Warum „KAOS” nicht so göttlich ist, wie es sein will, aber dank eines eitlen Jeff Goldblums eine Chance verdient hat

Warum „KAOS” nicht so göttlich ist, wie es sein will, aber dank eines eitlen Jeff Goldblums eine Chance verdient hat

Mit „KAOS“ wird der Olymp ganz schön aufgemischt und die ach so perfekte Welt der Götter wird ins Chaos gestürzt. Wer es wild, actionreich und sehr abwechslungsreich mag, der hat damit definitiv die Serie des Jahres gefunden.

Poster zur Serie „KAOS“
Poster zur Serie „KAOS“
© Netflix

Allein, um Jeff Goldblum als arroganten und absolut eitlen Zeus zu sehen, lohnt es sich schon, zumindest mal in die Serie Kaos reinzuschauen. So zeigte das zumindest der Trailer. Autor Charlie Covell, welcher auch für die Netflix-Serie The End of the F***ing World verantwortlich war, schrieb auch diese Neuinterpretation der griechischen Mythologie, die mal eben in die Neuzeit versetzt wurde. Doch der Glaube und die Ehrfurcht Richtung Götter beginnen zu bröckeln - und so beginnt die Geschichte der neuen Netflix-Serie...

„Worum geht es in „KAOS“?

Auf dem Ferienhotspot Kreta, welches hier eher wie ein alternatives Kalifornien inszeniert wird, machen sich die Götter auf dem Olymp ein schönes Leben. Gott der Götter Zeus (Goldblum) geizt nicht, wenn es um prunkvolle Einrichtung und Klamotten geht. Zusammen mit seiner Frau Hera (Janet McTeer) regiert er den Olymp und die Menschheit, was ihm sichtlich zu Kopf gestiegen ist. Allerdings wurde ein Denkmal zu seinen Ehren durch einen Haufen Scheiße ersetzt und die Götter wurden zornig gestimmt. Plötzlich ist auch noch von einer Prophezeiung die Rede, die die Welt der Götter stürzen soll - und Zeus sucht sich bei genau dem falschen „Verbundenen“, nämlich dem rachsüchtigen Prometheus (Stephen Dillane), Hilfe.

Gefühlt alle Götter, die in der griechischen Mythologie einen Namen haben, tauchen nach und nach auf und werden in die Geschichte eingeführt. Von göttlichen Problemen sowie auch menschlichen Alltagsdramen ist alles zu finden. Ein unehelicher Sohn, der die Gunst seines Vaters will, aber nicht ernst genommen wird. Eine ausgelaugte und mit Liebe überschüttete Eurydike Kaos, die ihren Starehemann Orpheus verlassen will und sich tot im Asphodeliengrund wiederfindet. Alles extrem durcheinander und man verliert leicht den Faden bei der Handlung, denn wie hängt das eine nun mit dem anderen zusammen?

Szenenfoto aus „KAOS“ mit Hera (Janet McTeer) und Zeus (Jeff Goldblum)
Szenenfoto aus „KAOS“ mit Hera (Janet McTeer) und Zeus (Jeff Goldblum) - © Netflix

Als Zuschauer wird man in das Chaos von „KAOS“ gestürzt - und das ohne Vorwarnung. Intensiv, bildgewaltig, aber ohne wirklichen roten Faden. Ich habe mich nach 25 Minuten nicht mehr konzentrieren können, weil mir zu viel passiert ist, aber ich bin sicher, dass sich dieses „KAOS“ in den folgenden Episoden auflöst beziehungsweise zumindest Sinn ergeben wird. Meine Lieblingscharaktere sind jedenfalls Zeus und Hera, die sich eben wie ein altes Ehepaar mit zynischen Sprüchen befeuern, die sehr unterhaltsam sind.

Fazit

Kann man machen, wenn man es mag, wenn viel passiert. Und man braucht definitiv eine Weile, um richtig in die Produktion reinzukommen. Von der Thematik her jedoch durchaus spannend und Jeff Goldblum als Zeus sollte man sich, wie gesagt, nicht entgehen lassen.

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