Oh Hell: Review der Pilotepisode der MagentaTV-Serie

Oh Hell: Review der Pilotepisode der MagentaTV-Serie

Die 24-jährige Helene aus der neuen MagentaTV-Serie Oh Hell ist eine wunderbare Ergänzung der deutschen Serienwelt. Trocken-komisch dargestellt von Mala Emde, nach einem bezaubernden Drehbuch von Johannes Boss.

Cast der Serie Oh Hell (c) MagentaTV
Cast der Serie Oh Hell (c) MagentaTV
© ast der Serie Oh Hell (c) MagentaTV

In der Pilotepisode der Serie Oh Hell zerstört Helene (Mala Emde) den Geburtstagskuchen eines kleinen Jungen, fackelt einen Wald ab - und gewinnt das Herz der Zuschauer:innen im Eiltempo. Mit der neuen Comedyserie hat man bei MagentaTV eine kleine Perle ins Programm geholt.

Wovon handelt die Serie Oh Hell?

Helene Sternberg ist 24 Jahre alt und ist anders als die Charaktere, die mit ihr die Serienwelt von „Oh Hell“ bevölkern, und auch anders als die Figuren, die man sonst auf der Mattscheibe so gewöhnt ist oder die man im EDEKA trifft. Sie ist anders auf eine Art, die bezaubert. „Das Tolle daran, wenn du immer verkackst, ist, du bist unglaublich kompetent darin, dein Verkacken zu vertuschen“, sagt sie uns in der zweiten Episode und nichts trifft die Essenz ihres Lebens so sehr. In der Pilotfolge begleiten wir sie durch eine weitere Kündigung in einem Kindergarten. Dort hat sie die Kinder in Gefahr gebracht, bereits besagten Geburtstagskuchen zerstört und alle Kollegen gestresst. Doch sie hat auch auf Augenhöhe mit den Kindern kommuniziert und einem schikanierten Mädchen den Rücken gestärkt.

Ebenso lernen wir ihre Kindheitsfreundin kennen, Maike (Salka Weber), die als Influencerin die Welt bereist und Erfolge feiert. Helene hingegen folgen wir schon bald in den nächsten Job, im Callcenter von Gartencenter24. Was sie so besonders macht, ist ihre klare Sicht und ihre Ehrlichkeit, der Unwille und wohl auch die Unfähigkeit, sich für die anderen zu verbiegen. Helene ist anders, stolpert von zwischenmenschlicher Katastrophe in die nächste und bleibt dabei so trocken-aufrichtig, dass es urkomisch wird.

Wie kommt es rüber?

Doch was genau in der Serie Oh Hell passiert, spielt ohnehin eher in der zweiten Reihe des Interesses. Denn im Vordergrund stehen die Charaktere, besonders natürlich die titelgebende Hell. Wohl jeder Serienschaffende träumt davon, eine Figur wie ebenjene zu erschaffen, irgendwie leicht neben den anderen herlaufend, auffällig und aneckend, aber dabei authentisch und liebenswert. Dieses Kunststück gelingt jedoch nur wenigen. Die allermeisten Versuche bleiben im Fremdschäm-Stadium stecken. Denn es ist unangenehm, einer Fernsehfigur zuzuschauen, die genau das sein soll, aber nicht schafft zu sein. Das Problem kennt Helene nicht. Das liegt neben einem cleveren Team hinter der Kamera auch an der Darstellerin Mala Emde, die ihrer Rolle einen trockenen und urkomischen Unterton verleiht und dafür sorgt, dass man mit Helene am liebsten auf ein Bier ausgehen möchte.

Bei der neuen MagentaTV-Serie kommt noch hinzu, dass auch die Nebenfiguren bezaubern können. Der durch und durch charismatische Cast darf sich dabei über behutsame und schlaue Charakterzeichnungen freuen, denen es niemals an Komik mangelt. Mit jeder Episode wächst der Pool derer, die man in sein Herz geschlossen hat. Positiv hervorzuheben ist auch das Gespür der Serienmacher für Situationskomik. Mit einem Händchen fürs Absurde drehen sie unter Zuhilfenahme der Kameraführung, der Dialoge und der Mimik der Darsteller jede noch so profane Situation in eine unterhaltsame und meist auch clevere Begegnung.

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Oh Hell: Serientrailer

Hier abschließend noch der Trailer zur heute neu gestarteten Serie „Oh Hell“ beim Streamingdienst MagentaTV:

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