Netflix setzt „Süße Magnolien“ nach fünf Staffeln überraschend ab
Netflix setzt „Süße Magnolien“ nach fünf Staffeln überraschend ab
Wer in den vergangenen sechs Jahren regelmäßig nach Serenity in South Carolina gereist ist, muss jetzt tapfer sein. Netflix hat „Sweet Magnolias“ abgesetzt. Die Entscheidung fiel spät, und sie fiel zugunsten eines Nachfolgeprojekts vom selben Kreativteam. Die Absetzung wurde einen Tag nachdem die Verträge des Maincast ausgelaufen waren, bekannt. Die Serie mit JoAnna Garcia Swisher als Maddie Townsend, Brooke Elliott als Dana Sue Sullivan und Heather Headley als Helen Decatur kommen damit auf 50 Episoden. Seit dem Start im Jahr 2020 sammelte die Romantik-Serie rund 100 Millionen Views und tauchte 14 Mal in den globalen Wochencharts auf.
Die Zahlen der fünften Staffel gaben den Ausschlag
Staffel fünf startete am 11. Juni und kam in der ersten Woche auf 2,8 Millionen Views. Gegenüber dem Auftakt der vierten Staffel war das ein Minus von 30 Prozent. In der ersten vollen Woche kletterte sie auf 3,5 Millionen, nach drei Wochen war die Serie aber wieder aus den Top 10 verschwunden. Wohlfühlstoff zieht beim Anbieter durchaus, wie eine aktuelle Auswertung der wachstumsstärksten Serienkategorien zeigt. Für Serenity reichte es dennoch nicht. Einen Writers' Room für Staffel sechs richtete der Anbieter vorab gar nicht erst ein, was sonst als sicheres Zeichen für eine Verlängerung gilt.
„Ladies of the House“ tritt die Nachfolge an
Statt einer sechsten Staffel bekam Sheryl J. Anderson grünes Licht für ihr nächstes Projekt. Die Autorin, die schon „Charmed (2018)“ mitverantwortet hat, bleibt auch bei Ladies of the House als Showrunner an Bord. Vorlage ist der Roman von Lauren Edmondson, eine moderne Neuerzählung von „Sense and Sensibility“. Jane Austen hat beim Anbieter gerade Konjunktur, für die Serienfassung von Pride & Prejudice steht der Starttermin fest. Im Zentrum stehen wieder drei Frauen. Nach dem Tod eines Weingut-Besitzers müssen Witwe und Töchter den Betrieb retten.
Hauptdarstellerin wechselt gleich mit
JoAnna Garcia Swisher produziert die neue Serie gemeinsam mit Anderson und Kate Gordon unter dem Dach ihrer Firma Rolling Clover, als Partner ist Black Label Media an Bord. Swisher soll zudem vor der Kamera stehen, so richtig sicher ist das aber noch nicht. Intern lief es, Medienberichten zufolge, offenbar auf eine Entweder-oder-Frage hinaus. Entweder eine sechste und finale Staffel für Serenity oder der Start des neuen Stoffs mit denselben Köpfen. Der Anbieter entschied sich für die Variante mit der längeren Perspektive und den günstigeren Gehältern.
Ein Finale, das keines werden sollte
Für die Fans bleibt bei der ganzen Sache ein schaler Beigeschmack, weil die geplante Abschiedsstaffel nun ausfällt. Ganz im Regen stehen sie aber nicht. Das Staffelfinale ließ zwar Fragen offen, verzichtete jedoch auf den ganz großen Cliffhanger und endete wie gewohnt mit dem Margarita-Anstoß der drei Freundinnen. Härter hat es zuletzt eine Western-Serie getroffen, die mitten im Cliffhanger abgesetzt wurde. Das Autorenteam verabschiedete sich auf Instagram mit dem Hinweis, jedes große Abenteuer gehe irgendwann zu Ende.