Origin 1x01

Origin 1x01

YouTube Premium prĂ€sentiert mit Origin eine Science-Fiction-Eigenproduktion, die genauso generisch ist wie ihr Titel. Inklusive Raumschiffspuk und sehr ernster Charaktere, die einem das MitfĂŒhlen schwer machen.

„Origin“ (c) YouTube Premium
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© ??Origin“ (c) YouTube Premium

Science-Fiction steckt mitten in einem Boom. Das neue Star Trek: Discovery wird von einer breiten Masse auf Netflix gebingt, Black Mirror rÀumt begehrte TV-Preise ab und Sendungen wie The Big Bang Theory halfen dabei, das Genre von der NerdsphÀre in den Mainstream zu hieven. Klar, dass nun jeder Sender und Streamer eine dieser angesagten Serien braucht (ebenso wie Horror-Anthologien) und nicht jede davon das Space-Rad neu erfinden kann.

Origin von Mika Watkins ist eine dieser Science-Fiction-Serien, die sich kaum etwas zuschulden kommen lĂ€sst - außer, dass es sich anfĂŒhlt, als wĂ€ren wir hier schon tausendmal gewesen. Sagt Bescheid, wenn es Euch bekannt vorkommt: Auf einem unheimlich anmutenden Raumschiff wachen die Passagiere vor ihrer Ankunft auf dem Zielplaneten aus dem Transportschlaf auf, die Crew ist nicht aufzufinden, nach und nach sterben Personen bei der Erkundung des Schiffs und dann kommt schließlich ein außerirdisches Horrorelement hinzu...

Ungemein albern wirkt, wie angestrengt unterkĂŒhlt hier alle tun, wĂ€hrend sie in ihrer Notlage nichts anderes machen, als sich gegenseitig anzuknurren. Sind wir wieder in den 90ern, in denen dieses eintönige GebĂ€rden in Genrefilmen auf einmal wieder als cool durchgeht? Unterbrochen wird diese lĂ€hmende „Coolness" nur von Schreckmomenten, in denen auf Panik umgeschaltet wird und die Schauspieler sehr bemĂŒht sind, alles an Terror aus sich herauszuholen. Hier bekleckert sich wirklich niemand mit Ruhm. Weder „Harry Potter“-Rivale Tom Felton noch Game of Thrones-Adel Natalia Tena.

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In den Fokus rĂŒckt in dieser Episode der von Sen Mitsuji gespielte Shun. Wie es scheint, erhalten wir nĂ€mlich pro Folge die jeweilige Origin-Story eines Passagiers. Shun hat sich in Tokio als Killer fĂŒr einen mĂ€chtigen Yakuza-Boss verdingt. Eine Situation, aus der er gemeinsam mit seinem Copbruder, der ebenfalls mit seinem Leben unzufrieden ist, fliehen wollte. Der Ausweg bot sich in Form des Thea-Projekts, bei welchem ein fĂŒnf Lichtjahre entfernter Planet besiedelt werden soll und die Beteiligten einen Neuanfang erhalten. Das Ganze geht allerdings in die Hose und Shuns Bruder wird vor dem Abflug umgebracht. Klingt auf dem Papier dramatisch. Was auf dem Bildschirm gelandet ist, hat allerdings fast keinen Puls.

Handwerklich ist „Origin“ durchaus kompetent hergestellt, auch wenn der blĂ€ulich beleuchtete Science-Fiction-Raumschiff-Look wirklich perfekt zum absolut generischen Titel der Serie passt. Tut niemandem weh, ist nur komplett seelenlos und wer in seinem Leben mehr als zwei Sci-Fi-Filme gesehen hat, hat eigentlich keinen Grund, hier zehn Stunden zu investieren. Zumindest wirkt es nach dem Investment der ersten so.

Die gleiche Sci-Fi-Horror-PrĂ€misse im gleichen blau beleuchteten Raumschiff kommt ĂŒbrigens im Dezember schon wieder in Form von Nightflyers auf uns zu. Dann jedoch nach Vorlage von George R. R. Martin und bei Netflix.

Verfasser: Mario Giglio am Mittwoch, 14. November 2018
Episode
Staffel 1, Episode 1
(Origin 1x01)
Deutscher Titel der Episode
Auf Abwegen
Titel der Episode im Original
The Road Not Taken
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 14. November 2018 (YouTube)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 14. November 2018
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Mittwoch, 14. November 2018
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Mittwoch, 14. November 2018
Regisseur
Paul W. S. Anderson

Schauspieler in der Episode Origin 1x01

Darsteller
Rolle
Natalia Tena
Tom Felton
Fraser James
Madalyn Horcher

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?