Masters of the Universe: Revelation 1x01

© zenenfoto aus Masters of the Universe - Revelation (c) Netflix/Mattel
Die Netflix-Zeichentrickserie Masters of the Universe: Revelation wurde von Nostalgikern sicherlich mit Freude erwartet. Spätestens nach den ersten Bildern und dem Trailer sah es danach aus, als würden Kevin Smith („Clerks“, „Jay and Silent Bob Reboot“) und sein Autoren-Team sowie Powerhouse Animation (Castlevania) eine mindestens interessante Serie auf die Beine stellen. Vorgestellt wurde das Projekt als Fortsetzung des Originals, das die dortige Kontinuität für moderne Augen und Zuschauerschichten aufarbeitet. Nicht frei von gewissen Kontroversen, die durch Online-Diskurse geführt wurden. Wie viel „He-Man“ steckt nun in den ersten fünf Teilen? Oder wird der Titel der „Masters of the Universe“ dem ganzen Projekt ohnehin eher gerecht? Zwar gab es diesmal vorab merkwürdigerweise für deutsche Medien keine Screener zur Serie, ich habe mir dennoch die Zeit genommen, alle fünf Kapitel anzuschauen. Die ersten drei Seiten behandeln demnach den Piloten, danach geht es um den Rest der Folgen.
Member He-Man?

Ich muss dazu sagen, dass ich die Serie als Kind gerne geschaut und mit dem Spielzeug gespielt habe. Meine Erinnerungen ans Original sind aber sehr verblichen. Jüngst habe ich mir einen Film rund um He-Man und She-Ra angeschaut, der die Serie letzterer einleitet. Dabei wurden manche Erinnerungen bestätigt, die noch im Kopf rumschwirrten. Die Animation war damals stets um Recycling bemüht, weil diverse Posen sich immer wiederholt haben. Die Mundbewegungen waren ebenfalls limitiert. Die Drehbücher waren simpel und die Figuren größtenteils auf ein Gimmick, das mit dem Namen verbunden wurde, begrenzt. Als Kind machte mir das nichts aus. Als Erwachsener sieht man die eklatanten Schwächen und ich möchte die Serie also nicht verklären als irgendeine Art Animationsjuwel. Zudem ist auch klar, dass es sich um ein Werkzeug handelte, um möglichst viel Spielzeug zu verkaufen. Mehr dazu kann man auch in der zugehörigen Folge der Dokuserie „The Toys That Made Us“ bei Netflix sehen oder aber in der Spielfilmdoku „Power of Grayskull“, die viele Facetten des Franchise beleuchtet, darunter auch den Ableger „She-Ra“, den Spielfilm und die neuen Versuche von Serien (etwa die aus dem Jahr 2002), aber auch Spielzeug und Comicserien. Ich bin kein Hardcore-He-Man-Fan (dann eher „Power Rangers“, „Turtles“ oder „Spider-Man“), weiß aber um das Drumherum und bin mit den Grundpfeilern vertraut.
Wie kommt die erste Folge der neuen Serie rüber?
Fangen wir mit der Auftaktfolge The Power of Grayskull an. Ich werde hier zunächst ein klassisches Pilotreview liefern und anschließend noch Eindrücke zu allen fünf bisherigen Folgen mit Spoilern schreiben. Denn, so viel kann ich sagen, man hat nach der ersten Episode schon Lust zu sehen, in welche Richtung die Story geht.
Der erste Eindruck ist ein wichtiger, weswegen man alles richtig macht mit einem Recap zum wichtigsten des „MotU“-Versums. Gehalten wird das alles in einem Frazetta-Artstil, der ein Augenschmaus ist. Das erinnert an die Zeichnungen, die einst auf den klassischen Figuren (und den Mini-Comics) zu sehen waren und ist Fanservice de luxe.
Zuschauer werden erinnert, dass eigentlich nur vier Menschen mit Prince Adams (Chris Wood) geheimer Zweitidentität offiziell vertraut sind. Diese sind Man-at-Arms (Liam Cunningham), Cringer (Stephen Root), Sorceress (Susan Eisenberg) und Orko (Griffin Newman).
Kevin Smith selbst hat das Pilot-Drehbuch geschrieben. Darin wird eine Feier gezeigt, denn Teela (Sarah Michelle Gellar) hat sich die Ehre verdient, in den Rang des Man-at-Arms, wie schon ihr Vater vor ihr, erhoben zu werden. Der ist natürlich stolz wie Bolle, was sie geleistet hat. Auch Orko ist zur Feier des Tages dabei. Nur Prince Adam scheint zu fehlen. Taucht dann allerdings doch auf.
Währenddessen im Schloss Grayskull wird die Sorceress mal wieder von Skeletor (Mark Hamill) attackiert, der es zunächst mit schlechten Verkleidungen und dann mit Tarnzaubern versucht. So kann man nebenbei natürlich sehr gut die wichtigen Handlungsplayer einführen.
Die Animation sieht von Anfang an recht wertig aus, was man vom zugehörigen Studio allerdings auch erwarten durfte. Dazu kommt ein echt guter Score von Bear McCreary (The Walking Dead, Outlander), der das Gesamtpaket sofort aufwertet. Cringer ist der alte, ängstliche Stubentiger, Orko hadert etwas mit seinen Fähigkeiten und Sorceress ist mal wieder damit beschäftigt, das Königreich zu schützen. Eigentlich wohl der MVP von ganz Eternia. Diese kurzen Szenen haben etwas von der Vorstellung oder Wiedereinführung von Figuren in ersten Ausgaben eines Comics: Man nennt alle kurz beim Namen, zeigt, was sie ausmacht und macht weiter. Dagegen spricht gar nichts, es so zu handhaben, um alte und neue Zuschauer gleichermaßen mit an die Hand zu nehmen.
Anders als im Original - so viel kann ich ohne Spoiler zu den restlichen Episoden verraten - bemüht man nicht immer die gleiche stock animation, wenn sich Adam in He-Man verwandelt. Posen mögen zwar ähnlich sein, aber es variiert doch oft genug, so dass man hier nicht von Recycling sprechen kann. Insgesamt sieht die Animation sehr gut und flüssig aus. Schon die Serie aus dem Jahr 2002 hatte einige Anime-Einflüsse. Diesmal, finde ich, erhält man eine gute Mischung aus Figurendesigns, Modernisierung und klassischem Look. Manche Figuren sind vielleicht anfangs leicht gewöhnungsbedürftig, da würde ich Teela dazu zählen, aber mit der Zeit flutscht alles ganz gut.

Man spielt auch sonst mit den Konventionen der Serie, indem Skeletors ständige Bemühungen zur Übernahme thematisiert werden. Doch was ist, wenn er diesmal Erfolg hat? Was ist, wenn nicht pro Folge die Handlung resettet wird? Genau diesen Ansatz verfolgt „MotUR“ hier und erzählt eine fortlaufende „Quest“.
Ein Großteil der Folge besteht aus der Schlacht zwischen Skeletor und seinen Verbündeten sowie He-Man, Man-at-Arms und den guten Streitkräften Eternias. Auch das ist actionreich und für die Freunde des Genres sicherlich unterhaltsam inszeniert. Manche haben vielleicht ein kleines Problem mit dem leichten Emblem-Redesign auf He-Mans-Brust, aber auch dazu gab und gibt es im „MotU“-Lore die passende Figur.
Schon in der ersten Folge holt man dann Figuren wie Trap-Jaw und Beast-Man dazu. Später mischt auch Evil-Lyn (Lena Heady) mit und legt sich mit He-Man und Teela an. Die Sprecher sind im englischen Original, das ich mir angeschaut habe, superb ausgewählt. Ähnlich gut wie bei Invincible hat man ein ziemliches All-Star-Team der A-Klasse versammeln können. Wobei typisch für „MotU“ vor allem Skeletor und He-Man die Puns, Wortspiele (und Dad-Jokes) nicht so ganz lassen können. Ganz ohne Opfer geht das alles nicht: Zunächst ist es Moss-Man, der verbrannt wird, und wenig später trifft es tatsächlich den Champion Eternias selbst, der von einem gewaltigen magischen Machtblitz getroffen wird und sich opfert. Dabei wird auch Rivale Skeletor und gleich die ganze Magie selbst betroffen.
Und ja: Smith und Co schicken tatsächlich die beiden dauerpräsenten Antagonisten über den Jordan. Eine sehr interessante Entscheidung, die dann andere Figuren deutlich mehr in den Fokus rückt.
Teela at Arms

Was ist passiert: Das Power Sword wurde in zwei gespalten und die Magie ist fort. Teela findet in dem Schlüsselmoment endlich heraus, dass Adam auch He-Man war und steckt das Ganze nicht gerade einfach weg. Das Königspaar trauert, aber wusste sicherlich auch um das Geheimnis des Sohnes, weswegen Teela auf alle Eingeweihten allergisch reagiert. Man kann an dieser Stelle vorweggreifen, dass es in jeder Folge mindestens einen Moment gibt, in dem Teela, die sehr viel Screentime insgesamt erhält, wegen dieser Lügen sauer ist. Das eine eine Motivation, weiterzumachen und Eternia irgendwie doch nicht aufzugeben, was sie am Schluss der ersten Folge nämlich nach Jahren der Lügen tut. Doch es werden weitere Geheimnisse um Teela angedeutet, die aber öfter mal verschoben werden. Man will schließlich nicht nur fünf, sondern zunächst sogar zehn Folgen füllen.
Als Teela dann das Königspaar beschimpft wird Man-at-Arms von seinem Titel entbunden und verbannt. Teela selbst hat keine Lust mehr auf die Scheinheiligkeit und wirft alles hin. Während draußen der Sieg gefeiert wird, trauert man also gleichzeitig um den gefallenen Helden. Doch was nun?
Fazit zum Auftakt

Die erste Folge kann man sich sehr gut auch als Minifilm anschauen, der auf rund 20 Minuten eine recht gute, actionreiche, moderne „He-Man“-Story erzählt. Es gibt anschließend keine Moral wie früher, bei der jemand in die Kamera spricht, aber am Rande der nachfolgenden Episoden immer wieder kleine organische Szenen, die diesen Zweck erfüllen. Bestenfalls holt man mit der Serie Altfans ab, aber eben auch eine neue Generation von „MotU“-Fans. Ich bin mir sicher, dass ich als Sechsjähriger interessiert daran wäre. Wobei man bestimmt auch die heutigen bis zehnjährigen (plus die Nostalgiker) mühelos begeistern könnte. Ob die Modernisierungen nach dem eigenen Geschmack sind oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Eine Teilgruppe wird bestimmt immer das Original über die anderen Versionen stellen. Ich persönlich bin vom neuen Stil angetan und wollte direkt weiterschauen.
Sehr interessant ist, wie man das Ganze fortspinnt. Dazu gleich mehr. Dem Piloten würde ich für sich gesehen vier Sterne geben. Es ist ein rundes, aber nicht perfektes Einführungsstück irgendwo zwischen Nostalgie und Originalität.
Du kannst die Serie Masters of the Universe: Revelation jetzt sofort bei Netflix streamen.
Adventure Time mit Teela und Evil-Lyn!

In der zweiten Folge The Poisoned Chalice geht es dann tatsächlich hauptsächlich um Teelas Zeit fernab vom klassischen Eternia. Denn inzwischen ist sie als Söldnerin und eine Art „Vigilant for Hire“ unterwegs. Zusammen mit der neuen Figur Andra (Tiffany Smith), die kürzlich erst in einem Comic eingeführt wurde und den Cast diverser gestaltet (#EterniaSoWhite), schlägt sie sich mit Aufträgen durch, wie zum Beispiel dem Besorgen des Glove of Globolah. Eine mysteriöse Figur, deren Stimme geschulte Ohren sofort erkennen, gibt ihr den nächsten Auftrag, nämlich einen alten Kelch im Snake Mountain zu finden. Das macht das Duo auch.
Einen Flashback später erhalten wir unseren „He-Man“-Content für diese Folge und später kommt dann raus, dass es sich um Evil-Lyn handelt, die ausgerechnet mit Sorceress gemeinsame Sache macht, nachdem Skeletor verschwunden ist. Eine sehr interessante Dynamik, wie ich finde. Allerdings auch eine, die in Animes, der „Furious“-Reihe und so manchem anderen Popkulturerzeugnis gerne genutzt wird. Frei nach dem Motto „The friend of my enemy is all of a sudden my friend“ kommt es zum Frauen-Team-up. Ohne He-Man und Skeletor gibt es in den ehemals magischen Königreichen eben ein Vakuum und somit völlig neue Erzählmöglichkeiten.
Ich weiß schon jetzt, dass das viele kritisch sehen, aber ich wollte durchaus schauen, wie man diese neu gemischten Karten ausspielt.
Nun kann man Smith vorwerfen, dass ihm dieses Szenario als Showrunner vorab vorgeworfen wurde. Aber so ganz richtig ist es nicht. Denn via Flashbacks gibt es immer mal wieder He-Man zu sehen. Dennoch muss man feststellen, dass er diesmal nicht im Namen der Serie auftaucht und deswegen der „Masters of the Universe“-Aspekt vielmehr ausgespielt wird. War einst He-Man ein omnipräsenter Protagonist, kümmert man sich nun viel mehr um Teela, Evil-Lyn, Andra, später auch Beast-Man, Man-at-Arms, Orko und andere Figuren. Dazu taucht man stärker in den Mythos selbst ab. Es werden andere Reiche und Orte als nur Grayskull und Snake Mountain angedeutet. Das finde ich persönlich viel interessanter als einen Skeletor und seinen schurkischen Plan der Woche/Folge.

In der zweiten Episode The Poisoned Chalice wird dann die „Quest“ vorgestellt: Das zerstreute Power Sword muss irgendwie wieder zusammengefügt werden. Die Teile befinden sich in Preternia und Subternia und dafür muss eine Crew versammelt werden, zu denen die eben genannten Figuren gehören. Teela hat eigentlich keine Lust auf weitere magische Machtspiele und möchte nur noch ihre Ruhe haben, doch sie lässt sich dann doch noch breitschlagen, als Cringer ein emotionales Wörtchen mit ihr redet und sie daran erinnert, dass sie ihm einst den Namen gab. Denn sie kennt einen Waffenschmied, der ihnen helfen könnte.
Man merkt an manchen Stellen, dass große „MotU“-Fans von Mattel zum Kreativteam gehören und obwohl ich manche deep cuts und Anspielungen nicht kenne, wimmelt mindestens jede Folge von guten kleinen emotionalen Beats, die einen dranbleiben lassen. Zudem streut man immer wieder diverse Figuren ein. Diesmal etwa Stinkor und Whiplash oder Trap-Jaw und Tri-Klops, die nach dem Verschwinden der Magie eben die Technologie anbeten. Auch ein sehr interessanter Aspekt, der sich über mehrere Folgen durchzieht.
Mer-Man und Spaß auf dem Wasser

Die dritte Folge The Most Dangerous Man in Eternia bietet einen weiteren Flashback rund um eine Auseinandersetzung mit Mer-Man, dem amphiben Schurken der Reihe. Hier wird außerdem Man-at-Arms auch wieder ins Spiel gebracht und die Figur Roboto, die offenbar auf den Erinnerungen von Teelas Vater basiert und bei der Rückkehr des Helden sowie der Magie helfen soll. Andras Funktion in der Serie scheint sowohl ein Fangirl der Mythologie zu sein, aber auch als „PoV“-Charakter und wenn ich eine Spekulation abgeben müsste: wahrscheinlich bald noch mehr in der Art, aber das muss sich erst einmal bestätigen.
Trap-Jaw und seine Technikjünger treten auch hier wieder auf, während Beast-Man sich Evil-Lyn, Teela und Co anschließt. Es ist spannend, wie die Crew zusammengesetzt wird. Man-at-Arms selbst soll übrigens die Sorceress beschützen, während Roboto sich um das Schwert kümmern soll, denn sein Wissen ist genauso viel Wert wie das von Teelas Vater. Der sich zudem auch nicht unbedingt auf eine Selbstmordmission begeben muss und Grayskull schützen kann...
In dieser Folge wird Evil-Lyn besser charakterisiert und sowohl hier als auch in der vierten Episode Land of the Dead zu einer sehr viel sympathischeren Figur. Daran hat Headeys Performance sicherlich auch viel Anteil. Ihre Figur setzt sich mit allen Kräften dafür ein, dass das gesetzte Ziel erreicht werden kann, auch wenn Mer-Man dafür etwas leiden muss. Als der erste Teil des Schwerts gefunden wird, ist es auch ihre Magie, die das Gate to Subternia öffnet. Denn der Ziegenschädel von Skeletor ist hierzu der Schlüssel, auch wenn es ein bisschen dauert.
Land of the Dead
Die Autoren bemühen sich aber, wie bereits geschrieben, auch darum, umgewöhnliche Figurenpaarungen zu probieren, wie eben Orko und Evil-Lyn, die ich als Duo vorher nie auf dem Schirm hatte. Die Crew wird hier getrennt und trifft nicht nur auf allerhand Illusionen und Shadow Beasts, Teela wird auch mit eigenen Ängsten (ein böser He-Man) konfrontiert und auch mit einem Skelator-Geist namens Scare Glow, dem sie einiges als Deal abverlangt, aber ihn dann doch aufs Kreuz legen kann. Später muss sie einsehen, was eigentlich ihre große Furcht ist: die Erwartungen an sie und der Fakt, dass sie eben doch etwas Besonderes ist und nicht nur eine normale Kriegerin. So ganz will man die Hintergründe noch nicht verraten. Aber, wie gesagt, es gibt ja bereits zehn geplante Episoden.

Das Highlight der Folge ist für mich jedoch Orkos große Stunde, als er sich Scare Glow entgegenstellt. Da hat die Serie es sogar geschafft, mir eine kleine Gänsehaut zu verpassen, weil ich solche Über-sich-hinaus-wachsen-Momente einfach liebe. Auch die Story um seine Namensfindung geht ein wenig ans Herz. Stichwort Orakel. Evil-Lyn hat sich den Namen derweil wohl später selbst verpasst. Sehr, sehr cool finde ich derweil den Langhaar-Look der ehemaligen Skeletor-Partnerin. Und die Moral der Geschichte: Niemand ist von Natur aus Böse. Oder doch...?
The Forge at the Forest of Forever

Die vorerst letzte Folge (zumindest in Part 1 der Veröffentlichungsstragie) ist The Forge at the Forest of Forever, in der es dann ins sagenumwobene Preternia geht, in welchem Adam wiederum auf seine Freunde wartet. „MotU“-Fans müssen mich in den Kommentaren mal darüber einweihen, ob es Himmel- und Höllenreiche zuvor schon im Mythos der Serie gab oder ob sich Smith und Co das für diese Fassung ausgedacht haben. Es klingt aber wie etwas, wofür sich Katholik Smith (siehe „Dogma“) interessieren würde. Zudem erinnert mich die letzte Folge an das Nachleben in „Black Panther“ (Smith ist großer MCU-Fan) und Elemente von „Star Wars“, was der Showrunner ebenfalls liebt. Das Wettrennen auf den Pods erinnert mich besonders an den Krieg der Sterne, während die vielen Champions von Eternia eben wie der Ahnenbaum in Wakanda wirken. He-Ro, Grayskull und andere Versionen sind wohl ebenfalls schon in Comicmaterial aufgetaucht, wenn auch anscheinend noch nicht so lange.
Die große Frage ist, ob Adam, der als Einziger sein körperliches Ich gewählt hat, statt seine Heldenform, nach Eternia zurückkehren kann oder ob das eine Einbahnstraße ist. Doch erst mal muss Roboto mit viel Mühe das Power Sword irgendwie wieder zu einem Teil machen. Das kostet viel Energie und ihn offenbar das Robo-Leben. Ich hatte mich schon gefragt, ob man im Paradies eigentlich sterben kann. Aber bei einer AI gelten bestimmt ohnehin Sonderregeln.

Der Crew gelingt also die Rückkehr nach Eternia und Adam will durch eine Transformation als He-Man den Status quo wiederherstellen. Doch da hat er die Rechnung ohne den gewieften Skeletor gemacht, der sich die ganze Zeit in einem Artefakt versteckt hielt, das Evil-Lyn unwissentlich mit sich herumtrug. Er tötet He-Man also mitten in der Verwandlung (They killed Adam a second time! You bastards!). Der Schurke übernimmt dann das Schwert und kriegt das, was er immer wollte: Er wird zum Master of the Universe und einer Art Skelegod! Das habe ich mir nicht ausgedacht, so heißt die Actionfigur zu dieser Gestalt. Evil-Lyn und Beast-Man nutzen die Gunst der Stunde und wechseln recht schnell die Seiten, obwohl man Teela und Co offenbar tatsächlich liebgewonnen hatte.
Tja, aber was nun? Ist He-Man aus dem Spiel? Braucht es einen neuen Champion aus Eternia? Wird es die offensichtliche Teela oder die weniger offensichtliche Andra? Kriegt Adam eine dritte Chance? Wagt man es, ihn komplett aus dem Spiel zu nehmen? #Outrage! Wer sehr neugierig ist, kann sich zur Serie im Anschluss gleich die Aftershow namens „Revelations“ anschauen, die Netflix mir sofort nach dem Ende der fünften Folge in den Stream gespült hat.
Fazit der ersten fünf Kapitel
Ich hätte es vorab nicht unbedingt erwartet, aber ich bin positiv von Masters of the Universe: Revelation überrascht worden. Es ist die moderne Fassung des Stoffes, die gewisse Knöpfe bei mir drückt. Vom visuellen Stil, über die Charakterzeichnung, das Design der Welt und der Figuren bis hin zur Richtung der Geschichte, die mich sofort zum Dranbleiben bewegte. Ein hervorragenderr englischer Voice-Cast und ein Soundtrack sowie gute Einzelepisoden, aber auch das große Ganze passten für mich, so dass ich im Endeffekt alle Folgen am Stück angeschaut habe und sogar mehr sehen wollte.
Ich bin gespannt, wie es noch weitergehen wird. Zudem will ich unbedingt wissen, was anderen Zuschauern an der Version nicht gefällt. Einige Punkte kann ich mir denken, die für mich weniger ein Problem darstellen, aber vielleicht gibt es noch andere Elemente, an die ich so noch nicht gedacht habe. Natürlich ist das Gesamtpaket nicht perfekt, aber doch gut genug, um einen Blick reinzuwerfen und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Von mir gibt es vier von fünf mächtigen Schwertern für die fünf Episoden.
Hier der Trailer in der Originalfassung:
Hier ist abschließend auch noch der deutsche Trailer zu „MotUR“:
Du kannst die Serie Masters of the Universe: Revelation jetzt sofort bei Netflix streamen.
Hier ebenso noch das epische Poster zur Serie „Masters of the Universe: Revelation“:

Du kannst die Serie Masters of the Universe: Revelation jetzt sofort bei Netflix streamen.
Verfasser: Adam Arndt am Freitag, 23. Juli 2021Masters of the Universe: Revelation 1x01 Trailer
(Masters of the Universe: Revelation 1x01)
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