LA to Vegas: Review der Pilotepisode

© ast der Serie „LA to Vegas“(c) FOX
Die FOX-Comedy ist der letzte Baustein, der gefehlt hat, um die Vision von der aufregenden Aviator-Welt zu entzaubern, in der man sich für den Flughafen schick macht. Willkommen in der Welt des Billigfliegers, in der Stripperinnen und Spieler fürs Wochenende nach Las Vegas fliegen, um Geld zu verdienen.
Worum geht es?
Die Verbindung von Los Angeles nach Las Vegas der Billigairline „Jackpot“ ist für die Stewardess Ronnie (Kim Matula) nicht die Erfüllung ihrer Karriereträume. Hat sie den Job als Flugbegleiterin doch ergriffen, um die Welt zu sehen. Anders geht es da ihrem Kollegen Bernard (Nathan Lee Graham), der sich mit einer gehörigen Portion Sarkasmus an den Status Quo gewöhnt hat. Doch auch für Ronnie gibt es offenbar keinen Ausweg. Die letzte Bewerbung für einen Delta-Job nach New York führt wieder mal ins Leere und dann sind da noch die Gäste. Denn die meisten der Fliegenden sind Stammgäste, darunter der Spieler Artem (Peter Stormare, The Blacklist), der auf seinen Glückssitz besteht, um übers Wochenende an den Spieltischen in Las Vegas abzuräumen.
Auch einige Stripperinnen machen regelmäßig den Weg von Los Angeles in die Wüstenstadt, um ihr Gehalt aufzubessern. Die junge Nichole (Olivia Macklin, The Young Pope) gehört dazu. Einen anderen Grund für die lange Pendlerstrecke hat der Wirtschaftsprofessor Colin (Ed Weeks), der sich ebenfalls regelmäßig in besagtem Flieger einfindet. Neben den Wünschen und Problemen der Fluggäste muss Ronnie sich auch noch mit dem Piloten des Flugs rumschlagen, denn Captain Dave Pratman (Dylan McDermott, American Horror Story) ist ebenfalls kaum mehr als ein Baby im Körper eines Erwachsenen. Er wurde aus der Air Force entlassen und versucht seine Enttäuschung nun mit Alkohol und Sex auszugleichen.
Zur Geschichte stößt in der Pilotepisode eine Liebesgeschichte zwischen Ronnie und Colin. Der zeigt jedoch auf dem Rückweg aus Versehen, dass er bereits verheiratet ist, doch nach einigem Hin und Her stellt sich heraus, dass er getrennt lebt und sie nur besucht, um sein Kind zu sehen.
Wie kommt es rüber?
Die Sitcom bringt die Geschichte der Reisenden und der Crew mit einer gehörigen Portion Albernheit rüber, gute Witze sind Mangelware, besonders viel Fremdzuschämen gibt es aber auch nicht. In der langen Reihe der billig produzierten Comedys nimmt LA to Vegas keinesfalls einen der hinteren Plätze ein, einen der vorderen aber eben leider auch nicht. Wenn man etwas findet, was die durchschnittlich zum Einschlafen animierende Attraktion der Serie ein bisschen steigert, eine Vorliebe für jemanden aus dem Cast, eine Affinität zum Thema oder ähnliches, kann man in der Serie durchaus brauchbares Material finden, um ein Abendessen alleine etwas aufzupeppen. Denn hinter dem leichten Drehbuch könnte die eine oder andere clevere Überlegung stecken, nach der Pilotepisode darf man das vermuten, aber noch nicht behaupten.
Fazit
Die FOX-Serie LA to Vegas nimmt uns mit auf eine Reise, die niemand so richtig machen möchte. Zwischen Los Angeles und Las Vegas erfahren wir, dass Fliegen jetzt endgültig nichts Besonderes mehr ist, außer eine weitere Möglichkeit die Mobilität zu bedienen, die die Arbeitswelt verlangt.