Making History 1x01

© assir Lester, Leighton Meester und Adam Pally Making History / (c) Fox
In der Pilotepisode der Comedyserie Making History schickt FOX seinen Protagonisten Dan auf Zeitreisen. Dieser stellt entsetzt fest, dass er durch seine Taten die amerikanische Geschichte verändert hat und sucht deswegen Hilfe beim College-Professor Chris.
Worum geht es?
Dan (Adam Pally, The Mindy Project) verbringt Dank seiner selbstgebauten Zeitreisemaschine seine Wochenenden in der Vergangenheit. Als Mann aus der Zukunft ist es ihm dort ein Leichtes, die Einwohner des kolonialen Massachusetts des Jahres 1775 zu beeindrucken. Im Gegensatz zur Gegenwart hat er dort sogar eine Freundin namens Deborah Revere (Leighton Meester).
Doch irgendetwas ist schief gelaufen als er zu seinem Job an das Bedford College zurückkehrt. Fish & Chips in der Cafeteria? Tee bei Starbucks? Und woher kamen plötzlich diese britischen Soldaten, die ihn und Deborah anhielten? Dan setzt die Puzzlestücke zusammen: Die amerikanische Revolution hat nie stattgefunden und die USA befinden sich nun in britischer Hand.
Geschichtsprofessor Chris (Yassir Lester ) soll ihm dabei helfen, den Schlamassel wieder geradezubiegen. Beim gemeinsamen Trip in die Vergangenheit kann dieser auch das vermeintliche Problem identifizieren: Deborah ist die Tochter von Revolutionär Paul Revere (Matt Servitto), der die Bewohner des Staates vor dem Einfall britischer Truppen warnte und später einer der Hauptbeteiligten an der Boston Tea Party werden sollte.
Dass irgendein Schuft, dem der gelernte Schmied am liebsten mit einer seiner neuen Waffen bekannt machen würde, seine Tochter ohne seine Erlaubnis umgarnt, scheint den guten Mann dermaßen aus dem Konzept gebracht zu haben, dass seine historischen Taten ausblieben. Dan denkt jedoch nicht daran, seine neu gefundene Liebe aufzugeben und reist mit ihr in die Gegenwart, während Chris verspricht, die Dinge wieder geradezubiegen. Im Boston der Neuzeit stellen sie allerdings erschrocken fest, dass Chris bei der Schlacht um Lexington gefallen ist.
I have questions about colonial Massachusetts. It's urgent.
Making History wirft den Zuschauer ziemlich schnell in die Geschichte hinein und überspringt sämtliche Einführungen. Das funktioniert in einem Comedyformat wie diesem relativ gut, da die komplexen und meist paradoxen Gegebenheiten einer Zeitreisegeschichte dadurch zunächst minimiert werden.
Schließlich sollen wir uns amüsieren und nicht in tiefgründigen Gedanken schwelgen und Mechanismen hinterfragen. Das Grundkonzept des Humors basiert in erster Linie auf nostalgischen Popkulturreferenzen, die auf die Menschen des 18. Jahrhunderts treffen. Diese schwanken zwischen Verwirrung und Begeisterung, wenn Chris den Film „Jerry Maguire“ („Show me the money!“) zitiert, oder Dan mit Celine Dione Songs versucht, das Herz von Deborah zum schmelzen zu bringen.
Sofern man mit den Themen etwas anfangen kann, funktioniert die Mischung aus Nostalgie und Witz auf eine durchaus sympathische Weise, landet aber nicht immer einen Volltreffer. Sowohl Adam Pally als auch Yassir Lester passen in ihre Rollen und machen ihre Sache bisher ordentlich. Wie gut die Chemie zwischen den beiden wirklich ist, lässt sich nach so kurzer Zeit noch nicht absehen. Dans Interaktion mit Deborah (Leighton Meester) und deren Perspektive dürfte in den weiteren Episoden noch für die eine oder andere komische Situation sorgen.

Alles in allem ist die erste Episode der historischen Komödie wirklich kurzweilig, doch wie bei allen Comedys hängt es stark davon ab, ob einem der Humor zusagt. Wichtige Voraussetzung dafür ist, die vorkommenden Referenzen aus der Gegenwart zu kennen, ohne die man sonst ein genauso großes Fragezeichen über dem Kopf bekommt, wie die Bewohner des kolonialen Massachusets. Dabei sind die Witze weder zahm noch wirklich derb und nur selten unter der Gürtellinie.
Fazit
Popkultur und Nostalgie treffen auf eine Zeitreisegeschichte mit einer ordentlichen Portion Witz und einem kleinen Schuss Romantik. Wer mit diesen Schlagworten etwas anfangen kann und nicht zuviel die Logik und Zeitreisemechanik hinterfragt, der kann ruhig einen Blick riskieren. Die Pilotepisode von Making History ist zwar nicht zum Schreien komisch, könnte aber sicherlich seine Nische finden und bietet abseits der zahlreichen Familien-und Workplace Sitcoms eine willkommene Abwechslung.
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 7. März 2017Making History 1x01 Trailer
(Making History 1x01)
Schauspieler in der Episode Making History 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?