
Happy Endings-Erfinder David Caspe und seine Ehefrau und Penny-Darstellerin Casey Wilson haben ein neues Zuhause gefunden. Die Pilotepisode der Serie Marry Me lässt darauf hoffen, dass sie dort auch langfristig einziehen könnten.
Worum es geht
Annie und Jake (Ken Marino, Childrens Hospital, Veronica Mars) sind seit sechs Jahren ein Paar. Wir lernen sie kennen als sie gerade von einer Reise nach Mexiko zurückkehren. Im Zuge dieser Rückkehr lernen auch die beiden sich von einer neuen Seite kennen. In einem Wutanfall lässt Annie ihre wahren Gefühle bezüglich der gemeinsamen Zukunft raus. Und die manifestieren sich als witziger, temporeicher Wutmonolog über ihre Enttäuschung, dass der Urlaub wieder keinen Hochzeitsantrag für sie gebracht hat. Was Annie nicht weiß: Hinter ihrem Rücken hält Jake den begehrten Ring bereit. Was Annie ebenfalls nicht weiß: Hinter den Möbeln verstecken sich ihre Freunde und Familie, über die sie im Zuge ihrer Enttäuschung gerade ordentlich herzieht. Der Start in die Ehe ist also holprig für die beiden noch bevor überhaupt das Aufgebot bestellt ist.
Die Pilotepisode der Serie Marry Me verbringen die beiden dann damit, sich im Wechsel Hochzeitsanträge zu machen, die von einem Desaster ins nächste führen. Unter anderem verprellt Annie ihre Schwiegermutter in spe und sorgt dafür, dass Jake seinen Job verliert. Am Ende kommt dann doch die emotionale Seite der Geschichte durch und bringt ein glückliches Ende. Zumindest vorläufig.
Garniert ist die Pilotepisode mit Rückblicken in die Geschichte der Beziehung, die uns noch mehr als das Ende verraten, wieso die beiden zusammen sein sollten.
Wie kommt es rüber?
Die Pilotepisode der Serie Marry Me gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Reise zum Altar bunt und amüsant wird. Die Chemie zwischen dem Paar im Mittelpunkt passt perfekt. Auch wenn die Hindernisse immer größer werden, können wir schon nach der Pilotepisode erahnen, dass die beiden zusammenpassen. Annie zeigt sich als Dramaqueen mit gutem Herzen, Jake bleibt weniger theatralisch, aber auf seine Art ebenfalls extrovertiert. Schon nach zehn gemeinsamen Minuten fühlt man sich in der Beziehung der beiden wie ein alter Bekannter. Was auch an den Rückblicken liegt, die uns die gemeinsame Vergangenheit näherbringen.
Eine Unterhaltung zwischen den beiden ist temporeich und hat streckenweise etwas von einem amüsanten Schlagabtausch. Die Nebenfiguren, die wir durch Annies großen Wutanfall namentlich und kurz darauf auch in persona kennenlernen, scheinen ebenfalls vielversprechend. Da wären die Freundin der verhinderten Braut, Deenah (Sarah Wright, Parks and Recreation, Mad Love), die sich selbst eher als unabhängigen Single wahrnimmt und der kauzige Freund des zukünftigen Verlobten, Gil (John Gemberling, Broad City), der eine traurige Scheidung hinter sich hat. Dazu kommt die erweiterte Familie, bestehend aus den beiden Vätern von Annie, Kevin One (Tim Meadows, „The Colbert Report“) und Kevin Two (Dan Bucatinsky, Scandal, Web Therapy), und der Mutter von Jake, Myrna (JoBeth Williams, Hart of Dixie, Dexter). Viel erfahren wir noch nicht über sie, doch für eine Pilotepisode bleibt ein erstaunlich klares Bild der Figuren zurück.
Die einzige Frage ist die, wie es weitergehen soll, nun, nachdem die Verlobung trotz zahlreicher Hindernisse über die Bühne gegangen ist. Doch wenn der Weg zum Altar dank temporeicher Gags und schöner Charaktermomente ähnlich amüsant wird wie der Weg zur Verlobung, dürfte einer großen Feier nichts mehr im Wege stehen.
Fazit
Die Serie Marry Me trägt die Handschrift des Happy Endings-Erfinders David Caspe und für wen sich das vielversprechend anhört, der dürfte mit Annie und Jake seine Freude haben. Die Pilotepisode strotzt über vor amüsanten Gags und rasanten Monologen, ist jedoch für eine Sitcom auch an Emotionen nicht unterbesetzt.
Trailer zur Serie „Marry Me“