Clémence Poésy hat in der Serie Neuromancer die Rolle der Marie-France Tessier übernommen, einer Erbin und Führungskraft des Tessier-Ashpool-Konzerns, der von einer Gruppe von Hackern ins Visier genommen wird, um die KI Wintermute zu befreien.
Clémence Poésy hat einmal gesagt, dass sie sich glücklich schätzt, in einer Zeit und in einem Land geboren zu sein, in dem sie historische Figuren spielen kann, die sie daran erinnern, wie wichtig es ist, die Rechte der Frauen zu verteidigen - auch wenn sie manchmal das Gefühl hat, dass sie in ihren Rollen mehr wie eine „female warrior" wirkt als im echten Leben.
Clémence Poésy, geboren als Clémence Guichard kam in Frankreich zur Welt und wuchs in einem künstlerisch geprägten Umfeld auf. Ihre Mutter war Lehrerin, während ihr Vater, Étienne Guichard, als Schauspieler und Regisseur tätig war. Der Künstlername „Poésy“ stammt vom Mädchennamen ihrer Mutter. Schon früh entwickelte sie ein Interesse an der Schauspielerei und sammelte erste Bühnenerfahrungen. Ihre jüngere Schwester, Maëlle Poésy-Guichard, ist ebenfalls Schauspielerin.
Ihren ersten Fernsehauftritt hatte Clémence 1999 in der französischen Serie „Un homme en colère“. Ihr Kinodebüt folgte 2001 mit der Rolle der Anna in „Petite Soeur“. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie 2004 durch ihre Darstellung der Maria Stuart in der BBC-Miniserie Gunpowder, Treason & Plot. Für diese Leistung erhielt sie 2005 den Golden FIPA Award als beste Schauspielerin.
Der weltweite Durchbruch gelang Clémence Poésy 2005 mit der Rolle der Fleur Delacour in „Harry Potter und der Feuerkelch“. Sie verkörperte eine talentierte Hexe aus der Beauxbatons-Akademie, die am Trimagischen Turnier teilnimmt. Diese Rolle wiederholte sie in den Filmen „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1“ und „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2“.
Nach ihrem Erfolg in der Harry-Potter-Reihe spielte Clémence in verschiedenen internationalen Produktionen. 2008 war sie in „Brügge sehen… und sterben?“ als Chloë Villette zu sehen, einer Drogendealerin und Assistentin, die eine Beziehung zu einem Auftragskiller eingeht. 2010 spielte sie in „127 Hours“ die Rolle der Rana, einer Freundin des Protagonisten Aron Ralston, dargestellt von James Franco.
2010 trat sie in der vierten Staffel von Gossip Girl als Eva Coupeau in vier Episoden als Freundin von Chuck Bass auf.
Von 2013 bis 2018 spielte Clémence Poésy die Hauptrolle der Elise Wassermann in der Krimiserie The Tunnel. Elise ist eine französische Polizistin, die mit einem britischen Kollegen, Karl Roebuck, gespielt von Stephen Dillane, zusammenarbeitet, um grenzüberschreitende Verbrechen aufzuklären. 2018 verkörperte sie die Künstlerin Françoise Gilot in der zweiten Staffel der Anthologie-Serie Genius: Picasso, die das Leben von Pablo Picasso beleuchtet.
2020 war Clémence Poésy in Christopher Nolans Film „Tenet“ als Wissenschaftlerin Barbara zu sehen. Der Film behandelt komplexe Themen wie Zeitinversion und internationale Spionage.
Clemence Poesy ist als Marie-France Tessier in der Apple TV+-Serie Neuromancer zu sehen.
Clémence Poésy heiratete im Frühjahr 2016 ihren langjährigen Partner Emeric Glayse. Im Januar 2017 wurde ihr Sohn Liam geboren. Während der Dreharbeiten zu „Tenet“ war sie mit ihrem zweiten Kind schwanger. 2021 gab sie bekannt, dass sie ihr drittes Kind erwartet. Neben ihrer Muttersprache Französisch spricht sie fließend Englisch sowie etwas Italienisch und Spanisch.
2021 fungierte sie als Jury-Präsidentin beim Deauville Film Festival. Neben ihrer Schauspielkarriere engagiert sie sich auch als Model und war das Gesicht für Marken wie Chloé und G-Star.