Obwohl in Deutschland eher unbekannt war die 1926 geborene Cloris Leachman in den USA eine Macht für sich: 1972 gewann sie einen Nebendarsteller-Oscar für den Film „Die letzte Vorstellung“.
Mit neun Emmys war sie die absolute Rekordpreisträgerin (Schauspieler mit dem meisten Schauspiel-Emmys; acht Primetime-Emmys, ein Daytime-Emmy). In den 1970ern spielte sie zweitweise eine der Hauptrollen bei Mary Tyler Moore und erhält ihr eigenes Spin-off Phyllis, das immerhin für zwei Jahre läuft.
In Deutschland dürften sie die meisten Comedy-Fans Cloris Leachman als Lois schwierige Mutter Ida in Malcolm in the Middle kennen - die Rolle bringt Leachman zwei Emmys und vier weitere Nominierungen.
Wie lange sie rüstig war, belegt ihre Teilnahme an der siebten Staffel von Dancing with the Stars (2008) - wo sie erst im Mittelfeld ausscheidet und etwa Kim Kardashian und Sängerin Toni Braxton hinter sich lässt.
Von 2010 bis 2014 ist die Darstellerin in der Comedyserie Raising Hope als kauzige Maw Maw in einer Hauptrolle zu sehen. Auch als Sprecherin arbeitete Cloris Leachman. So ist sie in Phineas und Ferb (2009-2014) als Mrs. Feyersied und 2014 in Creative Galaxy als Gallaria zu hören.
2017 war sie als Zorya Vechernyaya in der Starz-Serie American Gods zu sehen.
Leachman war zwischen 1953 und 1978 mit George Englund (Schauspieler, Regisseur und Produzent mit durchschnittlichem Erfolg) verheiratet und hat mit ihm fünf Kinder. Über ihren Sohn George Englund Jr. war sie zeitweise die Schwiegermutter von Sharon Stone. 1986 verstarb Sohn Brian an einer Überdosis eines Magenmedikaments. Ihre Enkelin ist Sängerin Anabel Englund.
Cloris Leachman starb im Alter von 94 Jahren am 26. Januar 2021 an Altersschwäche.