Ami Park
Ami Park als Reporterin Yuna Park in der Serie „Alaska Daily"
© ABC

Ami Park

Ami Park spielte in This Is Us und Alaska Daily und setzt sich leidenschaftlich für die Repräsentation asiatisch-amerikanischer Talente in Hollywood ein. Wer hätte gedacht, dass eine ausgebildete Hapkido-Kämpferin aus Manhattan ausgerechnet als Reporterin in Alaska ihren großen Durchbruch feiert

Biografie von Ami Park

Ami Park wurde in Manhattan geboren und wuchs im benachbarten New Jersey auf. Schon als Kind zog es die koreanisch-amerikanische Schauspielerin auf die Bühne. In den Sommerferien besuchte sie Intensivkurse an der renommierten NYU Tisch School of the Arts sowie am Stella Adler Conservatory, wo sie erste professionelle Grundlagen der Schauspielkunst erlernte. Ihre Leidenschaft für das Theater führte sie anschließend an die Boston University, wo sie einen Bachelor of Fine Arts in Theatre Arts erwarb. Unmittelbar nach ihrem Abschluss packte Park ihre Koffer und zog nach Los Angeles, um ihren Traum von einer Karriere in der Film- und Fernsehbranche zu verwirklichen

Der Start in der Entertainment-Hauptstadt verlief allerdings nicht nach Schema F. Statt sofort vor die Kamera zu treten, entdeckte Park zunächst eine andere Seite der Branche. In ihrem ersten Jahr in Los Angeles arbeitete sie als Moderatorin für Kore Asian Media (heute Character Media) und ISATv. Beide Plattformen hatten sich der Sichtbarkeit asiatisch-amerikanischer Erfahrungen verschrieben und erzählten Geschichten aus der AAPI-Community. Diese Arbeit prägte Parks Verständnis von Repräsentation und legte den Grundstein für ihr späteres Engagement als Aktivistin und Produzentin

Erste Schritte vor der Kamera

Anno 2015 stand Ami Park erstmals für einen Film vor der Kamera. Im Kurzfilm „Like Father, Like Son“ übernahm sie die Rolle der Lucky und sammelte ihre ersten Erfahrungen am Set. Es folgten weitere Kurzfilmprojekte wie „Fractured“, das die Folgen unbehandelter psychischer Erkrankungen thematisierte, sowie „The Chicken Party“ im Jahr 2018. Auch Produktionen wie „Plum“, „Love is Everywhere“ und „Unread“ zeigten, dass Park sich bewusst Projekte aussuchte, die gesellschaftlich relevante Themen behandelten

Parallel dazu klopfte das Fernsehen an. 2017 trat Park in einer Episode der langjährigen ABC-Sitcom The Middle als Tessa auf. Im selben Zeitraum gelang ihr ein Auftritt, der deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich zog. In der preisgekrönten Dramaserie This Is Us verkörperte sie die wiederkehrende Rolle der Soo. Die NBC-Produktion von Dan Fogelman mit Milo Ventimiglia, Mandy Moore und Sterling K. Brown gehörte zu den erfolgreichsten Serien ihrer Zeit und brachte Park erstmals ein größeres Publikum

Neben ihren Fernsehauftritten wagte sich Park an unabhängige Filmproduktionen. 2020 übernahm sie eine tragende Nebenrolle im Indie-Drama „Where We Begin“ als Grace. Der Film von Joshua Kwak und Fidencio Casas erzählt die Geschichte eines koreanisch-amerikanischen Mannes, der über historische Orte einen Zugang zu seiner eigenen Identität findet

Der Durchbruch mit „Alaska Daily“

Der große Karrieresprung kam 2022 mit der ABC-Dramaserie Alaska Daily. Showrunner Tom McCarthy schuf gemeinsam mit dem Journalisten Kyle Hopkins eine Serie, die von der investigativen Artikelserie „Lawless: Sexual Violence in Alaska“ der Anchorage Daily News und ProPublica inspiriert war. Park ergatterte die Rolle der jungen Reporterin Yuna Park und war damit erstmals als festes Ensemblemitglied einer Network-Serie gelistet. An der Seite von Oscar-Preisträgerin Hilary Swank, Jeff Perry und der indigenen Schauspielerin Grace Dove erzählte die Serie die Geschichte einer in Ungnade gefallenen Journalistin, die bei einer kleinen Zeitung in Anchorage einen Neuanfang wagt

Für die Figur der Yuna entwickelte Park gemeinsam mit McCarthy einen detaillierten Hintergrund. „Bevor sie Reporterin wurde, war sie Unternehmensjuristin. Sie entschied sich für den Beruf der Reporterin, weil ihr die Menschen wirklich am Herzen liegen und sie einfach das Richtige tun möchte.“, erklärte Park in einem Interview mit dem Mochi Magazine. Yuna ist die jüngste Reporterin in der Redaktion und bewundert Hilary Swanks Figur Eileen Fitzgerald zutiefst. Parks Darstellung der aufstrebenden Journalistin traf den Nerv einer Generation junger Frauen, die sich in der Arbeitswelt behaupten müssen

Ein zentrales Element der Serie war die Aufarbeitung der alarmierenden Zahlen vermisster und ermordeter indigener Frauen in Alaska. Park zeigte sich tief bewegt von der Zusammenarbeit mit indigenen Autoren und Schauspielern am Set. „Alle indigenen Schauspieler, die einfach nur Teil unserer Serie sein wollen, das ist wirklich sehr bewegend. Das macht alles noch viel realer, denn all diese Geschichten und Fälle sind von wahren Begebenheiten und Ereignissen inspiriert.“, sagte sie. Die Staffel umfasste elf Episoden und hinterließ trotz der Absetzung nach nur einer Season einen bleibenden Eindruck bei Kritikern und Publikum

Nach hunderten von Auditions über fast zwei Jahrzehnte war die Rolle in Alaska Daily eine zutiefst emotionale Angelegenheit. In einem Instagram-Post vor der Serienpremiere schrieb Park: „Es gab so viele Tränen, als Rollen, von denen ich dachte, sie würden mir gehören, nicht an mich gingen. Es gab so viele endlose Nächte, in denen ich mich fragte, warum es nicht geklappt hatte

Engagement und künstlerische Entwicklung

Ami Park versteht sich nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Aktivistin und Produzentin. Die Sichtbarkeit asiatisch-amerikanischer Talente in Hollywood liegt ihr besonders am Herzen. Schon während ihrer Zeit als Moderatorin bei Kore Asian Media setzte sie sich für vielfältigere Geschichten auf amerikanischen Bildschirmen ein. Über ihre Social-Media-Kanäle greift sie regelmäßig Themen wie psychische Gesundheit und LGBTQ+-Rechte auf und ermutigt ihre Community, offen über diese Themen zu sprechen

Im Jahre 2022 wagte sich Ami Park auch hinter die Kamera und produzierte den Kurzfilm „Unwavering“. Der Schritt zur Produzentin war für Park eine logische Weiterentwicklung, die ihr ermöglicht, Geschichten zu erzählen, die ihr am Herzen liegen

Als Rednerin tritt Park ebenfalls in Erscheinung. Über die Agentur PDA Speakers ist sie für Veranstaltungen buchbar und spricht dort über kulturelle Vielfalt, Aktivismus und die Erfahrungen asiatisch-amerikanischer Künstler in der Unterhaltungsindustrie. Ihre Geschichte vom langen Weg nach Hollywood resoniert besonders bei jungen Menschen aus unterrepräsentierten Communities

Ami Park Privatleben

Ami Park lebt in Santa Barbara und spricht fließend Englisch und Koreanisch. Neben der Schauspielerei trainiert sie Kampfkunst und beherrscht sowohl Hapkido als auch Taekwondo

In ihrer Freizeit tanzt sie gern, fährt Fahrrad und setzt sich weiterhin aktiv für die AAPI-Community ein. Park nutzt ihre wachsende Plattform konsequent, um auf gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen und junge asiatisch-amerikanische Talente zu ermutigen, ihren eigenen Weg in der Unterhaltungsindustrie zu gehen

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