iZombie 2x13

Bei ihrer Suche nach dem verunreinigten Utopium stolpern Major (Robert Buckley) und Ravi (Rahul Kohli) in der iZombie-Episode The Whopper überraschend über eine weitere Leiche. Während Liv (Rose McIver) und Clive (Malcolm Goodwin) der Sache auf den Grund gehen, gerät der Chaos-Killer zur selben Zeit in eine äußerst gefährliche Situation.
Jamaican Me Thirsty
Um Mr. Boss (Eddie Jemison) stapeln sich langsam, aber sicher die Leichen. Der Tote kann als Mitglied von dessen Organisation identifiziert werden. Damit nicht noch weitere Verbindungen zu ihm hergestellt werden können, gibt er Livs Freund Drake (Greg Finley) den Auftrag, einen Zeugen zu beseitigen.
Zur selben Zeit landet der „Chaos-Killer“ Major in den Fängen von Blaine (David Anders). Ein Wiedersehen, auf das er sicherlich gerne verzichtet hätte, denn Blaine ist der Verlust seiner Meat-Cute-Operation noch bestens im Gedächtnis geblieben.
Glücklicherweise kann Major seine Haut retten, indem er Blaine dessen vermissten Vater liefert und gleichzeitig versichert, die Todesliste in Blaines vorgegebener Reihenfolge abzuarbeiten. Doch Blaine freut sich natürlich nicht aus familiärer Bindung oder Nächstenliebe auf das Aufeinandertreffen mit seinem Vater (Robert Knepper), was dieser umgehend zu spüren bekommt.
Ravi (Rahul Kohli) hat derweil schlechte Nachrichten für Major - und in diesem Zusammenhang ebenfalls für Blaine: Versuchsratte „New Hope“ weilt weder unter den Lebenden noch den Untoten. Das verunreinigte Utopium für seine Versuche zu finden, hat also höchste Priorität und Eile. Glücklicherweise bringen Visionen im Zuge des Falls Liv auf die richtige Spur, wodurch das Utopium und damit die essentielle Grundlage für Ravis Experimente gefunden werden können.
Borrowed Time
Die Feder von Serienschöpfer Rob Thomas ist The Whopper deutlich anzumerken. Die Episode erweist sich als äußerst ambitioniert. Es ist spürbar, dass spätestens mit dieser Folge das letzte Drittel der aktuellen Staffel eingeläutet wird.
Für Major wird die Luft immer dünner, denn nun arbeitet er nicht nur für Max Rager, sondern muss sich auch gezwungenermaßen von Blaine einspannen lassen. Darüber hinaus sind ihm Clive (Malcolm Goodwin) und Bozzio ( Jessica Harmon) noch dichter auf den Fersen, da ihnen sein unfreiwilliger Besuch bei Blaine nicht entgangen ist.

Tiefer in der ganzen Sache könnte er wohl kaum stecken. Keine der Parteien, sei es Max Rager, Liv (Rose McIver) oder Clive, dürfte ihm wohlgesonnen sein, sollten sie die gesamte Wahrheit entdecken. Zumindest bei Liv könnte er noch dringend benötigte Sympathiepunkte sammeln, da er trotz seiner prekären Lage niemanden umgebracht hat.
Bei Clive könnte er lediglich eine Chance haben, wenn diesem die gesamten Umstände inklusive der Existenz von Zombies vorliegen. Das ist an dieser Stelle auch ein besonders interessantes Stichwort: Es ist wirklich erfreulich und ein richtiger, beinahe überfälliger dramaturgischer Schritt, Clive einen Zusammenhang zwischen Livs Persönlichkeit und ihrer Adaption diverser Eigenschaften der Mordopfer ihrer gemeinsamen Fälle erkennen zu lassen.
Allerdings hat die blasse Gerichtsmedizinerin durch ihre Tarnung als Medium noch einen gewissen Puffer zwischen Clive und der Wahrheit. Aber wie lange können Liv und ihre Freunde dieses Geheimnis dem aufmerksamen Detective noch vorenthalten? Es sieht sehr danach aus, dass er spätestens bis zum Ende der Staffel die Wahrheit entdecken sollte.
One Day More
Lügen sind ein zentrales Thema in iZombie, denn fast alle Charaktere verbergen Geheimnisse voreinander. Liv als pathologische Lügnerin zu erleben, fiel daher gar nicht so stark ins Gewicht, wir erlebten ja gleichzeitig, wie beispielsweise ihr Freund Drake (Greg Finley) ihr viele persönliche Dinge vorenthielt.
Als Zuschauer haben wir zu diesem Zeitpunkt noch keinen konkreten Anhaltspunkt, wem nun seine Loyalität gilt. Ob er also sich selbst, Stacey Boss oder Liv treu ergeben ist, wird sich bald herausstellen.
Eine besondere Vorstellung liefert erneut David Anders: Grimassen für das FBI und vor allem der gemeine, aber urkomische und aufwendige Einfall, seinem aufgetauten Vater eine ferne Zukunft vorzugaukeln, tragen zu einem extravaganten Spektakel bei. Anders schafft es einfach, trotz dieser übertrieben inszenierten Performance den Nerv zu treffen.
Außerdem ist es interessant, dass wir immer mehr Dinge aus Blaines Vergangenheit erfahren, die erklären, wieso er zu der Person wurde, die er heute ist. Es erklärt, wieso er, ohne mit den Wimpern zu zucken, seinen Vater in den zuverlässig finsteren Händen seiner Kollegen lässt, ohne dabei seine Kaltschnäuzigkeit zu entschuldigen.
Er leitet anschließend eine unerwartet musikalisch bombastische Sequenz ein, indem er den Song „One Day More“ aus dem Musical „Les Misérables“ (zum Glück mit wenig schiefem Geschaller von Russel Crowe) auflegt. Ob man das nun als mutig und gelungen (meine Wahl) oder übertrieben inszeniert ansieht, liegt sicherlich im Auge des Betrachters. In Erinnerung bleiben wird einem diese Szene inklusive „Freeze Frame“ zum Abschluss jedoch auf jeden Fall.
Wenn man der Episode etwas vorwerfen kann, dann ist es, dass der Fall der Woche schnell unübersichtlich wird. Es ist nicht einfach zu folgen, wer in den multiplen Visionen aus der Egoperspektive eigentlich wen erschossen hat.
Fazit
Leichen, Lügen und Les Misérables: iZombie möchte keine gewöhnliche Serie sein und bleibt momentan eine der Sendungen, die ihr hohes Unterhaltungsniveau konstant halten kann. Drehbuch und Cast schaffen es von Woche zu Woche, den Spaß an der Serie auf den Zuschauer zu übertragen.
Der Trailer zur nächsten Episode „iZombie“:
Verfasser: Tim Krüger am Donnerstag, 18. Februar 2016iZombie 2x13 Trailer
(iZombie 2x13)
Schauspieler in der Episode iZombie 2x13
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?