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Das ändert sich nach den Upfronts im US-Fernsehen: Welche Serien im Herbst laufen und welche warten

Das ändert sich nach den Upfronts im US-Fernsehen: Welche Serien im Herbst laufen und welche warten

Drei Serien, auf die sich Fans weiter freuen können: „The Rookie“, „Georgie & Mandy's First Marriage“ und „NCIS“
Drei Serien, auf die sich Fans weiter freuen können: „The Rookie“, „Georgie & Mandy's First Marriage“ und „NCIS“ © ABC/CBS

Werbemillionen, Programmstrategien und die Frage, was im Herbst läuft - die Upfronts 2026 zeigen, wie das klassische US-TV tickt. Und wie Streaming es herausfordert.

Einmal im Jahr, traditionell im Mai, laden die großen US-Broadcaster ihre Werbepartner nach New York ein - zu den sogenannten Upfronts. Das Prinzip ist simpel: Die Networks präsentieren ihr kommendes Programm, Werbekunden buchen Spots für die neue Season und die Branche bekommt einen ersten Überblick darüber, was im Herbst auf den Bildschirmen zu sehen sein wird. Was einst als reine Verkaufsveranstaltung begann, ist längst zum wichtigsten Termin im US-Serienkalender geworden.

Ein Ritual mit langer Tradition

Die Upfronts gibt es seit den 1960er Jahren. Damals reichten drei Sender - ABC, CBS und NBC - aus, um das amerikanische Fernsehen zu dominieren. Heute sind es vier große Broadcast-Networks, dazu kommen Kabel- und Streaminganbieter, die das Prinzip längst für sich adaptiert haben. Die sogenannten Newfronts, bei denen digitale Plattformen wie YouTube oder Peacock ihre Inhalte vorstellen, finden hierbei meist kurz vor den klassischen Upfronts statt.

Streaming verändert das Spiel

Mit dem Aufstieg von Netflix, Prime Video und Disney+ hat sich das Machtgefüge im amerikanischen Fernsehen grundlegend verschoben. Streamingdienste sind nicht auf Werbeeinnahmen angewiesen - zumindest nicht in dem Maß wie die klassischen Networks - und präsentieren ihre Inhalte nach eigenen Regeln. Verlängerungen und Absetzungen werden dort das ganze Jahr über verkündet, oft ohne große Ankündigung. Eine vergleichbare Transparenz wie bei den Upfronts gibt es hierbei kaum.

CBS prescht vor, die anderen folgen

2026 war CBS das Erste der großen Networks, das sein Programm vorstellte - ungewöhnlich früh und damit vor den anderen drei. NBC, FOX und ABC folgten in der klassischen Upfronts-Woche im Mai. Die Reihenfolge und das Timing sind dabei kein Zufall: Wer früh präsentiert, sichert sich Aufmerksamkeit - und manchmal auch den ersten Zugriff auf begehrte Werbebudgets.

Midseason als Strategie

Auffällig in der Season 2026/2027 ist, wie bewusst alle vier Networks mit der Midseason umgehen. Statt alles im Herbst zu verbrennen, parken CBS, NBC, FOX und ABC gezielt prominente Titel für Januar und Februar - eine Strategie, die sich in den vergangenen Jahren zunehmend etabliert hat und es den Sendern ermöglicht, das ganze Jahr über mit starken Inhalten präsent zu bleiben. Zuvor war bei der Midseason eher kurzfristig vorgegangen worden.

Welche Serien im Herbst starten, welche bis 2027 warten müssen und was bei den einzelnen Networks konkret geplant ist, zeigt unsere Fotostrecke mit allen wichtigen Entscheidungen.

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Nadja Spielvogel

Der Artikel Upfronts 2026: Was sich verändert hat und warum das Ritual noch zählt wurde von Nadja Spielvogel am Uhr erstmalig veröffentlicht. Nadja Spielvogel hat bereits 855 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Nadja Spielvogel