila Kunis bewegen kann. In der romantischen Dramedy „Crazy, Stupid, Love“ mimt Stone Hannah Weaver, die dem Charme Ryan Goslings zunächst widersteht, schließlich aber mehr in ihm sieht als den notorischen Womanizer, den seine Figur im Film markiert

Im Historiendrama „The Help“, das im segregierten Amerika der 1960er Jahre spielt, kann Emma Stone 2011 auch ihre Fähigkeiten als ernsthafte Schauspielerin unter Beweis stellen. Der Film, der auf einem Roman von Kathryn Stockett basiert, spielte weltweit mehr als 200 Millionen US-Dollar ein

Im 2012 erscheinenden Film „The Amazing Spider-Man“ ist Emma Stone übrigens wieder blond zu sehen. In dem filmischen Neubeginn des klassischen Marvel Comics ist sie neben dem Peter-Parker-Darsteller Andrew Garfield als Gwen Stacy dabei. Auch in „The Gangster Squad“ ist sie mit von der Partie, in diesem in den 1940ern und 50ern angesiedelten Film ist Stone auf der Leinwand wieder mit Ryan Gosling vereint

Es folgen Filme wie „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“, „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ und „Aloha: Die Chance auf Glück“. 2016 räumt sie erneut an der Seite von Ryan Gosling mit dem Erfolgsfilm „La La Land“ etliche Preise ab

Zusammenarbeit mit Netflix und Serienausflug

2018 kehrte Stone mit der Netflix-Serie Maniac auf die Serienbühne zurück. In der zehnteiligen Miniserie spielte sie die Figur Annie Landsberg, eine junge Frau mit psychischen Problemen und familiären Verlusten. Die Serie zeigte ihren Weg durch ein experimentelles Medikamentenprogramm, bei dem sie zusammen mit dem von Jonah Hill gespielten Owen unterschiedliche Simulationen erlebt

Nach einer kurzen Pause übernahm Stone die Hauptrolle in „Zombieland - Double Tap“, der Fortsetzung ihres früheren Erfolgsfilms. Ihre Figur Wichita ist eine zynische und kampferprobte Überlebende in einer postapokalyptischen Welt voller Zombies. Ihre Beziehung zur Figur Columbus, gespielt von Jesse Eisenberg, entwickelt sich weiter und steht erneut auf dem Prüfstand

Oscarnominierung für Cruella

Anno 2021 übernahm Stone die Titelrolle in „Cruella“, einem Disney-Prequel zur bekannten Schurkin aus der Welt von 101 Dalmatiner. Sie spielte Estella, eine junge, rebellische Modedesignerin mit einem Hang zu Provokation und Exzentrik. Die Geschichte zeigt, wie aus Estella im Laufe der Handlung die selbstbewusste und rücksichtlose Cruella wird. Ihre Figur kämpft mit inneren Dämonen, einem schwierigen Umfeld und einem tiefen Wunsch nach Anerkennung

Dann, 2023, übernahm sie eine der komplexesten Rollen ihrer Karriere in „Poor Things“, unter der Regie von Yorgos Lanthimos. Sie spielte Bella Baxter, eine junge Frau, die nach einem experimentellen Eingriff ein neues Bewusstsein und eine kindliche Neugier entwickelt. Der Film begleitet Bella auf ihrer Selbstfindung, ihren Reisen durch Europa und ihre Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konventionen. Für ihre Darstellung in dem Film erhielt Stone ihren zweiten Oscar als beste Hauptdarstellerin

Privatleben

Die Schauspielerin versucht ihr Privatleben so gut es geht aus der Öffentlichkeit zu halten. Am Set von „The Amazing Spider-Man“ verliebte sich Emma Stone 2010 in ihren Co-Star Andrew Garfield. Beide kommentierten die Beziehung nicht, traten jedoch gemeinsam auf. Bis 2015 waren sie ein Paar

2017 ging die Darstellerin eine Beziehung mit dem Regisseur und Autor Dave McCary ein. Das Paar verlobte sich im Dezember 2019 und heiratete 2020. Die gemeinsame Tochter kam im März 2021 zur Welt.

Nominierungen und Auszeichnungen für Emma Stone

Jahr Auszeichnung Kategorie Titel Status
2024 Oscars Best Picture Poor Things
2024 Oscars Best Actress Emma Stone 🏆
2019 Oscars Best Supporting Actress The Favourite
2017 Oscars Best Actress Emma Stone 🏆
2015 Oscars Best Supporting Actress Birdman or (The Unexpected Virtue of Ignorance)

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