Belle Knox wurde bekannt durch ihre kontroverse Doku-Serie Becoming Belle Knox, in der sie offen über ihre Erfahrungen in der Erotikbranche sprach.
Belle Knox, mit bürgerlichem Namen Miriam Weeks, wuchs in Spokane im Bundesstaat Washington auf. Ihre Mutter stammt aus Indien, ihr Vater ist kanadischer Herkunft und diente als Arzt in der US-Armee. Sie besuchte die Gonzaga Preparatory School, eine katholische Schule, und wurde dort für ihre Sprachkenntnisse ausgezeichnet.
Im Jahr 2013 begann sie ein Studium an der Duke University mit den Hauptfächern Frauenstudien und Soziologie. Aufgrund der hohen Studiengebühren von rund 60.000 Dollar pro Jahr suchte sie nach Möglichkeiten, ihr Studium selbst zu finanzieren. Ihre konservative Erziehung und die finanziellen Herausforderungen führten sie schließlich zu einer unkonventionellen Entscheidung.
Im November 2013 begann Belle Knox, in der Branche der Erwachsenenfilme zu arbeiten, um ihre Studiengebühren zu decken. Sie wählte den Künstlernamen „Belle“ in Anlehnung an die Figur aus Die Schöne und das Biest und „Knox“ inspiriert von Amanda Knox. Während ihrer Semesterferien reiste sie nach Los Angeles, um Filme zu drehen, wobei sie pro Szene etwa 1.200 Dollar verdiente.
Im Januar 2014 wurde Belle Knox von einem Kommilitonen erkannt, der ihre Identität öffentlich machte. Dies führte zu einer Welle von Aufmerksamkeit und Kritik auf dem Campus und in den sozialen Medien. In Reaktion darauf veröffentlichte sie einen Artikel auf der Plattform xoJane, in dem sie ihre Beweggründe erklärte und sich gegen die Doppelmoral gegenüber Sexarbeitern aussprach.
Die Geschichte von Belle Knox wurde in verschiedenen Medienformaten aufgegriffen. Im Jahr 2014 erschien die fünfteilige Dokumentarserie Becoming Belle Knox, die Einblicke in ihr Leben und ihre Entscheidungen gab. Zudem wurde ihre Geschichte in der Fernsehserie One Bad Choice (2015) thematisiert, wobei eine Episode ihr Leben nachzeichnete.
Belle Knox identifiziert sich als sex-positive Feministin und Libertäre. Sie war Mitglied der Organisation „Students for Liberty“ und engagierte sich für die Rechte von Sexarbeitern. Ihre Erfahrungen führten sie dazu, über die gesellschaftlichen Stigmata gegenüber Sexarbeitern zu sprechen und sich für deren Rechte starkzumachen. Sie äußerte Bewunderung für Persönlichkeiten wie Ayn Rand und Ron Paul, die ihre libertären Ansichten teilen. Ihr politisches Engagement konzentrierte sich auf die Förderung von Selbstbestimmung und die Bekämpfung von Doppelmoral.
Belle Knox lebt offen bisexuell und setzt sich für die Rechte von LGBTQ+-Personen ein. Sie hat keine Kinder und ist derzeit nicht verheiratet.