Nobodies 1x01

© ugh Davidson, Larry Dorf und Rachel Ramras in der Serie „Nobodies“ / (c) TVLand
Die Serie Nobodies fühlt sich an, als wenn Melissa McCarthy ihr Geld nutzt, um ihren weniger erfolgreichen Wegbegleitern eine Chance zu bieten. Ist das schlecht? Im Gegenteil - die Comedy um drei strauchelnde Fernsehautoren bezaubert mit großem Charme und spontanem Witz.
Wovon handelt es?
Hugh Davidson, Larry Dorf und Rachel Ramras hassen ihren Job bei einer Kinderzeichentrickserie und warten auf den großen Durchbruch, während ihre Freunde, darunter Melissa McCarthy glänzende Karrieren hinlegen. Wir lernen die drei auf dem Weg zu einem Revival der alten Improtruppe kennen, wo sie vor der Tür feststellen müssen, dass sie nicht namentlich auf dem Plakat genannt werden, sondern neben ihren bekannten Freunden als „und die anderen“ firmieren. Backstage warten unter anderem Jim Rash (Community) und Maya Rudolph („Saturday Night Live“, „Bridesmaids“) auf die drei.
Schnell wird es unangenehm, als letztere glaubt, die drei würden Witze machen, als sie sagen, bei einer Nickelodeon-Kinderzeichentrickserie zu arbeiten. Dann ruft auch schon die Bühne, die Hugh, Rachel und Larry natürlich als letzte betreten und nicht namentlich angekündigt werden.
Doch sie haben einen Plan, ihrer eigenen Misere zu entkommen: Sie wollen ein Drehbuch bei Paramount Pictures unterbringen, das sich Mr. First Lady nennt. Gerne würden sie den Produzenten schon im ersten Pitch glauben lassen, dass ihre Freundin Melissa McCarthy an der Rolle der Präsidentin interessiert sei, doch die erreichen sie nicht. Auch der Besuch von McCarthys Ehemann Ben Falcone bringt keinen Erfolg, weil Rachel im letzten Moment einen Rückzieher macht und ihm das Drehbuch doch nicht zeigt.
Als sie dann jedoch merken, dass die Paramount-Leute ohne Star kein Interesse haben, nimmt die Panik überhand und sie behaupten, Melissa McCarthy sei mit an Bord. Ein zweites Treffen, bei dem sie ihre Freundin mitbringen sollen, wird spontan verlegt und führt dazu, dass die drei durch den Hinterausgang flüchten, nachdem sie behauptet haben, Melissa sei auf der Toilette.
Wie kommt es rüber?
TV Land versucht schon seit einigen Jahren, mit eigenen Comedyserien Fuß zu fassen und konnte mit Younger und besonders Teachers (2016) schon einige Fans (auch in der SERIENJUNKIES.DE®-Redaktion) gewinnen. Mit der Serie über drei strauchelnde Comedians legen sie gut nach. Auch wenn der Humor in Sachen Treffsicherheit und Individualität nicht an die Lehrerinnenstory herankommt, so wissen die drei doch auch zu bezaubern. Ein großes Verkaufsargument ist jedoch genau das, worüber sie sich schon in den ersten beiden Episoden selbst lustig machen: Die großen Namen ziehen einfach.
Auch wenn Serienproduzentin Melissa McCarthy selbst zunächst nicht zu sehen ist, so bekommen wir doch genügend andere Gesichter vor die Kamera, die der durchschnittlich aktive Serienjunkie bestens kennt. Und letztlich bauen sie auch nicht unbedingt darauf, dass man einschaltet, um zehn Sekunden Jim Rash zu erleben, sondern, weil der Humor, der sich aus der Konstellation der Nobodies und den Stars ergibt, bestechend ist und weil wir dadurch, dass alle keine normalen Rollen, sondern fiktionalisierte Versionen ihrer selbst zum Besten geben, auch selbst auf angenehme Art verloren gehen zwischen der Realität und dem Drehbuch.
Fazit
Mit gezügelten Erwartungen kann man mit Nobodies eine kurzweilige Serie entdecken, die uns Unterhaltsames aus dem Backstagebereich des Comedybusiness erzählt.
Trailer zur US-Serie „Nobodies“:
Verfasser: am Montag, 17. April 2017(Nobodies 1x01)
Schauspieler in der Episode Nobodies 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?