Seit gestern zeigt NBC die moderne Sitcom Marlon. Basierend auf dem Leben von Marlon Wayans, handelt die Serie von einem unreifen, aber gutherzigen Vater zweier Kinder, der sich gemeinsam mit seiner Ex-Frau um die Erziehung der beiden kümmert.

Cast der Serie „Marlon“ / (c) NBC
Cast der Serie „Marlon“ / (c) NBC
© ast der Serie „Marlon“ / (c) NBC

NBC strahlt seit 16. August 2017 die Multi-Kamera-Sitcom Marlon aus. Sie basiert lose auf dem Leben von Marlon Wayans, der auch gleichzeitig Protagonist der gleichnamigen Comedy ist. Die Serie versteht sich als eine moderne Form der klassischen Sitcom und handelt vom kindsköpfigen aber liebevollen Familienvater Marlon, der sich zusammen mit seiner Ex-Frau Ashley (Essence Atkins) um deren beiden Kinder Marley (Notlim Taylor) und Zack (Amir O'Neil) kümmert.

Worum gehts?

Die Pilotepisode beginnt zunächst mit Marlon, der sich direkt an die Zuschauer wendet und ihnen zeigt, was er so morgens 5:15 Uhr treibt. Da er selbst nicht mehr schlafen kann, weckt er mit diversen Scherzen seine Ex-Frau und seine zwei Kinder, die darüber eher weniger amüsiert sind. Danach wechselt die Kamera in die klassische Sitcom-Perspektive. Als Ashley nach Hause kommt, findet sie direkt im Eingangsbereich eine riesige Laken-Burg vor, die Marlon und Zack zusammen gebaut haben. Fraglich bleibt dabei, wer der beiden Männer mehr Spaß daran hat. Im Gespräch mit Ashley, was das Monstrum in ihrem Haus zu bedeuten habe, drückt Marlon ihr eine Flasche alkoholfreien Tequila in die Hand und knipst mit den Worten „Say Cheese“ schnell ein Selfie der beiden. Hintergrund ist eine neue Kampagne des Internet-Stars.

Im weiteren Verlauf müssen die Eltern mit ihrer Tochter Marley reden, da sie von der Rektorin erfahren haben, dass Mitschüler sie als Nerd bezeichnen. Während Ashley versucht, ihre Tochter zu animieren mit ihren Mitschülern über die Vorfälle zu reden, erhält Marley von ihrem Vater keinen Ratschlag, den man als besonders reif bezeichnen könnte. Er schlägt ihr vor, den Mitschülern gegenüber ein wenig „ghetto“ zu agieren. Denn da weiße Menschen genetisch nicht veranlagt sind, schwarze einzuschüchtern, werden sich die Mädels anschließend wohl nicht wieder verbal über Marley hermachen.

Zentrales Thema der Pilotepisode ist die Tatsache, dass Ashley einen gemeinsamen Familienausflug absagt, um seit langer Zeit mal wieder mit einem attraktiven Mann auszugehen. Das irritiert Marlon so sehr, dass er den beiden ins Restaurant folgt und mit Pauken und Trompeten das Date stört. Ende der ersten Folge ist eine Szene im Zimmer von Marleys Schuldirektorin, die den Eltern berichtet, wie Marley ihre Peiniger an der Schule zurechtwies. Offensichtlich hat sie den Tipp ihres Vaters beherzigt. Auf jeden Fall war einige Male die Formulierung „hell no“ involviert.

Wie kommt es an?

Auch wenn ich normalerweise kein großer Fan von Sitcoms bin, fand ich „Marlon“ ziemlich gut. Es gibt einiges zu lachen, was vorrangig an Marlon Wayans Perfomance liegt. Seine ausladende Mimik und Gestik und seine Stimmvariationen geben den teilweise wirklich guten Witzen die spezielle Würze. Klar ist auch die zugrunde liegende Thematik des geschiedenen Paares, was noch das gemeinsame Projekt Kinder bewältigen muss, zwar nicht neu, aber dennoch eine inhaltsspendende Angelegenheit. Auch der Gegensatz zwischen kindischem Vater und kontrollierter Mutter zusammen mit der intellektuellen Tochter und dem spitzbübischen Sohn sorgt für genug Comedy-Stoff. Sitcom-Freunden kann ich „Marlon“ empfehlen und vergebe 3.5 Sterne.

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