Partners (2014) 1x01

In der amerikanischen Comedyserie Partners (2014) spielen Kelsey Grammer und Martin Lawrence die ungleichen Anwälte Allen und Marcus, die sich zu einer Kanzlei zusammenschließen. In der Pilotepisode, bekommt Marcus Unterstützung bei seinem Scheidungsverfahren, was in einer ungleichen geschäftlichen Partnerschaft endet.
Die Anwälte Allen Braddock (Kelsey Grammer) und Marcus Jackson (Martin Lawrence) könnten unterschiedlicher nicht sein. Allen ist ambitioniert und erfolgsorientiert während Marcus gerne dem Allgemeinwohl und den Bedürftigen seine Dienste anbietet. Marcus lebt zusammen mit seiner Mutter und Tochter in einem Apartment über seiner Kanzlei. Er steckt mitten in einer Scheidung, bei der seine Frau den Großteil seiner Besitztümer zugesprochen bekommt. Weder seine Mutter (Telma Hopkins) noch sein Assistent Michael (Rory O'Malley) können ihn davon überzeugen, für seine Rechte und finanziellen Ansprüche zu kämpfen. Sein Charakter, der ansonsten peppige Dialoge und schnippische Antworten zum Besten gibt (beziehungsweise: „geben soll“), wirkt hierbei ziemlich naiv, was einen eher seltsamen Kontrast ergibt. Zudem fallen bereits nach kurzer Zeit die sehr penetranten Lachkonserven auf, die dem Zuschauer gefühlt und vielleicht sogar tatsächlich nach jedem zweiten Satz aufgedrängt werden.
Allen Braddocks Situation wird durch seinen Onkel und einen Kollegen präsentiert. Zur Exposition wird das Stilmittel eines Dialogs gewählt, wobei dieser einen extrem gekünstelten Eindruck macht. „Hey du bist von deinem Vater gefeuert worden, keine Kanzlei in der Stadt will dich jetzt noch“. Die anschließende Interaktion mit seiner Stieftochter Lizzy (McKaley Miller) vor dem Gerichtssaal ist zwar kurz, aber gut gelungen, denn die beiden harmonieren gut miteinander.
Maybe if we didn't partner up, it would be better
Das lässt sich von Kelsey Grammer und Martin Lawrence noch nicht behaupten. Zwar spielen sie nicht aneinander vorbei, doch es fehlt das gewisse Etwas, um zu überzeugen. Marcus und Allen begegnen sich im Gerichtssaal, woraufhin Marcus beschließt, dass eine Zusammenarbeit für beide von Vorteil ist. Er hilft Allen in seinem Scheidungsfall, wenn dieser ihm im Gegenzug die Pro-Bono-Fälle übernimmt, welche eine Richterin ihm aufgebrummt hat.
Das weitere Vorgehen wird in Marcus' Kanzlei besprochen. Dort lernen wir Veronica (Edi Patterson) kennen, die Assistentin von Marcus. Sie schaffte es in ihrer ersten Szene bereis, dem Zuschauer auf die Nerven zu fallen.
Gemeinsam entdecken Braddock und Jackson dann beim nächtlichen Einbruch in die Kirche von Marcus Frau Beweise für eine Affäre mit ihrem Priester. Dies überzeugt ihn, im Scheidungsprozess für sich einzustehen, was mit Hilfe der Beweise auch erfolgreich ist. Im Anschluss einigen sich beide auf eine zukünftige Partnerschaft in einer gemeinsamen Kanzlei.

Fazit
Die Pilotepisode von Partners (2014) kann nicht überzeugen. Kelsey Grammers Leistung ist ordentlich und stärker als die von Martin Lawrence zu bezeichnen. Allerdings wirken Grammers Dialoge sehr oft, als ob die Autoren zu krampfhaft versucht haben, ihn jung, dynamisch und cool wirken zu lassen. Die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren ist bestenfalls in Ordnung, allerdings (noch) nicht gut genug, um die Serie zu einem Sehvergnügen zu machen. Böse Zungen könnten behaupten, „sie sind stets bemüht“ - und wir alle wissen, was es bedeutet, wenn dieser Satz auf dem Zeugnis steht. Der Humor kommt in „Partners“ meist nicht über flache Wortwitze hinaus und die Lachkonserven, welche viel zu oft eingesetzt werden, sind störend.
Als kurzes Fazit zur bereits ausgestrahlten zweiten Episode sei angemerkt: Es wird alberner, dieses Mal inklusive der fast schon obligatorischen „white people/black people“ Witze und Allens Tochter Lizzy als Lichtblick.
Verfasser: Tim Krüger am Mittwoch, 6. August 2014(Partners (2014) 1x01)
Schauspieler in der Episode Partners (2014) 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?