David Hasselhoff
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© Hyde Park Entertainment

David Hasselhoff

In den Adern des Knight Rider-Stars fließt auch deutsches Blut, denn seine Vorfahren stammen aus Völkersen (in der Nähe von Bremen) und sind 1865 in die USA eingewandert.

Biografie von David Hasselhoff

Seine Kindheit verbringt der einzige Sohn (Hasselhoff hat vier Schwestern) einer Hausfrau und eines Geschäftsmanns in Jacksonville. Bereits mit sieben Jahren entdeckt er seine Leidenschaft für die darstellenden Künste und Musik und so beginnt er Unterricht zu nehmen. 1970 schließt er die Highschool in Illinois ab, wo er Mitglied im Debattierclub ist, zudem Chorleiter und Darsteller in verschiedenen Theaterstücken seiner Schule. Hasselhoff studiert Theaterwissenschaften am Bates College und an der Oakland University.

Karriere

Sein Debüt gibt David Hasselhoff in der Seifenoper Schatten der Leidenschaft (Young and the Restless) im Jahr 1975 als Dr. William Snapper Foster, Jr. und bleibt der Serie sechs Staffeln lang erhalten. Währenddessen erscheint er das erste Mal auf der Leinwand in den Filmen „Vanelleeis und Pettingcoats“ (1976) und „Star Crash - Sterne im Duell“ (1978), sowie in einigen TV-Spielfilmen. 1980 ergattert Hasselhoff seine erste Hauptrolle in einer Serie - in der Comedy Semi-Tough - doch die wird nach wenigen Episoden abgesetzt. Nach Gastrollen in Love Boat (1980/81), feiert der 1,94 Meter große Schauspieler auch schon seinen internationalen Durchbruch als er die Rolle von Michael Knight in Knight Rider (1982-86) übernimmt. Auch wenn die Actionserie um das sprechende Auto KITT nach vier Staffeln abgesetzt wird, genießt sie bis heute einen gewissen Kultstatus bei den Fans.

Anschließend darf Hasselhoff in deutschen Kinofilmen eine Rolle spielen, wie in den Komödien „Starke Zeiten“ (1987) mit Rudi Carrell und „Zärtliche Chaoten II“ (1988) mit Thomas Gottschalk. Seine erste Kinohauptrolle ergattert er in dem Horrorfilm „Hexenbrut“ (1988), worauf die nächste in „Tigerman“ (1990) folgt.

The Hoff in Baywatch

Ab 1989 streift David Hasselhoff, nachdem Tom Selleck die Rolle ausgeschlagen hat, die rote Badehose über und rettet als Mitch Buchannon mit seinen Rettungsschwimmer-Kollegen in Baywatch (1989-2000) das Leben unzähliger Ertrinkenden am Malibu Beach. Die Serie erobert dank den knappen Badeanzügen der weiblichen Stars, vor allem Pamela Anderson, die Bildschirme weltweit und gilt als die meist gesehene TV-Serie überhaupt.

Während der „Baywatch“-Ära schlüpft David Hasselhoff noch einmal in die Rolle von Michael Knight für den TV-Spielfilm „Knight Rider 2000“ (1991) und danach in die Ritterkluft in der deutsch-amerikanischen Koproduktion „Der Ring der Musketiere“ (1992). Im Jahr 1995 folgt zunächst der Film „Baywatch: Forbidden Paradise“, sowie das Spin-off Baywatch Nights (1995-97), das an den Erfolg des Originals aber nicht anknüpfen kann und nach der zweiten Staffel eingestellt wird. Neben einem zweiten Film „Baywatch: White Thunder at Glacier Bay“, ist Hasselhoff in der Hauptrolle des TV-Spielfilms „Agent Nick Fury - Einsatz in Berlin“ (beide 1998) mit von der Partie. Es folgen der Actionfilm „Legacy - Tödlicher Einsatz in Manila“ (1998) für den er ebenfalls den Titelsong liefert und eine Gastrolle in Hinterm Mond gleich links (3rd Rock from the Sun, 1999).

Im Jahr 2000 gibt David Hasselhoff sein Debüt am Broadway in der Titelrolle von „Jekyll & Hyde“ und spielt 2004 ebenfalls die Hauptrolle in dem Musical „Chicago“ in London. Danach übernimmt der Darsteller zahlreiche Rollen in denen er sich selbst aufs Korn nimmt: 2004 gibt er in „Der SpongeBob Schwammkopf Film“ den Rettungsschwimmer, in „Voll auf die Nüsse“ (2004) spielt er einen deutschen Dodgeball-Trainer und in „Eurotrip“ taucht er in einem Waschraum auf. In „Klick“ (2006) spielt er Adam Sandlers Boss und in „Kickin' It Old Skool“ (2007) wieder sich selbst. Daneben war Hasselhoff in „Baywatch - Hochzeit auf Hawaii“ (2003) zu sehen, sowie zu Gast in Just Shoot Me (2002), Still Standing (2003) und im Piloten zum gescheiterten Reboot von Knight Rider (2008).

Es folgen der TV-Spielfilm „Anaconda III“ (2008), die Rolle des Vizepräsidenten in dem Videospiel „Command & Conquer: Red Alert 3“ und die Actionkomödie „Dancing Ninja“ (2010), sowie ein Gastauftritt in Naughty But Nice with Rob Shuter (2010). In Robot Chicken (2010) leiht er einigen Figuren seine Stimme. 2010 nimmt er bei „Dancing with the Stars“ teil und streift wieder den Arztkittel über als er die Rolle von Snapper in Schatten der Leidenschaft (2010) wieder Leben einhaucht. Zudem wird The Hoff in „Comedy Central Roast of David Hasselhoff“ geröstet.

Außerdem ist er von 2006 bis 2009 Juror in der Show „America's Got Talent“ und 2011 auch in „Britain's Got Talent“. Mit der Reality-Serie The Hasselhoffs (2010) hat der Darsteller aber kein Glück, nach nur zwei Episoden wird sie abgesetzt. Er erscheint als er selbst in dem Film „Hop - Osterhase oder Superstar?“ (2011) und spielt eine der Nebenrollen in dem Horrorfilm „Piranha 3D: The Sequel“ (2011). Daneben mimt er in der vierten Staffel der Biker-Serie Sons of Anarchy einen ehemaligen Erotikdarsteller. 2016 erscheint er in einer Cameo-Rolle als Mitch Buchannon im „Baywatch“-Spielfilm mit Dwayne Johnson. Außerdem hat er ein Cameo in „Guardians of the Galaxy 2“, dort liefert er auch ein Musikstück für den Soundtrack. Aufsehen erregt zudem sein Song „True Survivor“ für den Online-Film „Kung Fury“.

Musikkarriere

Neben seiner Schauspielkarriere hat sich David Hasselhoff ebenfalls eine Musikkarriere aufgebaut und hat zwischen 1985 und 2011 insgesamt 17 Alben herausgebracht. Vor allem im deutschsprachigen Europa ist er damit erfolgreich und landet mit „Looking for Freedom“ (1989) in Deutschland, Österreich und Schweiz einen Nummer-Eins-Hit. Mit „Do the Limbo Dance“ kann er nur noch die Österreicher überzeugen. Doch seine Singleauskopplung „Jump in my Car“ schafft es 2006 auf Platz 3 der UK-Charts dank einer Internet-Kampagne seiner Fans, die eigentlich dafür gedacht war „Looking for Freedom“ durch Downloads an die Spitze der britischen Charts zu katapultieren. Zusätzlich zu seiner Bildschirmpräsenz gründet Hasselhoff ein soziales Netzwerk - das Hoffspace.

Privatleben

David Hasselhoff war von 1984 bis 1989 mit Schauspielerin Catherine Hickland verheiratet. Kurz nach seiner Scheidung heiratete der singende Schauspieler 1989 Schauspielerin Pamela Bach mit der er zwei gemeinsame Töchter hat: Taylor Ann (*1990) und Hayley (*1992). Im Jahr 2006 ließen sich Bach und Hasselhoff wieder scheiden. Seit Jahren hat der Schauspieler mit Alkoholproblemen zu kämpfen und wurde des Öfteren ins Krankenhaus eingeliefert. Im Mai 2007 veröffentlichte seine Tochter Taylor Ann zu Abschreckung ein Video, das Hasselhoff betrunken am Boden liegend zeigt wie er versucht einen Hamburger zu essen.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.303 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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