Light as a Feather: Review der Pilotepisode

© er Cast von „Light as a Feather“ (c) Hulu
Vier Freundinnen und ein Neuankömmling treffen sich im Auftakt von Light as a Feather in der Halloweennacht auf dem Friedhof, um gemeinsam zu feiern, wobei aus Tradition ein gruseliges Spiel nicht fehlen darf. Ihre Wahl fällt auf „Light as a feather, stiff as a board“, welches sie mit der Voraussage aufpeppen, wie diejenige in ihrer Mitte sterben wird. Was sie nicht ahnen, ist, dass sie damit etwas Grausames in Gang setzen, was sich nicht aufhalten lassen will...
Worum geht es in der Pilotepisode?
Als ein Streich der Highschool-Schülerinnen Olivia (Peyton Roi List), McKenna (Liana Liberato), Alex (Brianne Tju) und Candace (Ajiona Alexus) nach hinten losgeht und das falsche Opfer trifft, sitzt Neuankömmling Violet (Haley Ramm) durchnässt von einer blutähnlichen Flüssigkeit auf dem Hosenboden des Schulflurs. Aus Mitleid und um es wiedergutzumachen, lädt McKenna sie auf das jährliche Gruseltreffen der Teenagerinnen zu Halloween ein, wo sie nach dem Vorschlag von Violet das titelgebende Spiel zelebrieren. Doch Violets Intentionen scheinen keineswegs harmlos zu sein und hinter den Todesprophezeiungen könnte viel mehr stecken, als die Freundinnen es sich vorstellen können.
Welchen Eindruck hinterlässt der Auftakt?
Die Beschreibung der Episode liest sich ziemlich kurz, was an der schlanken Laufzeit von unter 25 Minuten liegt. Die insgesamt zehn Folgen der ersten Staffel scheinen also auf kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch ausgelegt zu sein. Der Auftakt wird hauptsächlich von einer großen Portion Teeniedrama bestimmt, was uns den Weg und Blick in den Alltag der Schülerinnen ebnet. Haley Ramm, der man als 26-Jährigen die Highschool-Schülerin abnimmt, und Liana Liberato als schüchterne Teenagerin, setzen sich vom durchschnittlichen Rest dabei positiv ab, was allerdings nichts daran ändert, dass die grundsätzliche Präsentation des Settings reichlich klischeebehaftet ist. Denn die Millenials-Clique schlägt sich mit den typischen Problemchen inklusive angedeuteter Geheimnisse herum. Man scheint sich mehr an eine jüngere Generation zu richten, die noch nicht ganz so viel Horrorkost kennt und sich besser mit den Charakteren identifizieren kann.

Der Horror hält eher kurz Einzug, als Violet nach dem Streich einen blutverschmierten PTSD-Moment erlebt, in dem sie halluziniert, sich die Gesichtshaut abzuziehen („Cabin Fever“ lässt grüßen). Richtig Gruselstimmung kommt allerdings bisher nicht so richtig auf, da der Fokus mehr auf dem Alltagsdrama der Schüler inklusive einiger Konversationen mit Fremdschämfaktor liegt und der Rest als Setup für die kommenden Folgen genutzt wird. Die sollen dann sehr wahrscheinlich durch die detaillierten Todesprophezeiungen in ein Szenario münden, das stark an „Final Destination“ erinnert. Dass man zudem so früh bereits die diabolische Bösewichtin präsentiert bekommt, trägt allerdings ohne die genauen Details ihrer Kräfte, Machenschaften und Beweggründe zu kennen, ein wenig zur Entmystifizierung des grausamen Phänomens bei, welches zweifelsohne bald Einzug erhalten wird.
Fazit
Man kann Light as a Feather zugutehalten, dass es in seiner knappen Auftaktepisode keine wirklichen Totalausfälle produziert, aber so richtig überzeugend ist das nicht als Argument, weiter einzuschalten. Viele typische Highschoolklischees und spärliche Horrormomente lassen bestenfalls erahnen, ob sich noch ein Sogfaktor in der kurzen Laufzeit der ersten Staffel einstellen kann. Freunde kurzweiligen Horrors, die sich mit der Betonung auf Teeniedrama anfreunden können, haben also durchaus eine Chance, auf ihre Kosten zu kommen. Etwas Besonderes in Bezug auf Schauspiel, Ideen oder Story sollte man jedoch definitiv nicht erwarten.
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