„The Grand Tour“ startet neu und bringt die alten Gesichter mit
„The Grand Tour“ startet neu und bringt die alten Gesichter mit
Sechs Staffeln lang haben sich die Fans an den Gedanken gewöhnt, dass irgendwann Schluss sein muss. Als der Streamingdienst Amazon Prime Video drei völlig neue Moderatoren für die siebte Staffel von „The Grand Tour“ präsentierte, sah es nach dem endgültigen Abschied aus. Die Zuschauer stellten sich auf einen harten Bruch ein. Jetzt reiben sie sich jedoch verwundert die Augen, denn Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond verschwinden keineswegs.
Der Abschied, der plötzlich keiner mehr ist
Am 4. September rollt die siebte Staffel bei Amazon Prime Video an und am Steuer sitzen mit Thomas Holland, James Engelsman und Francis Bourgeois drei fremde Gesichter. Holland und Engelsman betreiben zusammen den Autokanal Throttle House auf YouTube. Dazu kommt Bourgeois, der als begeisterter Zugfan im Netz zu Ruhm kam. Offiziell übernehmen die drei dauerhaft und genau diese Ansage lag vielen Fans schwer im Magen. Sie klang nach kaltem Schnitt und nach dem Ende einer Ära. Doch das alte Trio bleibt der Serie erhalten, nur eben nicht mehr auf dem Fahrersitz.

Kurzauftritte statt kompletter Abgang
Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond bleiben nämlich in der Produktion und tauchen quer durch die Staffel als Cameo auf. Damit soll der Übergang gelingen, an dem andere Autosendungen brutal gescheitert sind. Mitschöpfer und Produzent Andy Wilman machte im Interview mit dem Sender 3Bs Radio deutlich, dass die alten Gesichter hinter den neuen stehen und den Staffelstab bewusst weiterreichen. Die Zuschauer bekommen also eine langsame Ablösung serviert. Wer auf das übergroße Abschiedsdrama gewartet hat, hat somit also Pech gehabt.
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Das Trauma der alten Sendung sitzt tief
Wilman weiß genau, wie schnell so ein Format, das auf Gesichter setzt, das man jahrelang aus der Glotze kennt, zerbricht. Man könne nicht einfach drei neue, lustige Moderatoren hineinsetzen und hoffen, dass es funktioniert, warnte er. Das sei, als beschreibe man die Sendung einem Außerirdischen am Telefon. Vor über zehn Jahren verließen die drei nach einem Eklat „Top Gear“, ersetzt wurden sie unter anderem durch Freddie Flintoff und Paddy McGuinness. Die einst mächtige Marke verlor an Zugkraft, 2023 stoppte die BBC die Produktion. Genau dieses Schicksal will bei Prime Videos „The Grand Tour“ niemand ein zweites Mal erleben.
Clarksons gnadenlose Ansage an die Nachfolger
Wie hoch die Latte liegt, hatte Jeremy Clarkson schon vor der Besetzung klargemacht. Jemanden zu holen, der Autos bloß mag, reiche nicht ansatzweise. Er würde drei komplett unbekannte Namen nehmen und sie klein anfangen lassen, so wie das Trio der Ehemaligen damals auch angefangen hat. Absolute Benzinfanatiker müssten es sein. Er wolle ihnen ein Viertel eines Außenspiegels von irgendeinem Auto zeigen können und sie müssten sofort wissen, um welches Modell es sich handelt. Genau solche Leute hat Amazon Prime Video am Ende auch verpflichtet.
Der 66-Jährige hat gerade Schlimmeres überstanden
Für Jeremy Clarkson endet damit ein Jahr, das ihn hart getroffen hat. In der jüngsten Staffel von „Clarkson's Farm“ machte er öffentlich, dass bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert wurde. Am 21. Juni meldete er sich mit einer Videobotschaft zurück und erklärte, er sei offiziell in Remission. Die Ärzte hätten den Krebs früh erkannt, weil er sich habe testen lassen. Und so was sollten Männer eines gewissen Alters eben auch tun.