Aaron Paul
Aaron Paul als Jesse Pinkman in der Serie Breaking Bad.
© AMC

Aaron Paul

Biografie von Aaron Paul

Aaron Paul ist als Aaron Paul Sturtevant in Emmett, Idaho geboren. Sein Vater ist ein pensionierter Baptistenprediger, deshalb wurde er religiös erzogen. Er hat an verschiedenen Kirchenprogrammen teilgenommen und ist in zahlreichen Theaterstücken am Gemeindetheater seiner Heimatstadt aufgetreten. Seine Mutter hat ihn dabei in jeder Hinsicht unterstützt.

In der achten Klasse ist ihm bewusst geworden, dass das Schauspielern seine Berufung ist und war während der Highschool Mitglied des Schauspielclubs. Nach seinem Highschoolabschluss ist Paul nach Los Angeles gezogen, um seinen Lebenstraum zu verwirklichen. Es dauerte eine Weile bis er Fortschritte machte. In den späten 90er Jahren arbeitet er zunächst sogar als Platzanweiser in dem Universal Studios Movie Theater in Hollywood und als Froschmaskottchen bei einer Radiostation. Währenddessen hat er jede kleine Rolle akzeptiert, die ihm angeboten wurde.

Karriere

Film und Fernsehen

Sein Fernsehdebüt hatte er 1998 in dem MTV-Film „Even The Losers“ für den Sara Gilbert Regie führte und das Drehbuch schrieb. Danach folgten Gastauftritte in Serien wie 90210 Beverly Hills und Melrose Place. Seit einem Jahrzehnt konnte Paul einen fortdauernde Schauspielkarriere mit etlichen Gastauftritten in Dutzenden erfolgreichen Serien aufbauen, darunter unter anderem The X-Files (2001), CSI: Crime Scene Investigation (2002), Emergency Room (2003), Veronica Mars und Criminal Minds (2005), sowie drei Episoden lang in der kurzlebigen Mysteryserie Point Pleasant. Nach weiteren Gastauftritten 2006 in Ghost Whisperer und Bones, konnte er im Jahr 2007 eine wiederkehrende Rolle in Big Love als Amanda Seyfrieds Verlobter ergattern.

Auf der Kinoleinwand hatte Paul seine erste Rolle im Jahr 2000 in der romantischen Komödie „Whatever It Takes“. Im Jahr 2001 spielt er den entfremdeten Sohn von Jeff Bridges in „K-Pax“. 2002 hat er einen denkwürdigen Auftritt in dem MTV-Drama „Wasted“ als Owen, der mit seinen Freunden aus Langeweile mit Drogen experimentiert. In einer weiteren Kinorolle ist er 2005 an der Seite von Julie Benz in der Komödie „Bad Girls from Valley High“ zu sehen. Danach spielt er 2006 den Schwager von Tom Cruise in „Mission Impossible: III“ und eine der Hauptrollen in dem Drama „Choking Man“. Danach folgt 2008 die Komödie „Say Goodnight“. Im Jahr 2009 ist er in dem Horrorschocker „The Last House on the Left“ zu sehen. 2010 spielt er den Weird Al in dem Funny or Die-Kurzfilm „Weird: The Al Yankovic Story“.

Der große Durchbruch mit Breaking Bad

Seinen großen Durchbruch hatte Aaron Paul 2008 neben Bryan Cranston in dem AMC-Drama Breaking Bad. Darin spielt er den drogenabhängigen Jesse Pinkman, einen ehemaligen Schüler und jetzigen Geschäftspartner Walter White, der sich während der Produktion und Distribution von Crystal Meth immer wieder in verrückten Situationen wiederfindet. Paul wurde für seine Rolle bereits zwei Mal für den Emmy nominiert und konnte die Trophäe 2010 mit nach Hause nehmen.

Paul ist des Weiteren 2002 in dem Korn Musicvideo für „Thoughtless“, sowie in Musikvideos von „Everlast“ zu sehen. Außerdem hat der Schauspieler um die Jahrtausendwende in verschiedenen Werbespots, wie Pepsi oder Burger King, mitgewirkt.

Nach Breaking Bad war der zweifache Emmy-Gewinner auf der Kinoleinwand präsent, in Filmen wie „Need for Speed“, „Väter und Töchter - Ein ganzes Leben“ oder „A Long Way Down“.

2017 kehrte er mit der Serie The Path (2016-2018) zurück, in der er die Rolle des Eddie Lane, eines Mannes, der sich von einer religiösen Sekte zu lösen versucht, verkörperte.

Der Sprung ins Kino und El Camino

2019 kehrte Aaron Paul zu seiner ikonischsten Rolle als Jesse Pinkman zurück, diesmal in dem Netflix-Film „El Camino: Ein Breaking Bad-Film“ (2019). Der Film setzte die Geschichte von Jesse Pinkman unmittelbar nach den Ereignissen der Serie Breaking Bad fort und wurde von den Fans und Kritikern gleichermaßen erwartet. Pauls Darstellung erhielt Lob für die Tiefe und Emotionalität, die er in die Rolle brachte, was seine Verbindung zu dieser Figur und seinen Platz in der Popkultur weiter festigte.

Westworld und neue Herausforderungen

Aaron Paul erweiterte seine Fernsehkarriere, indem er 2020 eine Hauptrolle in der renommierten Serie Westworld (2016-jetzt) übernahm. In der dritten Staffel der Serie spielte er Caleb Nichols, einen Veteranen mit einem dunklen Geheimnis, der sich gegen die mächtigen Kräfte der Technologie stellt.

Weitere Filmprojekte und Diversifikation

Neben seiner Arbeit in Westworld übernahm Aaron Paul weiterhin Rollen in verschiedenen Filmprojekten, um sein Repertoire zu erweitern. Er spielte 2018 in „American Woman“ (2018) eine unterstützende Rolle, die ihm ermöglichte, in einem ernsteren, unabhängigen Film mitzuwirken. Außerdem lieh er in der animierten Serie BoJack Horseman (2014-2020) seine Stimme dem Charakter Todd Chavez, was ihm Anerkennung als vielseitiger Synchronsprecher einbrachte.

Privatleben

Die Liebe seines Lebens

Seit 2011 ist der Schauspieler mit Laura Parsekian zusammen. Zu Neujahr 2012 haben sich die beiden in Paris verlobt und im Mai 2013 geheiratet. Laura Parsekian ist die Mitgründerin von Finding Kind Productions - eine Organisation, die sich den Problemen von Mädchengewalt widmet. Das Paar begrüßte 2018 ihr erstes Kind, Story Annabelle (*2018).

Zuvor war er unter anderem mit der Schauspielerin Jessica Lowndes liiert.

Filmografie von Aaron Paul

  • Humanoid
  • Blister
  • Dual
  • Hjælp, jeg er en fisk“ (2000)
  • Whatever It Takes“ (2000)
  • K-PAX“ (2001)
  • Wasted“ (2002)
  • National Lampoon's Van Wilder“ (2002)
  • Perfect Opposites“ (2004)
  • Bad Girls from Valley High“ (2005)
  • Choking Man“ (2006)
  • Mission: Impossible III“ (2006)
  • Daydreamer“ (2007)
  • Say Goodnight“ (2008)
  • The Last House on the Left“ (2009)
  • Wreckage“ (2010)
  • Weird: The Al Yankovic Story“ (2010)
  • Fly“ (2010)
  • Quirky Girl“ (2011)
  • Smashed“ (2012)
  • Robot Chicken: DC Comics Special“ (2012)
  • No Half Measures: Creating the Final Season of Breaking Bad“ (2013)
  • David Blaine: Real or Magic“ (2013)
  • Need for Speed“ (2014)
  • Hellion“ (2014)
  • A Long Way Down“ (2014)
  • Decoding Annie Parker“ (2014)
  • Exodus: Gods and Kings“ (2014)
  • Lennon or McCartney“ (2014)
  • Unity“ (2015)
  • Eye in the Sky“ (2015)
  • Fathers and Daughters“ (2015)
  • Come and Find Me“ (2016)
  • The 9th Life of Louis Drax“ (2016)
  • Central Intelligence“ (2016)
  • Triple 9“ (2016)
  • キングスグレイブ ファイナルファンタジーXV“ (2016)
  • Breaking Bad: The Movie Fan Film“ (2017)
  • Welcome Home“ (2018)
  • El Camino: A Breaking Bad Movie“ (2019)
  • The Parts You Lose“ (2019)
  • American Woman“ (2019)
  • The Road to El Camino: Behind the Scenes of El Camino: A Breaking Bad Movie“ (2019)
  • Adam“ (2020)
  • David Blaine: The Magic Way“ (2020)

Fakten zu Aaron Paul
Fakten zu Aaron Paul

Fünf Fakten zum Breaking-Bad-Star Aaron Paul

Schon bevor Aaron Paul die Rolle von Jesse Pinkman in der hochdekorierten AMC-Serie Breaking Bad übernahm, war er ein großer Fan von Bryan Cranston. Denn Paul verfolgte gemeinsam mit seiner Mutter jede Episode der ehemaligen Serie seines Kollegen, Malcolm in the Middle. Umso mehr waren Mutter und Sohn damals außer sich vor Freude, als Paul das Engagement an Land zog.

Fakt 1

In den späten 90er Jahren arbeitet Aaron Paul zunächst als Platzanweiser in dem Universal Studios Movie Theater in Hollywood und als Froschmaskottchen bei einer Radiostation. Währenddessen hat er jede kleine Rolle akzeptiert, die ihm angeboten wurde.

Fakt 2

Aaron Pauls Vater ist ein pensionierter Baptistenprediger, deshalb wurde der Schauspieler auch religiös erzogen. Er hatte an verschiedenen Kirchenprogrammen teilgenommen und war in zahlreichen Theaterstücken am Gemeindetheater seiner Heimatstadt aufgetreten. Seine erste Rolle hatte er im Säuglingsalter als Baby Jesus in der Kirche. Er sagt über sich, dass er eine sehr nette Person ist, deshalb versteht er auch nicht, warum alle denken, dass er ein bad guy sei. Es läge wohl an seinem „konzentrierten Blick“, dass ihm dieses Wesensmerkmal zugeschrieben werde, glaubt er.

Fakt 3

Knapp ein Jahr war er mit Schauspielerin Jessica Lowndes (90210) liiert (April 2009-März 2010). Als er im Jahr 2001 für eine Gastrolle in der Episode Lord of the Flies der Serie Akte-X vor der Kamera stand, lernte er Samaire Armstrong (The OC) kennen und war mit ihr eine Zeit lang zusammen.

Fakt 4

Um sich auf die Rolle des drogenabhängigen Jesse Pinkman vorzubereiten, hat Aaron Paul Dokumentationen und You-Tube-Videos über Heroinmissbrauch geschaut. Er fand bei seiner Internetrecherche sogar ein Rezept für das Kochen von Meth.

Fakt 5

Aaron Paul ist ein Fan des Horrogenres, dennoch hat er beim Rollenangebot in dem Remake von Wes Cravens „The Last House on the Left“ (2009) gezögert. Letztendlich haben ihn die Macher des Films überzeugen können und Paul ist sehr stolz darauf, an dem Film mitgewirkt zu haben.
Außerdem ist Aaron Paul ein großer Fan der Serien Lost und Dexter. Er wäre so gerne - sogar als Statist - in „Lost“ dabei gewesen, doch leider hat es nicht geklappt.
Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.318 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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