iZombie 4x04

iZombie 4x04

iZombie besinnt sich im Zuge der abschließenden Hälfte des Zweiteilers von letzter Woche auf den Zusammenhalt seiner Figuren, während die aggressive Gemeinde von Prophet Angus immer mehr Zuwachs erhält.

Aly Michalka, Robert Buckley und Rahul Kohli in „iZombie“ (c) The CW
Aly Michalka, Robert Buckley und Rahul Kohli in „iZombie“ (c) The CW
© ly Michalka, Robert Buckley und Rahul Kohli in „iZombie“ (c) The CW

In Brainless in Seattle; Part 2 geht die Jagd auf einen Serienkiller für Clive (Malcolm Goodwin), Liv (Rose McIver) und Ravi (Rahul Kohli) weiter, doch es steht auch eine Rückkehr zur wöchentlichen Party im Scratching Post an, denn schließlich muss Liv ihre neue große Liebe wiederfinden.

Putting the no in Babineaux

Um den Killer-Koyoten zu fassen, entscheiden sich Liv und Clive dazu, Ravi als Lockvogel einzusetzen, um den Mörder in die Falle zu locken. Dank eines falschen Profils, eines neuen Akzents und oscarreifen Schauspielkünsten beißt dieser tatsächlich an und nennt Ravi einen Treffpunkt, um ihn angeblich aus der Stadt zu schaffen. Bevor der Killer Undercover-Ravi verschwinden lassen kann, eilen ihm seine Kollegen zu Hilfe und nehmen den auf frischer Tat ertappten Mann fest.

Blaine versucht unterdessen, durch das Gehirn des Informanten Renegade (Dawnn Lewis) auf die passende Spur zu kommen, auch wenn die Redseligkeit seiner adaptierten Persönlichkeit ihn in seinem Restaurant Schwierigkeiten bereitet. Eine Vision führt ihn schließlich zur richtigen Adresse, zu welcher er sich unverzüglich aufmacht, um Renegade einzusacken. Nachdem das Unterfangen glückt, lädt er sie im Hauptquartier von Fillmore-Graves bei Chase Graves (Jason Dohring) ab, der sich schon seit längerer Zeit auf eine Unterhaltung mit der Person freut, die ohne Erlaubnis neue Zombies auf die Stadt loslässt.

Major (Robert Buckley) muss sich derweil ins zombiefeindliche Territorium begeben, um an das Handyvideo zu gelangen, welches den ohnehin wackeligen Frieden in Seattle weiter gefährden könnte. Fündig wird er schließlich in der Kirche von Angus (Robert Knepper), der dem hilfesuchenden Tucker (Jaren Brandt Bartlett) Schutz gewährt. Kurz bevor die Situation vor Ort zu eskalieren droht, lässt ihn Angus jedoch mit einer deutlichen Warnung und dem Handy gewähren.

Nach diesen Ereignissen steht für die Freunde erst einmal ein bisschen Entspannung im Scratching Post an, denn Liv will dort nach ihrer neuen Liebe für die Ewigkeit namens Tim (Keenan Tracey) suchen. Dieser stellt sich jedoch als nicht gerade moderater Rassist gegenüber Menschen heraus, woraufhin Livs Märchenschloss einstürzt. Doch davon profitieren alle Anwesenden, denn gemeinsam mit ihren Freunden verbringt sie eine ausgelassene Partynacht, die Hoffnung an eine friedliche Koexistenz für Menschen und Zombies entfacht.

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There is no 'I' in billionaire

Nehmen wir uns in einer grundsätzlich gelungenen Episode zunächst einmal kurz den schwächeren Part vor: die Auflösung des Falls der Woche. Was ist denn bitte da los? Wenn man einen Serienkillerplot mit Potential im Rahmen eines Zweiteilers inszeniert, dann sollte man bei der Auflösung nun wirklich nicht sparen. Ravis (Rahul Kohli) Spiel als Lockvogel und die Vorbereitungen auf den Zugriff sind ja wirklich amüsant, doch der Zugriff verläuft dann doch reichlich unspektakulär: Mörder beißt an, kommt zum Tatort, wird verhaftet und fertig. Da wäre sicherlich mehr drin gewesen.

Die anderen Aspekte der Folge sind wesentlich besser gelungen, allem voran die Comedyelemente, denn insbesondere die Zombiepersönlichkeiten sind hier ein Volltreffer. Blaines (David Anders) „Plappermaulhirn“, welches mich ein wenig an den Film „Liar Liar“ erinnert, sorgt in dessen Restaurant für viele komische Elemente und zeigt, dass David Anders weiterhin ein echter Gewinn für die Serie ist. „Macho Man Major Savage“ ist allerdings mein großer Favorit, denn Major hält im Scratching Post einfach alles, was die Ankündigung eines Wrestlerhirns verspricht und zusammen mit dem Teenagergehirn aus Zombie Knows Best kann man eigentlich nur zum Schluss kommen, dass Robert Buckley mehr Gehirne/Rollen braucht, um beste Unterhaltung zu garantieren.

Livs Persönlichkeit sorgte schon in der letzten Episode für einige gute Momente und so ist es diesmal auch. Allerdings ist es auch nötig, dass Clive ihr dieses Mal ein paar Grenzen aufzeigt, denn sie sollte nicht immer alle ihre fragwürdigen Entscheidungen auf die Gehirne schieben können. Tatsächlich ist Clives Beziehung, wie vermutet, aufgrund der Zombieproblematik offen und es wäre wirklich wesentlich einfühlsamer, ihm die Wahrheit zu erzählen und ihn nicht einfach so in eine neue Beziehung hineinzumanipulieren.

Fillmore-Graves und die Zivilistenzombies der Stadt, die nicht zum betuchten Teil der Bevölkerung gehören, stehen nun weiter auf Konfrontationskurs, wobei FG sich langsam, aber sicher einen Schlachtplan für die Situation mit Angus (Robert Knepper) überlegen sollte, bevor dieser an Macht gewinnt. Renegades humanitäre (zombietäre?) Beweggründe werden in dieser Folge offengelegt und nun ist die große Frage, was Chase Graves (Jason Dohring) mit ihr vorhat. Sollte er mittels der in der Staffelpremiere eingeführten Guillotine ein Exempel an ihr statuieren, sind Ärger und Aufruhr bereits vorprogrammiert.

Das Ende der Episode, nachdem Liv Rassisten-Tim auf den Mond geschossen hat, bringt die Figuren, die wieder einmal (allen voran Ravi) ihre Tanzkünste unter Beweis stellen dürfen, erneut zusammen und macht deutlich, warum man Cast und Charaktere so gern haben kann. Denn die Bindungen und die Chemie miteinander sind ein wichtiger Bestandteil der Serie, der in solchen Szenen gerne öfters betont werden darf. Schließlich kann sich die Kerngruppe aufeinander verlassen und hat mittlerweile ja auch schon einiges zusammen durchgestanden, so dass sie gemeinsam loslassen und ihre Zeit miteinander genießen können. Um Major hier sinngemäß zu zitieren: „Iiiii am glad they're happy. It makes me happy. Ahahahaha!

Fazit

iZombie greift in Brainless in Seattle; Part 2 einige seiner Stärken auf und punktet vor allem bei der Interaktion der Charaktere und den sehr spaßigen Zombiepersönlichkeiten. Hinzu kommen unzählige liebevoll passend eingestreute Filmreferenzen (wie beispielsweise „She's All That“ im Scratching Post), die mit einem Augenzwinkern aufgetragen werden und immer wieder ein Lächeln beim Zuschauer hinterlassen können. Zudem gibt es noch die Rückkehr von Livs Endmonolog, den es in letzter Zeit seltener zu hören gab, der aber die Schlussszenen so gut wie immer aufwertet. Beim zweiteiligen Fall der Woche lässt man mit dem Serienkillerplot allerdings viele Möglichkeiten liegen und liefert einen faden Abschluss, bei dem wesentlich mehr drin gewesen wäre.

The CW
The CW - © The CW
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 20. März 2018

iZombie 4x04 Trailer

Episode
Staffel 4, Episode 4
(iZombie 4x04)
Deutscher Titel der Episode
Hirnlos in Seattle (2)
Titel der Episode im Original
Brainless in Seattle (2)
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 19. März 2018 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 11. Oktober 2018
Autor
Heather V. Regnier
Regisseur
Michael Fields

Schauspieler in der Episode iZombie 4x04

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