Lost Girl 5x10

Lost Girl 5x10

Alte, lang vermisste Gesichter tauchen bei Lost Girl wieder auf. In Like Father, Like Daughter geben sich Vex und Kenzi die Ehre und heben den Grad an Humor gleich um ein Vielfaches an. Erinnerungen an alte Zeiten werden wieder wach.

Bo und Dyson staunen nicht schlecht in „Lost Girl“, als sie eine alte Bekannte erblicken. / (c) Showcase
Bo und Dyson staunen nicht schlecht in „Lost Girl“, als sie eine alte Bekannte erblicken. / (c) Showcase

Wahrscheinlich ist selbst den Produzenten beim Drehen aufgefallen, dass ein wenig mehr Humor und Bein Lost Girl doch ganz gut tun wĂŒrden, weshalb sie Vex (Paul Amos) und Kenzi (Ksenia Solo) eingebaut haben, um der Serie wenigstens ein bisschen von seiner frĂŒheren Leichtigkeit zurĂŒckzugeben.

Wenn Bilder die Welt verÀndern

Nachdem in 44 Minutes to Save the World die Welt erst mal gerettet wurde, steht die neue Bedrohung - natĂŒrlich - schon wieder an. Dieses Mal nicht ganz so episch wie ein Weltuntergang, lediglich Bo (Anna Silk) soll verbannt werden, was im fernen Spanien ihre gute Freundin Kenzi erfĂ€hrt, die sich mit Hales Großvater Heathcliff Santiago zusammengetan hat und dort ein sehr wohlsituiertes Leben fĂŒhrt.

Jedenfalls taucht von jetzt auf gleich wieder mal ein unglaublich mĂ€chtiger Gegenstand auf, der die Macht hat, jemand sehr Wichtiges in den Untergrund zu verbannen. Nun hat jemand dieses Bild gestohlen und Kenzi hört rein zufĂ€llig, dass Bo dadurch von der ErdoberflĂ€che verschwinden soll, was es zu verhindern gilt. Also machen sich Kenzi und Bo in altbewĂ€hrter Freundinnenmanier auf und versuchen, das Bild an sich zu bringen, um damit ihrerseits Zeus (Amanda Walsh) zurĂŒckzuschicken. Oder wahlweise Jack aka Hades (Eric Roberts).

Kensi is back in %26bdquo;Lost Girl%26ldquo; © Showcase
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Genau hier blitzt ein wenig davon auf, was die Serie frĂŒher so sehenswert gemacht hat: Wortspiele, witzige Kommentare, Stiefel und ein wenig Hintern. Oder die bakterienpanische Galeriebesitzerin. Das sind genau die Momente, in denen es Spaß macht, Like Father, Like Daughter zu sehen.

Gut, dass das Bild dann nicht das ist, was es zu sein schien, Bo lieber Zeus als ihren Vater zurĂŒckschickt, das Ganze aber mal wieder eine Finte ist und „es“ begonnen hat - geschenkt. Nett, aber nicht wirklich fesselnd. Die ganze griechische Göttergeschichte wird auch mit zunehmendem Dickicht nicht interessanter. Aber da mĂŒssen wir wohl durch.

Fae or not Fae

Wesentlich interessanter ist da schon Laurens (Zoie Palmer) Verwandlung - in was auch immer. Äußerlich immer noch ein Mensch nimmt sie die FĂ€higkeiten aller Faes an, die sie berĂŒhrt, nachdem sie Hades RatschlĂ€gen ein Serum betreffend gefolgt ist. Was ĂŒbrigens eine ziemliche Sensation ist und sie sehr, sehr mĂ€chtig macht. So ist es auch sie, die letztendlich Zeus in die, zumindest angedachte, Verbannung schickt. Bo allerdings scheint das nicht so gut zu gefallen. Sie ist besorgt, dass der guten Lauren was zustoßen könnte, weil niemand weiß, was genau das mit ihr anstellt.

Angeblich jedenfalls. Vielleicht kommt sie auch nicht damit zurecht, dass jetzt nicht mehr sie die einzige in ihrer Beziehung ist, die SuperkrÀfte besitzt. Und aller Wahrscheinlichkeit nach sehr, sehr lange leben wird. So ganz nimmt man Bo nicht ab, dass es nur Lauren ist, um die sie sich Sorgen macht, denn es wirft nicht nur ihre PlÀne komplett durcheinander, sondern es wird auch komplett die Dynamik der Beziehung Àndern. Und wenn Bo dahinterkommt, dass Lauren Hilfe hatte, dann wird es erst richtig spannend.

He claimed me

Das wird es hoffentlich auch noch bei Dyson (Kris Holden-Ried) und Alycia (Lisa Marcos). Nachdem Mark (Luke Bilyk) seinen Mund nicht halten konnte, erfĂ€hrt sie nicht nur von der Existenz der Fae, sondern auch davon, dass ihr neuer Freund ein Shapeshifter ist. Dass sie das nicht unbedingt glĂŒcklich macht, ist verstĂ€ndlich. Und auch bei Dyson hĂ€lt sich die Freude in Grenzen, ist sie doch nun vor allem ein Sicherheitsrisiko fĂŒr die Fae, aber auch fĂŒr sich selbst.

So ist es auch nicht ganz klar, ob er Alycia wirklich nur deswegen claimed, weil er sie zweifelsohne sehr mag oder weil er die Faes und sich selbst schĂŒtzen will. Und ob Alycia wirklich so fragil und harmlos ist, wie Dyson denkt? Man darf es bezweifeln.

Fazit

Man weiß nicht, ob man traurig oder froh sein soll: Traurig ob dem, was hĂ€tte sein können, wenn man die lebensbejahende und freche Spur der ersten Staffeln nie verlassen hĂ€tte, oder froh, weil zumindest der Auftritt von Kenzi ein wenig aufgewĂ€rmt wirkte. Zudem fĂ€ngt es an, nervig zu werden, dass stĂ€ndig und immer irgendwoher ein Artefakt/Fae/Sonstiges auftaucht, von dem alle schon mal irgendetwas gehört haben, sie es aber niemals ins GesprĂ€ch gebracht haben, als es darum ging, Lösungen zu finden. Dieses Bild zum Beispiel hĂ€tte auch schon frĂŒher gute Dienste leisten können, hĂ€tte man sich nur daran erinnert, nicht wahr, Tamsin und Trick?

Trotzdem ist „Like Father, Like Daughter“ endlich mal wieder eine Episode, die mit etwas leichterer Hand und Witz gefĂŒhrt wird und dafĂŒr ist diese Autorin sehr dankbar.

Verfasser: Sabine Stevenson am Dienstag, 15. September 2015
Episode
Staffel 5, Episode 10
(Lost Girl 5x10)
Deutscher Titel der Episode
Wie der Vater, so die Tochter
Titel der Episode im Original
Like Father, Like Daughter
Erstausstrahlung der Episode in Kanada
Sonntag, 13. September 2015 (Showcase)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Samstag, 16. April 2016
Autor
Alexandra Zarowny
Regisseur
Paolo Barzman

Schauspieler in der Episode Lost Girl 5x10

Darsteller
Rolle
Richard Howland
Rachel Skarsten

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