Candace Cameron Bure ist ein seltenes Kunststück gelungen: sie ist ein ehemaliger Kinderstar, der auch im Erwachsenenalter ohne Skandale auskommt, offenbar glücklich verheiratet ist und eine ansehnliche, aber eher ruhige Karriere hingelegt hat. Neben einem Bestsellerbuch ist sie immer wieder auf der Mattscheibe zu Gast, so in der Netflix-Fortsetzung Fuller House.
Zuschauer, die schon länger Serienfans sind können sich vermutlich noch gut an die Familie Tanner aus der Serie Full House erinnern. Sieht man aktuelle Bilder ist es kaum zu erkennen, aber die damals noch als Candace Cameron bekannte Schauspielerin spielte D.J., die älteste Tochter.
Nach dem Ende der langlebigen Serie kann man die Schauspielerin in einigen Gastrollen entdecken.
Um sich ihrer Familie mit drei Kindern zu widmen nimmt sie sich eine Auszeit und kehrt Mitte der 2000er wieder auf die Mattscheibe zurück. 2009 übernimmt sie eine Rolle im Stammcast der Gymnastikserie Make it or Break it.
Regelmäßig ist sie außerdem in Hauptrollen in Familienfilmen des Hallmark Channels zu sehen. 2014 geht sie den Weg aller Stars, die sich ein bisschen mehr Aufmerksamkeit wünschen und tritt in der Promishow „Dancing with the Stars“ an, wo sie dank der Zuschauervotes den dritten Platz erreichte. Sogleich nimmt ihre Karriere an Fahrt auf: 2015 übernimmt sie die Ko-Moderation der beliebten Talkshow „The View“ und spielt in gleich vier Fernsehfilmen mit.
2015 folgt dann eine kleine Sensation: Full House wird von Netflix als Fuller House fortgesetzt und Cameron Bure nimmt wie die meisten ihrer alten Kollegen ihre Hauptrolle als D.J. wieder auf.
Candace Cameron Bure hat bisher zwei Bücher herausgebracht, den New York Times Bestseller Reshaping It All: Motivation for Physical and Spiritual Fitness und das Nachfolgewerk Balancing It All: My Story of Juggling Priorities and Purpose.
Seit 1996 ist sie mit dem russischen Hockeyspieler Valeri Bure verheiratet. Das Paar hat drei Kinder, Tochter Natasha und die Söhne Lev und Maksim.
In ihren Zwanzigern wendet die Schauspielerin sich dem christlichen Glauben zu und findet seitdem Stärke in ihrer Religion. Die kann sie zu dieser Zeit wohl auch gut gebrauchen, denn als junge Erwachsene leidet sie an Bulimie. Vielleicht ist es auch ihr Glaube, der ihr geholfen hat trotz Kinderstartums auf dem Teppich zu bleiben und statt einer Karriere in den Klatschblättern eine stabile Ehe mit Kindern und eine gediegene Karriere zu erreichen.