Elisa Schlott

Elisa Schlott wurde schon als Teenager mit dem Förderpreis Deutscher Film ausgezeichnet und spielt in Die Kaiserin Sisis ältere Schwester Helene. Als Kind wollte sie eigentlich gar nicht Schauspielerin werden, sondern schwärmte für Mozart.

Biografie von Elisa Schlott

Elisa Schlott kommt in Berlin zur Welt und lebt bis heute in der Stadt, im Stadtteil Schöneberg. Schon ihr Großvater drehte in der DDR Dokumentarfilme, trotzdem waren ihre Eltern überrascht, als sie Schauspielerin werden wollte. Ihre jüngeren Halbschwestern Emilia und Helena Pieske stehen ebenfalls vor der Kamera.

Ihre erste große Rolle spielt sie schon als Jugendliche im Abenteuerfilm „Das Geheimnis von St. Ambrose“ (2006), als Tochter der Hauptfigur von Ulrich Mühe. Ein Jahr später ist sie in „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ die Tochter einer früheren DDR-Bürgerin, gespielt von Veronica Ferres, deren Kinder vom SED-Regime festgehalten werden.

Ausgezeichnet schon als Teenager

Niki Stein besetzt sie danach in einer Hauptrolle im Sozialdrama „Der große Tom“ (2008) über einen zwölfjährigen Jungen, der für seine jüngeren Schwestern sorgen muss. Ihre erste Kinohauptrolle spielt sie in „Draußen am See“ (2009), dem Drama über eine Familie, die nach dem Jobverlust des Vaters immer mehr verwahrlost. Beim Filmfest München bekommt sie dafür den Förderpreis Deutscher Film als beste Schauspielerin.

In „Fliegende Fische müssen ins Meer“ (2011) spielt sie die Tochter einer überforderten Mutter, gespielt von Meret Becker. Für ihre Rolle als neugierige Tochter einer früheren Anhängerin der RAF in „Das Wochenende“ (2012) wird sie für den New Faces Award nominiert.

Der „Tatort“ und das Studium in Leipzig

Nach dem Abitur geht Elisa Schlott 2012 für ein Jahr nach London und nimmt dort Schauspielkurse. Im September 2014 beginnt sie ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig, um sich für die Bühne ausbilden zu lassen, und schließt es 2017 ab.

Bekannt wird sie mit dem Kieler Tatort „Borowski und der Himmel über Kiel“ (2015), in dem sie die von Crystal Meth abhängige Rita spielt. Für diese Rolle erhält sie den Günter-Strack-Fernsehpreis. Von 2016 bis 2018 gehört sie zum Schauspielstudio Köln.

„Fremde Tochter“ und „Das Verschwinden“

In „Fremde Tochter“ (2017) von Stephan Lacant spielt sie eine rebellische 17-Jährige, die von ihrem arabischen Freund schwanger wird und damit beide Familien gegen sich aufbringt. Dafür erhält sie 2018 den Darstellerpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste sowie Preise bei Festivals in Frankreich und Ecuador.

Hans-Christian Schmid besetzt sie im Vierteiler Das Verschwinden (2017) in der Schlüsselrolle eines Teenagers, der in einer Kleinstadt spurlos verschwindet. 2018 spielt sie in „Der Richter“ die entführte Tochter eines Richters, gespielt von Heino Ferch.

Geschichten aus der Vergangenheit

Elisa Schlott spielt auffällig oft in Geschichten aus früheren Jahrzehnten. In der ARD-Serie Unsere wunderbaren Jahre (2020) gehört sie neben Katja Riemann zu den Hauptdarstellerinnen, in Ein Hauch von Amerika (2021) spielt sie in einer Geschichte über ein Dorf in der Pfalz, in dem Anfang der 1950er Jahre amerikanische Soldaten stationiert werden.

Ab der dritten Staffel gehört sie als Greta Nussmeier zur Besetzung von Das Boot. Im Kino ist sie in „Narziss und Goldmund“ (2020) zu sehen und spielt in „Die Vorkosterinnen“ (2025) die Hauptrolle der Rosa, einer jungen Frau, die das Essen von Adolf Hitler vorkosten muss.

Helene in „Die Kaiserin“

In Die Kaiserin (2022) spielt Elisa Schlott die Herzogin Helene in Bayern, die ältere Schwester von Elisabeth. Helene soll den jungen Kaiser Franz Joseph heiraten, doch er entscheidet sich vor aller Augen für ihre Schwester. Trotz der Kränkung reist sie mit nach Wien und hilft Elisabeth am Morgen der Hochzeit durch eine Panikattacke.

Elisa Schlott Privatleben

Über ihr Privatleben spricht Elisa Schlott kaum, ob sie in einer Beziehung lebt, ist nicht bekannt. In einem Fragebogen über Berlin erzählte sie, dass sie am Alexanderplatz immer Kopfschmerzen bekomme, im Akazienkiez in Schöneberg fühlt sie sich dagegen zu Hause.

Als Kind wollte sie zunächst gar nicht Schauspielerin werden, sie war ein großer Fan von Mozart. Ihre ersten Erfahrungen vor Publikum sammelte sie im Schultheater.

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