Not Dead Yet: Review der Pilotepisode

© oster zur Serie Not Dead Yet (c) ABC
Das Network ABC schickt mit Not Dead Yet eine klassische Comedy an den Start mit einem Cast voller Veteranen großartiger Comedys der letzten Jahre. Die Sterne stehen also gut für die Geschichte einer Frau, die neu anfangen muss und eine übernatürliche Begabung hat.
Wovon handelt die Serie Not Dead Yet?
Nell (Gina Rodriguez, Jane the Virgin) ist 37 Jahre alt und wieder zurück, wo sie einst angefangen hatte: bei einer kalifornischen Zeitung. Fünf Jahre zuvor hatte sie blendende Karriereaussichten beim SoCal Independent. Doch sie hatte etwas anderes vor und ging mit ihrem damaligen Verlobten nach London. Die Beziehung hielt jedoch nicht lange und Nell kehrte zurück nach Hause - ohne Mann, ohne Karriere und ohne Hoffnung. Doch sie nimmt, was sie kriegen kann - und das ist ein Job bei ihrem alten Arbeitgeber. Dort arbeiten immer noch ihre Freunde Sam (Hannah Simone, New Girl) und Dennis (Josh Banday, Upload).
Letzterer ist nun ihr Vorgesetzter und setzt sie auf die Nachrufe an, inklusive einer Abstellkammer als Büro. Doch das größere Problem für die Rückkehrerin ist ohnehin die neue Chefin der Zeitung, Lexi (Lauren Ash). Sie ist die Tochter des Herausgebers und die drei fanden sie in jüngeren Jahren einfach unerträglich arrogant und weltfremd. Blöd für Nell, dass Sam sich in der Zwischenzeit mit Lexi angefreundet hat und diese versucht, durch ihre Position mehr herauszufinden, was ihr manchmal besser und manchmal schlechter gelingt.
In der Pilotepisode crasht Lexi dann ausgerechnet Nells Geburtstagsparty, was am Ende dazu führt, dass die angeheiterte Nell ihr die Meinung geigt. Das jedoch hat Konsequenzen für den Beruf...
Die zweite Baustelle, auf der die Journalistin klarkommen muss, ist die Tatsache, dass sie tote Menschen sehen kann. Von der Pilotepisode her zu urteilen, kommt da jede Episode ein neuer Geist auf uns zu, je nachdem, welchen Nachruf Nell schreiben muss. In der ersten Folge begleitet sie ein alter Mann, der ihr seine Frau zeigt. Das nimmt Nell zum Anlass, die Dame zu komplementieren und findet so eine weitere neue Freundin. Ein paar kleine rührende Momente springen dabei auch heraus.
Wie kommt es rüber?
Eine Comedy über Freunde, Beruf und Liebe einer Fastvierzigerin mit einem Schuss Übernatürlichem - das bieten die Macher der Produktion „Not Dead Yet“ an und haben dafür einen mehr als vielversprechenden Cast zur Verfügung. Hauptdarstellerin Gina Rodriguez brillierte schon in „Jane the Virgin“ als Hauptdarstellerin. Hannah Simone war auch in „New Girl“ eine bezaubernde beste Freundin, die sich im Laufe der Serie eigene unterhaltsame Storylines herausarbeiten konnte. Lauren Ash begeisterte in einer ähnlich angelegten Vorgesetzten-Frenemy-Rolle viele Staffeln lang in Superstore. Josh Banday ist auch in „Upload“ als schlagfertiger Kollege zu sehen.
Und wie eine Mischung aus diesen Serien und ähnlich angelegten Beispielen fühlt die neue Produktion sich dann auch an. Der Start für Comedys ist gewohnheitsmäßig etwas holprig, aber „Not Dead Yet“ hält sich schon von Beginn an vom Fremdschämen fern und überragt damit viele andere Serien, die später erst gut wurden...
Es fehlt trotzdem ein bisschen das gewisse Etwas, um die Zuschauer:innen wirklich vom ersten Moment an zu fesseln. Doch als leichte Kost ist die Serie eine echte Empfehlung.