iZombie 4x01

© ose McIver und Malcolm Goodwin in âiZombieâ (c) The CW
In der Episode Are You Ready for Some Zombies? ist die Welt von iZombie nicht mehr die, die sie mal war. Seattle ist eine QuarantĂ€nezone, in der sich eine neue Gesellschaftshierarchie unter der Fahne von Fillmore Graves gebildet hat. Doch nicht alles hat sich fĂŒr die uns bekannten Figuren verĂ€ndert, denn Liv (Rose McIver), Clive (Malcolm Goodwin) und Ravi (Rahul Kohli) sind immer noch im Auftrag des Seattle PD tĂ€tig.
Z for Zebra
Der neue Fall fĂŒhrt in einen Berufszweig, den es, bevor die Stadt von einer Mauer umgeben wurde, so noch nicht gegeben hatte. In der Gehirnverarbeitung am FlieĂband wurde einer der dortigen Mitarbeiter gleich mit zu einer mundgerechten Portion verarbeitet, was auch in New Seattle sicherlich nicht nur gegen die Lebensmittelstandards, sondern auch als Mord gegen das Gesetz verstöĂt. Das Opfer machte nicht nur seinem Unmut in Bezug auf Zombies Luft, er legte sich auch nur allzu gerne als absoluter Superfan der Seattle Seahawks mit anderen Footballfans an. Diese sehr ausgeprĂ€gte Leidenschaft vererbt er auch an Liv weiter, nachdem diese sich zum Wohle der Ermittlung einen Snack aus dessen Denkmasse herstellt.
Doch nach mehreren Visionen und diversen Spuren wird deutlich, dass der TĂ€ter aus dem unmittelbaren Familienumfeld stammen muss. Die Familie erlitt dabei ein Schicksal, das seit dem Ausnahmezustand nicht selten geworden ist: Familienmitglieder werden nach ihrer Verwandlung von ihren Verwandten verstoĂen. Als der intolerante Vater seinen Sohn als Zombie identifizierte, stellte er seine Frau vor eine Wahl, die gegen ihn ausfiel und ihn letztendlich sein Leben kostete.
Gleichzeitig ist Blaine (David Anders) mit seiner neuen Rolle als Informant fĂŒr Chase Graves (Jason Dohring) Ă€uĂerst unzufrieden, wĂ€hrend sein Handlanger gegen ihn rebelliert und seinen Vater Angus (Robert Knepper) aus dem Brunnen befreit. Dessen Gehirn scheint aufgrund dieser Tortur ein wenig weich geworden zu sein, denn kurze Zeit spĂ€ter hat der sich nun fĂŒr einen Propheten haltende Zombie zwei Morde auf dem Konto. Major (Robert Buckley) bekommt unterdessen die Aufgabe, sich verstoĂener und obdachloser Jugendlicher anzunehmen, bevor diese zur Bedrohung fĂŒr die neu strukturierte Stadt heranwachsen.
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Clip your nails, no epic fails!
Are You Ready for Some Zombies? setzt knapp vier Monate nach der letzten Staffel mit einem neuen Status Quo ein: WĂ€hrend die meisten Institutionen der nun von einer QuarantĂ€nemauer umzĂ€unten Stadt erhalten blieben, steht auf oberster Kommandoebene das Zombie-MilitĂ€r von Fillmore Graves, das nicht nur die Mauer selbst, sondern auch nachts die Stadt mit Patrouillen im Zuge der Einhaltung der verhĂ€ngten Ausgangssperre sichert. Die Bevölkerung selbst ist sowohl, was die Physiologie als auch die MentalitĂ€t angeht, gespalten und es haben sich bereits Bewegungen gebildet, die militant gegen die „Zombie-UnterdrĂŒcker“ vorgehen. Major und seine Kollegen reagieren dabei bisher Ă€uĂerst entspannt - und das obwohl zwei seiner GefĂ€hrten vor seinen Augen per Molotov-Cocktail flambiert werden. Bei seiner neuen Aufgabe, sich den obdachlosen Jugendlichen anzunehmen, profitiert Major dafĂŒr definitiv von seiner Erfahrung als Sozialarbeiter.
Livs Arbeit hat sich im Wesentlichen eher marginal verĂ€ndert und der Fall der Woche ist zumindest, was die Auflösung angeht, eher durchschnittliches und nebensĂ€chliches Futter, mit einem kleinen Lichtblick in Form des Shakespeare-Zwischenfalls im Scratching Post. Vielmehr wird die Episode dazu genutzt, uns an die neuen Rahmenbedingungen von New Seattle heranzufĂŒhren. Diese werden uns löffelweise serviert und beinhalten einige interessante Punkte: Das Erschaffen neuer Zombies ist strengstens verboten und wird mit dem Tod bestraft, was durch eine comichafte Ambossguillotine verdeutlicht wird, die erst einmal als Abschreckung dienen soll. Die offizielle Verteilung der Gehirne lĂ€sst zudem durch die klare Bevorzugung der Mitarbeiter von Fillmore Graves deutlich zu wĂŒnschen ĂŒbrig und dieses Ungleichgewicht ist ein weiterer potentieller Brandherd fĂŒr die Stadt, wĂ€hrend die HĂ€user potentieller Zombies im Stil von „The Scarlett Letter“ mit einem roten „Z“ markiert werden. In Bezug auf die Ermittlungen selbst lernen wir, dass Zombievisionen vor Gericht nicht zulĂ€ssig sind.
Auch die Figuren selbst haben sich aufgrund der UmstĂ€nde verĂ€ndert, was wir unter anderem an Ravi sehen, der trotz des Impfstoffs in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden unter die rotĂ€ugigen Gehirnfresser geht, was ihn in dieser Episode temporĂ€r zum Nudisten werden lĂ€sst, der gemeinsam mit Superfan-Liv einen bleibenden Eindruck mit dezenten Irrenhaus-Vibes bei Peytons (Aly Michalka) neuem Freund hinterlassen haben dĂŒrfte.

Hammer Time
Blaine scheint sich nicht sonderlich verĂ€ndert zu haben: Nicht nur hat er immer noch etwas fĂŒr Peyton ĂŒbrig, die neben dem BĂŒrgermeister in der zweiten Schaltzentrale der Stadt sitzt, er ist vor allem immer noch sehr ambitioniert und hat definitiv nicht vor, sich mit seiner Position als Informant und Besitzer des „Scratching Post“ zufriedenzugeben. Die Storyline um seinen Vater Angus (Robert Knepper, der laut den Serienschöpfern nicht ĂŒber diese Staffel hinaus Teil des Casts sein wird) und dessen bizarre Wandlung zum hammerschwingenden Propheten ist derzeit schwierig einzuschĂ€tzen, auch wenn es ein wenig seltsam anmutet, dass die fromme Gemeinde nicht nur toleriert, dass er ihren Pastor erschlĂ€gt, sondern diesen daraufhin bereitwillig verspeist und danach Angus höchstwahrscheinlich hörig sein soll.
Insgesamt gibt es noch unglaublich viele Fragen, die im Laufe der kommenden Folgen geklĂ€rt werden mĂŒssen, denn so plausibel beispielsweise der Mauerbau der Stadt sein mag, so wĂ€re es schon sehr verwunderlich, wenn keiner der Infizierten es neben den geflĂŒchteten Menschen in den 72 Stunden vor der QuarantĂ€ne aus der Stadt geschafft hat. Ebenso ist die Kommandostruktur und die Position der Polizei, des BĂŒrgermeisters und Fillmore Graves in Relation zueinander noch unklar. Aber das sind sicherlich Dinge, der sich die Serie in den kommenden Episoden annehmen wird.
Fazit
iZombie nutzt den Staffelstart nach einem Zeitsprung hauptsĂ€chlich zur Exposition der neuen vielversprechenden PrĂ€misse, die allerdings trotz ihres Potentials auch NĂ€hrboden fĂŒr Plotholes bietet. Wie gut durchdacht dieses spannende Konzept wirklich ist, werden wir schon bald sehen. Wir bekommen jedenfalls eine ordentliche Ăbersicht ĂŒber unsere Charaktere und ihre aktuelle Lage geliefert, mĂŒssen aber aufgrund eines wenig bemerkenswerten Falles ein paar Abstriche machen.
Verfasser: Tim KrĂŒger am Mittwoch, 28. Februar 2018iZombie 4x01 Trailer
(iZombie 4x01)
Schauspieler in der Episode iZombie 4x01
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