Me, Myself and I: Review der Pilotepisode

Me, Myself and I: Review der Pilotepisode

In der neuen US-Sitcom Me, Myself and I lernen wir Alex Riley kennen, oder besser gesagt drei verschiedene Altersversionen von ihm. Schon die Pilotepisode zeigt, was uns hier erwartet: eine Wohlfühlsitcom mit Happy End.

Cast der Serie „Me, Myself and I“ / (c) CBS
Cast der Serie „Me, Myself and I“ / (c) CBS
© ast der Serie „Me, Myself and I“ / (c) CBS

Die Hauptfigur der CBS-Serie Me, Myself and I hat drei Darsteller: Jack Dylan Grazer, Bobby Moynihan und John Larroquette. Alle drei bringen eine gute Portion Charisma auf die Mattscheibe und verhindern so gemeinsam, dass die Sitcom in der Kitschigkeit versandet.

Wovon handelt die Serie?

Hast Du eine seichte und farbenfrohe Serie gesucht, in der die Hauptfigur Dir aus dem Off sein Leben erzählt und passend zum Ende einer jeden Episode zu dem Schluss kommt, dass das Leben sich schon zum Guten ausbalanciert, wenn man nur am Ball bleibt? Dann herzlichen Glückwunsch, denn diese Sitcom ist all das!

Doch der Reihe nach: Alex Riley beehrt uns in drei verschiedenen Stadien seines Lebens mit seiner Anwesenheit auf der Mattscheibe. Als Junge lernen wir ihn kennen, als seine Mutter einen Piloten heiratet, was nicht nur einen Stiefvater, sondern auch einen Umzug, eine neue Schule und einen fast gleichaltrigen, aber etwas früher geborenen Stiefbruder mit sich bringt. Was sich zunächst wie ein Alptraum für den Jungen anhört, stellt sich schnell als halb so wild heraus, schließlich ist der neue Bruder ein echter Sonnenschein, der nur das beste für den Familienzuwachs will. Der Pilot unterdessen wird zu einem der engsten Vertrauten des Jungen. Das jedoch erfahren wir erst vom 40-jährigen Alex, der gerade herausgefunden hat, dass seine Frau ihn betrügt und der nun in einer Garage lebt und versucht, eine seiner Erfindungen an den Mann zu bringen. Sein Lichtblick ist seine kleine Tochter, die auch später im Leben immer für ihn da sein wird. Das sehen wir, als wir die Seniorenversion unserer Hauptfigur kennen lernen, der aus uns bisher verborgenen Gründen ein großes Unternehmen leitet. Zumindest bis zu dem Tag, als er sich spontan in den Ruhestand verabschiedet.

Nun, vieles läuft einfach wunderbar glatt in dieser Welt, auf der Liste des Anspruchs der Serienautoren ist die Umsetzung realistischer Probleme irgendwo runtergerutscht. Katastrophen sehen vor allem so aus: Als der zehnjährige Alex seine große Liebe küssen will, beziehungsweise aufgrund einer Mischung von Glück und Schüchternheit darauf wartet, von ihr geküsst zu werden, verschluckt er sich an einem Minzbonbon und muss von seinem Stiefbruder gerettet werden. Dabei spuckt er das Bonbon direkt in den Mund seiner Angebeteten, die selbiges angewidert ausspukt.

Doch „Me, Myself and I“ ist auch die Art von Serie, in der jede Katastrophe am Ende einen Segen beinhaltet, denn - naja, das sollte man nicht vorwegnehmen, denn die kleine, wohlige Überraschung am Ende ist eine der rar gesäten Stärken der Pilotepisode.

Wie kommt es rüber?

Der Kreis, in dem Me, Myself and I seine Wohlfühlgeschichten schickt, ist ein bisschen zu durchschaubar, um ernst genommen werden zu können. Nichtsdestotrotz darf man sich über die Anwesenheit von starken Darstellern freuen, bis in die Nebenrollen ist die Serie vorteilhaft gecastet. Besonders Fans der Sketch-Show „Saturday Night Live“ läuft so manch bekanntes Gesicht über den Weg, angefangen natürlich bei Hauptdarsteller Bobby Moynihan. Die hochkarätigen Komiker vor der Kamera sind vielleicht auch eine Erklärung dafür, wieso die Serie große Bögen um typische Sitcomfallen macht. Billige Witze sind selten und auch ansonsten gibt es wenig zu meckern.

Aber eben auch wenig zu loben für den Moment. Charmant wäre eine wohlwollende Beschreibung für die Episode, harmlos eine, die aus etwas weniger Optimismus geboren wäre. In jedem Fall kann die Serie große Pluspunkte aus der Darstellerriege ziehen.

Ob man an der Serie hängenbleibt, hängt wohl vor allem davon ab, was noch so im Angebot ist. Während einer Durststrecke könnte ich mir durchaus vorstellen, die dreigleisigen Abenteuer des Alex Riley weiter zu verfolgen, aber nach der Pilotepisode auszusteigen, fühlt sich ebenfalls recht einfach an.

Trailer zur Comedy 'Me, Myself and I':

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