Bob Odenkirk
Bob Odenkirk bei der Staffel 3-Premiere von FX s The Bear im El Capitan Theatre am 25. Juni 2024 in Los Angeles, Kalifornien Copyright: Faye Sadou
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Bob Odenkirk

Better Call Saul-Star Bob Odenkirk war als Ersatz für die Rolle von Michael Scott im Piloten von „The Office" vorgesehen. Doch nachdem Steve Carell wieder einstieg, ging die Rolle bekanntermaßen an ihn. Odenkirk erschien letztendlich in der finalen Staffel in der Episode Moving on als ein Manager aus Philadelphia, der eine auffällige Ähnlichkeit zu Michael Scott aufwies.

Biografie von Bob Odenkirk

Vom Comedian zum schlitzohrigen Anwalt

Robert John Odenkirk ist in der Kleinstadt Berwyn, Illinois, zur Welt gekommen und wächst mit seinen sechs Geschwistern in Naperville, einem Vorort von Chicago, auf. Einen ersten Ausflug ins Comedygenre unternimmt er als Radio-DJ für WIDB, wo er das einstündige Programm „The Primetime Special“ startet. Nach drei Jahren am College entscheidet er sich für Comedy, lernt beim Impovisationsguru Del Close und besucht anschließend auch „The Players Workshop of the Second City“, wo er dann Robert Smigel kennen lernt.

Bei „Saturday Night Live“ wirkt er unter anderem auch in einigen Sketchen mit und entdeckt seine Leidenschaft für das Schauspielen. Einer seiner ersten Auftritte, neben „SNL“ und „The Ben Stiller Show“, ist in einer Gastrolle der Sitcom Roseanne (1993). Es folgen zahlreiche kleinere Rollen in Filmen und weitere Gastrollen, unter anderem in Seinfeld (1996) oder Everybody Loves Raymond (1997/2001). In einer wiederkehrenden Rolle als Stevie Grant erscheint er in The Larry Sanders Show (1997-1998). Daneben schreibt er auch einige Skripts für Serienpiloten, doch keinen von diesen kann er bei einem Sender unterbringen.

Als Regisseur versucht sich Bob außerdem an Filmen wie „Melvin Goes to Dinner“ (2003), „Let's Go to Prison“ (2006), „The Brothers Solomon“ - mit mäßigem Erfolg. An dem Anthologiefilm „Movie 43“ ist er ebenfalls beteiligt. Zusammen mit Simon Helberg (The Big Bang Theory) und Derek Waters („Drunk History“) entwickelt er zudem die kurzlebige Comedy „Derek & Simon“ (2007).

Zu seinen weiteren Odyseen an Gastauftritten zählen unter anderem Less Than Perfect, Arrested Development (2003) oder Weeds (2008). Eine prominente Gastrolle übernimmt er dann als Arthur Hobbs, Marshalls (Jason Segel) hundeliebender Boss bei GNB, in How I Met Your Mother (ab 2008). Ein Jahr später folgt für Bob Odenkirk dann der große Durchbruch als Schauspieler in der Rolle des Saul Goodmans in Breaking Bad (2009-2013). In der zweiten Staffel erscheint er zunächst in drei Episoden und wird dann in der dritten zum Hauptdarsteller befördert.

Während seinem Engagement als schlitzohriger Anwalt spielt der Schauspieler zudem als Ken Austin in drei Episoden der Comedy Entourage (2010), The League (2012), The Office (UK) (2013) und in The Birthday Boys bei IFC, an dem er ebenfalls als Autor beteiligt ist.

Danach ist Odenkirk in der Serienadaption Fargo mit von der Partie, wo er in die Rolle von Deputy Sheriff Bill Olson schlüpft.

Doch sein Charakter als Saul Goodman hinterlässt einen bleibenden Eindruck, was 2015 dazu führt, dass Bob sein eigenes Spin-off erhält, welches die Entwicklung von Anwalt Jimmy McGill beleuchtet hinzu seinem Breaking Bad-Charakter Saul Goodman. Der Erfolg dieser Figur führte zum Spin-off Better Call Saul, das von 2015 bis 2022 ausgestrahlt wurde. Die Serie beleuchtet die Vorgeschichte von Saul Goodman, ursprünglich Jimmy McGill, und zeigt seinen moralischen Verfall. Odenkirk erhielt für seine Leistung sechs Nominierungen für den Primetime Emmy Award als herausragender Hauptdarsteller in einer Dramaserie.

In „The Post“ (2017) verkörperte er den Journalisten Ben Bagdikian, der eine Schlüsselrolle bei der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere spielte. Der Film beleuchtet die Herausforderungen der Pressefreiheit während der Nixon-Ära.

2018 lieh Odenkirk dem Charakter Winston Deavor in Pixars Animationsfilm „Die Unglaublichen 2“ seine Stimme. Winston ist ein charismatischer Geschäftsmann, der Superhelden wieder ins positive Licht rücken möchte.

Im Actionfilm „Nobody“ (2021) spielte Odenkirk die Hauptrolle des Hutch Mansell, eines scheinbar gewöhnlichen Familienvaters mit einer gefährlichen Vergangenheit. Der Film zeigt seine Transformation vom unauffälligen Bürger zum entschlossenen Kämpfer.

Im Jahr 2023 übernahm Odenkirk die Hauptrolle in der AMC-Serie Lucky Hank, in der er einen desillusionierten College-Professor spielt, der mit persönlichen und beruflichen Herausforderungen konfrontiert ist.

Bob Odenkirk Privatleben

Bob Odenkirk ist seit 1997 mit Naomi Odenkirk verheiratet, und das Paar hat zwei Kinder, Nathan und Erin. Sein jüngerer Bruder, Bill Odenkirk, ist ebenfalls Comedy-Autor und hat zu Serien wie The Simpsons beigetragen.

Fakten zu Bob Odenkirk
Fakten zu Bob Odenkirk

5 Facts über Better-Call-Saul-Star Bob Odenkirk

Fakt 1

TBS
TBS - © TBS

Fact 1:


Ohne seine Show „Mr. Show with Bob and David“, die er zusammen mit David Cross (Arrested Development) Anfang der 1990er für HBO auf die Beine stellte, würde eine bestimmte Art von Humor vielleicht gar nicht existieren. Wenn man so will, könnte man sogar behaupten, ohne „Mr. Show“ gäbe es heutzutage virale Sketche wie bei „Funny or Die“, Youtube oder „College Humor“ gar nicht. Zudem entdeckte er dort Talente wie Sarah Silverman, Jack Black, Patton Oswalt oder Mary Lynn Rajskub. Inspiriert wurden die beiden nach eigener Aussage von „Monty Python's Flying Circus“.

In dem Artikel „The Internet Owes Its Sense of Humor to This Man“ von wired.com könnt Ihr in einer Infografik des Odenverse seinen Einfluss auf die Comedyszene nachvollziehen.

Das obere Bild zeigt Odenkirk bei „SNL“ mit Conan O'Brien, Louis C. K., Andy Richter, Robert Smigel, Dino Stamatopoulos und einigen weiteren Schwergewichten der Comedyszene.

Best of Mr. Show:

Fakt 2

AMC
AMC - © AMC

Fact 2:


Bob Odenkirks Bruder Bill Odenkirk, der als Autor und Produzent bei „Mr. Show“ mitwirkte und drei Jahre bei Futurama beschäftigt war, ist seit 2005 Koproduzent bei The Simpsons. Mehr als 100 Episoden produzierte er mit und neun von diesen schrieb er auch.

Fakt 3

AMC
AMC - © AMC

Fact 3:


Bob Odenkirk war als Ersatz für die Rolle von Michael Scott im Piloten von The Office (UK) vorgesehen. Doch nachdem Steve Carell wieder einstieg, ging die Rolle bekanntermaßen an ihn. Odenkirk erschien letztendlich in der finalen Staffel in der Episode Moving on als ein Manager aus Philadelphia, der eine auffällige Ähnlichkeit zu Michael Scott aufwies.

Fakt 4

AMC
AMC - © AMC

Fact 4:


Bob Odenkirk hat bereits 2010 bei einer Haiti-Benefiz-Veranstaltung Steve Jobs (beziehungsweise dessen fiktiven Bruder Sandy Jobs) parodiert. In seiner neuen Comedy The Birthday Boys schlüpft er noch einmal in diese Rolle.

Bob Odenkirks Apple-Präsentation als Sandy Jobs:


The Birthday Boys - The Thing:

Fakt 5

AMC
AMC - © AMC

Fact 5:


Wie bereits erwähnt, war Bob Odenkirk in einer Gastrolle der Kultsitcom Seinfeld zu sehen. Doch er war nicht der einzige Breaking Bad-Darsteller. Eine ganze Handvoll war in der erfolgreichen NBC-Comedy zu Gast.

From „Seinfeld“ to „Breaking Bad“:
Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.320 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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