Lost Girl 5x04

Lost Girl 5x04

War Big in Japan noch hauptsächlich von Frauen dominiert, sind in When God opens a window die Männer dran. Bis auf die Ausnahme der Morigan werden in dieser Episode hauptsächlich die diversen Beziehungen der Männer beleuchtet und neu definiert.

Bild aus der Episode „When God Opens a Window“ der Serie „Lost Girl“ / (c) Showcase
Bild aus der Episode „When God Opens a Window“ der Serie „Lost Girl“ / (c) Showcase
© (c) Showcase

Wenn aus einer Serie ein Charakter ausscheidet, dann dauert es meist nicht lange, bis ein neuer die Bühne betritt. In When God opens a window werden nicht nur die Morigan (Emmanuelle Vaugier) und Vex (Paul Amos) wiederbelebt, es kommt auch jemand dazu, der besonders einem der Mitglieder spontan sehr ans Herz wächst.

Wenn der Vater mit dem Sohne

Was mit Sicherheit nicht Vex ist, der mittels seines hilfreichen Eingreifens Trick (Rick Howland) rettet. Wir erinnern uns, in der unseligen vierten Staffel deckte Vex seinen Ziehsohn Massimo, der dann Hale tötete. Das machte viele Leute unglücklich, neben Kenzi besonders Dyson (Kris Holden-Ried), der nun seinerseits eigentlich nichts lieber wollen würde, als Vex in Stücke zu reissen. Da Trick der neue Ash ist und der seinem Lächeln nach zu urteilen wohl wieder man mehr weiß, als er sagen will, ihm dies ausredet, muss Dyson fortan mit ihm zusammenarbeiten.

Was er im Laufe der Episode auch tut. Zwar wird offensichtlich, dass die beiden sich nie lieben werden, aber sie entwickeln ein gewissen Verständnis füreinander.

Das liegt auch am neuen Fall von Bo (Anna Silk) und Tamsin (Rachel Skarsten): Mark (Luke Bilyk) wird nicht nur von einem Unbekannten gejagt, er ist auch ein Shifter wie Dyson. Und sein Sohn, von dem er allerdings - natürlich - nichts wusste. Als Mark endlich die Gelegenheit hat, seinen Verfolger, der schon seine Mutter getötet hat umzubringen, schreitet Dyson ein. Nur um den Jäger kurz danach selbst zu massakrieren.

Die Sache mit dem Sohn könnte allerdings leicht kompliziert werden, da Bo schon mit ihm geschlafen hat, denn „something about you is familiar“ - bringt aber genau die Leichtigkeit rein, die die Serie so dringend braucht. Nicht wahr, Sis'?

Ein Labor für ein Serum

Bei den Damen tut sich nicht gar so viel. Es wird geklärt, was mit der Morigan passiert ist, nachdem sie nur noch Evony geworden ist. Wie nicht anders zu erwarten, hasst sie diese Tatsache und fordert mit ihrem fröhlichen und ausgeglichenen Selbst Lauren (Zoie Palmer) dazu auf, ein Serum zu finden, dass sie wieder zu Fae macht. Womit sich auch geklärt hätte, ich welcher Art Krankenhaus Lauren neuerdings arbeitet. Da Lauren sich damit verständlicherweise recht viel Zeit lässt, erpresst Evony sie in der bewährten Art und Weise mit dem ältesten und grausamsten aller Fae. Hm.

Was, wenn man jetzt dieses alte Fae ohne Namen auf Bos Vater loslassen würde? Man darf gespannt sein, ob die Serienschreiber auch auf diese doch sehr auf der Hand liegenden Idee kommen.

War noch was?

Ach ja, der übergreifende Plot: Wir erfahren sozusagen im Vorbeigehen, dass das Massaker im Fahrstuhl aus Like Hell (2) mit drei neuen Toten zusammenhängt, die offensichtlich einem Fae-Kult zum Opfer gefallen sind. Da das Ganze mit Persephones Kerze angefangen hat, gehen wir mal davon aus, dass Hardes seine Finger im Spiel hat. Jedenfalls steht zu hoffen, denn so ein klein wenig ist es wie die letzte Staffel von How I Met Your Mother. Man hat das Gefühl, die machen nicht wirklich voran und es ist nicht mehr genug Zeit für die Story.

Fazit

Die Folge war ok, sie stach nicht sonderlich raus, ging aber in die richtige Richtung was den Humor anging. Was wirklich positiv raussticht ist, dass man Kenzi nicht vermisst. Sie ist nicht da, das ist schade, aber da Lauren und Tamsin sich offensichtlich mehr und mehr mit der Neuorientierung ihrer Rollen wohlfühlen, fehlt sie nicht wirklich. Wer hätte das so gedacht?

Was weiterhin wirklich gut ist, ist wie sehr sich Dyson und Lauren annähern, wie gut sie sich verstehen und langsam Freunde werden. So etwas nennt man eine positive Beziehungsentwicklung, bei der es Spaß macht zuzusehen. Genauso viel, wie es nicht mehr lange dauern wird, und es wird zwischen Lauren und Tamsin knallen, wenn man die Blicke zwischen den beiden richtig deutet.

Im Übrigen finde ich die, wenn auch späte, Charakterentwicklung von Dyson durchaus nachvollziehbar. Dass er dem Gutwolfentum nach all den Jahren abgeschworen hat, ist zwar unerwartet aber zumindest im Rahmen der Serie noch denkbar.

Auch wenn die Logik immer noch sehr stiefmütterlich behandelt wird. Abgesehen davon, dass Evonys alter Fae aus dem Nichts auftaucht und nie erwähnt wurde, obwohl es das älteste und grausamste der Fae-Welt sein soll - woher weiß man dann, dass es wirklich so grausam ist, wenn man noch nicht mal weiß, wie es heißt.

Ansonsten fehlt mal wieder ein wirklich interessanter Fae der Woche, etwas, was man schon seit Längerem schmerzlich vermisst. Trotzdem - nach der katastrophalen, bei der Autorin immer noch nachwirkenden vierten Staffel sowie der nicht minderschlechten Like Hell (2) ist When God opens a window eine pure Freude.

Verfasser: Sabine Stevenson am Samstag, 10. Januar 2015
Episode
Staffel 5, Episode 4
(Lost Girl 5x04)
Deutscher Titel der Episode
Wenn Gott ein Fenster öffnet
Titel der Episode im Original
When God Opens a Window...
Erstausstrahlung der Episode in Kanada
Sonntag, 28. Dezember 2014 (Showcase)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 15. April 2016
Autor
Stephen Cochrane
Regisseur
Mairzee Almas

Schauspieler in der Episode Lost Girl 5x04

Darsteller
Rolle
Richard Howland
Rachel Skarsten

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?