K.C. ist eine clevere Teenagerin mit wenig Interesse an Jungs und Partys. Lieber beschäftigt sie sich mit Technik und Kampfsport. Im Pilot der Serie K.C. Undercover offenbaren ihre Eltern ihr, dass sie Spione sind und setzen K.C. auf ihre erste Mission an: ihren Schwarm als Gegenspion entlarven.

K.C. (Zendaya) mit ihren Eltern (Tammy Townsend und Kadeem Hardison) in der Serie „K.C. Undercover“ / (c) Disney Channel
K.C. (Zendaya) mit ihren Eltern (Tammy Townsend und Kadeem Hardison) in der Serie „K.C. Undercover“ / (c) Disney Channel
© (c) Disney Channel

Die Disney Channel-Serie K.C. Undercover beginnt mit einer ziemlich witzigen Restaurantszene zwischen Eltern und Tochter (und könnte trotzdem kaum weniger mit der Serie Girls zu tun haben, die mit ähnlichen Rahmenbedingungen einsteigt). Warum die eingespielten Lacher meistens an anderen Stellen sind als dann, wenn man selbst lacht, erklärt sich dann schnell im restlichen Verlauf der Pilotepisode.

Worum es geht

Im Mittelpunkt der Serie K.C. Undercover steht die gleichnamige Schülerin K.C. (Zendaya, „Shake It up! - Tanzen ist alles“), die sich durch besondere Begabung in vielerlei Bereichen hervortut. Darunter sind vor allem schulische, sportliche und technische. Was K.C. hingegen schwer fällt, ist die Kommunikation mit dem anderen Geschlecht, zumindest mit den für sie attraktiven Exemplaren. Dazu hat sie eigentlich keinen Grund, sieht sie doch selbst aus wie frisch vom Laufsteg gesprungen und ist in der Regel ziemlich schlagfertig. Doch vielleicht hat K.C. auch einfach noch nicht die Verlockungen der Teenagerwelt kennengelernt: Sie zeigt generell kein Interesse an Partys oder Dates.

Ihre Freundin Marisa (Veronica Dunne), ein extrovertiertes Mädchen mit Hang zum Flirten, versucht sie dennoch hartnäckig zum gemeinsamen Besuch eines Schulballs zu überreden.

Zu Hause erwartet K.C. in der Pilotepisode der Serie K.C. Undercover eine große Überraschung: Ihre Eltern Craig (Kadeem Hardison; Cult, „College Fieber“) und Kira (Tammy Townsend; The Client List, „Alle unter einem Dach“) offenbaren ihr, dass sie Spione sind. Doch damit nicht genug - sie weihen ihre Tochter vor allem ein, weil sie sie für die eigene Sache rekrutieren wollen. In K.C.s Highschool befindet sich ein jugendlicher Spion, der nicht näher genannten Gegenseite, den es zu entlarven gilt. K.C. lässt sich auf das Abenteuer ein und geht, mit einer Hightechbrille bewaffnet, in den nächsten Schultag.

In der Cafeteria entdeckt sie ihren neuen Schwarm Lincoln (Trevor Jackson, Eureka), der sich kurz darauf als der gesuchte Gegenspion herausstellt. Auf Drängen ihrer Eltern soll K.C. versuchen, ein Date mit ihm für den Schulball zu ergattern. Nach einigem Hin und Her und einer seltsamen Tanzszene entlarven die beiden jugendlichen Spione sich gegenseitig und Lincoln sperrt K.C. ein.

Ihr wundervoll-furchtbares Herzarmband, das nicht nur mit Strasssteinen, sondern auch mit einer Gegensprechfunktion aufwarten kann, leitet ihren Hilferuf jedoch nicht an ihre Mutter, sondern an ihren ahnungslosen Bruder weiter. Ernie ist weniger begabt als seine Schwester, hat dafür jedoch Selbstvertrauen ohne Ende mitbekommen.

In einer waghalsigen Aktion rettet er seine Schwester aus den Fängen des Spions und die Familie landet gemeinsam am abendlichen Esszimmertisch. Craig und Kira sorgen mittels eines wundersamen Sprays dafür, dass ihr Sohn wieder in der Ahnungslosigkeit versinkt, während K.C. sich auf kommende Abenteuer mit ihren Spioneltern freuen darf.

Wie kommt es rüber?

Wer es bis jetzt noch nicht bemerkt haben sollte: Bei K.C. Undercover handelt es sich um eine Teenagerserie im besten und im schlimmsten Sinne.

Realismus und Logik stehen in der Rangliste der Serienmacher weit hinter Attraktivität und einfach gestrickten Gags. Figurenzeichnung spielt ebenfalls keine große Rolle. Als Faustformel gilt: Je älter die Figur, desto klischeehafter die Charakterisierung. Manches daran ist durch die Übertreibung amüsant, wenn auch nicht immer auf die Art und Weise, die die Macher beabsichtigt haben. Zum Beispiel, als K.C. sich innerhalb von Sekunden von einem punkigen Teenager zu einer eleganten Dame im Abendkleid verwandelt, indem sie kurz um die Ecke geht und ihre Perücke auf den Tisch zu ihrem Vater wirft.

Doch damit diese Lächerlichkeit auf Dauer, also länger als fünf Minuten, unterhalten kann, müsste es doch eine mehr oder weniger spannende Geschichte hinter den Gags geben. In dieser Hinsicht hat die Pilotepisode der Serie K.C. Undercover jedoch nichts zu bieten. Dass die Nachwuchsagentin ihren Schwarm ausspionieren soll und dann in Gefahr gerät, endet genauso, wie man es sich vorstellt. Keine Überraschungen, nicht einmal eine echte Geschichte steckt hinter dieser Mission.

Fazit

Die Serie K.C. Undercover geht als Teenagerserie ganz gut durch, dafür sorgt immerhin der nicht uncharismatische Cast. Doch sehr viel mehr ist in dieser Disney Channel-Story nicht zu holen, auch wenn in der Pilotepisode einige Lacher versteckt sind. Falls sich in den Fällen der nächsten Episoden etwas mehr tut als in diesem langweiligen Lincoln-Plot, könnte die Serie noch mal zulegen.

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